Philippinen Reiseberichte und Reisetipps

Vielen Dank an alle für die tollen Reiseberichte!
Bitte senden Sie mir Ihre Reiseberichte, damit ich sie hier veröffentlichen kann.
Danke, und viel Spaß beim Lesen wünscht Oliver

Pfeil nach untern Sehr langer Reisebericht von Andreas Ein schöner langer Reisebericht von Andreas mit vielen Bildern
Pfeil nach untern Ultralanger Reisebericht von Matthias Ein wirklich ausführlicher und langer Reisebericht von Matthias mit u.a. einer gefährlichen Besteigung des Mt. Mayon

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Manila, 100 Islands - Luzon, Cebu und Boracay

Pfeil nach untern Ein eMail von Tanja und Mark Ein eMail mit interessanten Fragen zu einer Philippinenreise
Pfeil nach untern Antworten zum eMail von Tanja und Mark Die Antworten von mir zum eMail mit interessanten Informationen auch für andere Philippineninteressierte
Pfeil nach untern Sicherheitsinformationen Philippinen Ein paar Sicherheitsinformationen für einen Philippinenaufenthalt.
Pfeil nach untern Reisebericht von Anika Bericht über ein Kinderheim auf den Philippinen
Pfeil nach untern Reisebericht von Regina Cebu, Moalboal, Kawasan Falls, Bohol, Camiguin
Pfeil nach untern Reisebericht von Norbert Legaspi City und 80 km ins Landesinnere
Pfeil nach untern Amüsante Erzählung einer Hochzeit Ein etwas anderer Reisebericht von einer Hochzeit auf den Philippinen
Pfeil nach untern Ein eMail von Vicky und Peter Ein eMail mit interessanten Fragen zu einer Philippinenreise sowie der Antworten von mir
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Pfeil nach untern Reisebericht Dez/Jan 1999 von mir Neueste Infos meinens Aufenthaltes, u.a Mindanao, Cebu, Negros, Palawan, Banaue
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Pfeil nach untern Reisebericht von Susanne und Oliver Reisebericht mit Infos zu Nord-Luzon und Palawan
Pfeil nach untern Reisebericht von Mario Reisebericht von einer Hochzeit in Manila und wie man seine große Liebe nach Hause holt.
Pfeil nach untern Reisebericht von Dirk Reisebericht mit Infos zu Nord-Luzon, Boracay und Mindanao
Pfeil nach untern Bericht einer Arbeitsstelle in Manila Ein etwas anderer Bericht von einer Arbeit in Cavite, in der Nähe von Manila (von mir)
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Pfeil nach untern Off Road mit der Enduro in Cebu Mit ner Enduro durch die Berge von Cebu abseits der Straßen - abenteuerlich (von mir)

 

Reisebericht von Annette und Uli

Hier nun ein kurzer Urlaubsbericht: die ersten drei Tage in Manila - einen Tag Sonne, sonst nur Regen und wir nur nachts in den Bars bei exzellenter Live-Musik rumgehangen. Philippinen - das Land der Sängerinnen - wir haben ca. 50 Whitney Houstens gehört - affengeil dann mit unserem Fahrer und einem Izuzu Pick-Up auf durch Luzon - an der Westküste entlang nach Norden und dabei ganz viel Regen und nur dunkle Wolken - erste Station: "Supic" ehemalige USA-Garnisions-Stadt tolles Hotel sonst nur Regen in der Stadt nichts los - weitergefahren zu "100 Island" Klasse Hotel - Regen und direkt vor der Küste 100 kleine Vulkaninseln alle grün bewachsen - wir Bootstour - traumhaft schön - kein Regen, nur viele Wolken - weiter nach "San Fernando La Union und, wir konnten es kaum glauben: Sonne Sonne Sonne, da war das Land dann doch sofort noch schöner - ehrlich. In unserem traumhaft schönen Beach-Resort sind wir dann auch direkt drei Nächte geblieben- abends mit Wellengeräusche einschlafen - eine Bar die rund um die Uhr aufhat und super Cocktails serviert ein Swimming-Pool, ahhhahhhahhahhahahahahahahahahahahahaha einfach klasse - unter anderem haben wir dann da noch eine nette Bootsfahrt gemacht, die wir aber wegen eines Schauers abbrechen mußten.

Dann gings weiter nach Luag oder so ähnlich. Dort hatte uns unser Fahrer ein traumhaftes Hotel versprochen, war es auch - sah aus wir eine kleine Stadt und die wollten auch nur schlappe 240 US$ von uns haben. Unser Mike (Fahrer) vermittelte es uns dann für "nur" 120 DM. Abends fuhren wir dann in die Stadt um eine nette Kneipe mit Live-Musik. Wir landeten in einer Spelunke, absolut dreckig mit nur Männern, die sehr schnell sehr viel Bier tranken und der schlechtesten Live-Musik, die wir je gehört hatten. Leider hatten wir unserem Fahrer gesagt, daß er uns erst in 3 Stunden abholen soll. Dazu muß man wissen, daß Philippinische Männer nach etwas Alkohol laut unserem Reiseführer sehr schnell aggressive werden. Es wirkte schon etwas bedrohlich in dem Laden, das war jedoch nicht so schlimm, viel schlimmer war die schlechte Musik und die Perspektive, dort noch so lange sitzen zu müssen. Unser Fahrer kam jedoch eine Stunde früher und wir fuhren zu unserem Luxushotel zurück. Dort, vor dem Eingang war ein schönes großes Zelt aufgebaut in dem 3 Bands abwechselnd spielten - und die waren so gut, wie noch keine zuvor, die wir dort gehört hatten und das Bier war noch 5 Peso billiger. Außerhalb hat es natürlich dauerhaft geregnet.

Am nächsten Tag gings dann weiter die Küste hoch - wir fuhren so - ohne Regen - einen Berg herunter und dann kam eine scharfe Rechtskurve - von vorn kam ein LKW - wir rammten die hinteren Reifen und kamen dann zum stehen - keinem von uns war etwas passiert (Annette zwei blaue Flecken) sonst nichts - nur das Auto war vorne links total kaputt und die Lenkung lies sich nicht mehr bewegen. Nach 10 min fuhr der LKW davon - eine halbe Stunde später kam die Polizei - die fuhr dann auch wieder - und kam irgendwann später auch wieder zurück - unterdessen waren diverse Helfer zugange um das Auto zu reparieren - unter anderem auch auf die Art, daß eine Kette um den eingedrückten Kühler gelegt wurde, diese an einen 12 Meter LKW gehängt wurde und der dann kraftvoll anfuhr - natürlich ohne Erfolg - das Auto war und blieb kaputt. Ein netter Typ nahm uns dann mit und bracht uns zu einem traumhaften Hotel an einem traumhaften Strand - goldgelber Sand, grünblaues Wasser und sonst nur Palmen - das Hotel war so scheiße, daß ich das gar nicht beschreiben kann - wir die einzigen Gäste (!!!) es kam niemand an den Tisch - die Getränkekarte beinhaltete ca. 40 Schnäps - von denen waren ZWEI zu bekommen - erst war das Bier pisswarm - nach zwei Stunden gefroren - ziemlich mies das alles und auch noch teuer.

Durch das Kaputte Auto waren unsere weiteren Reisepläne natürlich gestorben. Wir im Bus am nächsten Tag weiter in ein nettes Hotel, das hat uns dann etwas entschädigt - ach so als wir ca. dreieinhalb Stunden am Straßenrand standen knallte die Sonne natürlich mit alles Macht, was auch sonst. Früher als geplant flogen wir dann nach Manila. Durch den Unfall haben wir all die Naturschönheiten (Reisterrassen, 100m Wasserfall, heiße Quellen, Chocolate-Hills) nicht gesehen. Kekse!!!

Von Manila aus flogen wir dann nach Cebu - dort gings dann direkt auf das Schiff - die zwei lebenden Ferkel wurden angeliefert während wir unser erstes Bier tranken (das heißt dort "San Miguel" und ist hervorragend!!!). Nachts um 12 fuhren wir dann ab und kamen am nächsten Morgen zur "Insel der 200 Kinder" So viele waren es auch ungefähr - Nachmittags am Strand abhängen - Jetski fahren - schnorcheln - abends die Hochzeit auf dem Schiff, zeremoniert durch den Kapitän - ging sehr schnell und Thomas + Maris sahen sehr gut aus - dann kam der Rommer-Clan (Mutter + Brüder vom Thomas Romer) die sangen dann A-Cappela saugut - gänsehautmässig mit Tränen in den Augen - dann kamen wir Annette hatte auf die Melodie vom My Bonnie is over the ocean" einen tollen Text über Thomas + Marisa in English gemacht - der kam auch sehr gut an - dann fuhren wir in kleinen Boot auf die Insel. Dort gab es das am Nachmittag geschlachtete erste Spanferkel - sehr lecker - dann machten die Kinder in Gruppen Tanzaufführungen, wobei die Romer-Family den Schiedsrichter spielen mußte - dann das gleiche in Karaoke - dann sangen die Rommers und alle waren begeistert. Dann gings zurück aufs Schiff, wo wir selber Karaoke machten viel Spaß, viel Bier, viel Lachen und saugute Stimmung - alles vom Feinsten. Nach der Nacht zu einer anderen Insel - bis dahin regenfrei und teilweise Sonne - nun wieder Wolken und ....... was wohl??? Regen.

Doch Uli ging zum ersten Mal Tauchen - so richtig mit Flaschen und allem was dazu gehört. Ich fand es ganz einfach und nachdem ich genug Gewicht an mir hatte tauchte ich sofort weg - weit kam ich jedoch leider nicht, da mir einer die Flossen festhielt - dann mußte ich noch ein wenig üben - Maske ausblasen und Mundstück unter Wasser raus- und reinnehmen, ging alles problemlos - dann tauchte ich mit Christian los - war schon superklasse unter Wasser so richtig Zeit alles in Ruhe anzuschauen und nicht wie beim Schnorcheln nach kurzer Zeit wieder hoch müssen - leider war beim Tauchen sehr bewölkt und später fing es auch noch an zu regen. Das unter Wasser natürlich egal nur war dadurch das Licht sehr schlecht und ich seh nicht so viel. Früh am nächsten Morgen gings zum Flughafen und auf nach Boracay - die schönste Insel der Philippinen - wäre sie auch gewesen hätte auch in den drei Tagen nur einaml die Sonne geschienen - so blieb uns nur San Miguel und das Nachtleben. Nach drei Tagen ging es zurück nach Manila und am nächsten Tag nach Germany - 6 Stunden Aufenthalt in Bangkok - superspannend so am Flughafen und dann endlich weiter - dann waren wir Samstags morgens in Frankfurt - mit dem Zug nach Düsselldorf - endlich zu Hause

Liebe Grüße  Uli

 

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Ein eMail von Tanja und Mark mit Fragen
sowie die Antworten von mir

Hallo!

Wir fanden die Berichte über die Philippinen super interessant und haben evtl. vor im Oktober für 4 Wochen die Philippinen zu besuchen. Deshalb haben wir auch ein paar Fragen und hoffen, daß Sie uns weiterhelfen können . Wir haben vor folgende Tour zu machen : Manila - Banaue (Reisterassen und Hundred Islands) - Boracay - Camaguin - Mati (Dahican Beach) -Bohol (Chocolate Hills + Beach) - Manila (Reihenfolge vielleicht auch anders?). Auf Bohol und Boracay möchten wir gerne in folgenden Hotels wohnen: Titay South Beach Resort (Boracay), Bohol Beach Club, sonst möchten wir gerne in einfachen, günstigen Unterkünften wohnen. Ist es sinnvoll die beiden Hotels von Deutschland aus zu buchen oder direkt auf den Philippinen? Was ist günstiger bzw. haben wir überhaupt im Oktober eine Chance dort ein DZ zu bekommen? Haben Sie sonst Tips für günstige Unterkünfte für die anderen Zielorte (außer Camaguin, denn darüber haben Sie ja schon berichtet)? Was haben Sie bei Dr. Roqui in Mati bezahlt und gab es dort DZ mit Bad oder Gemeinschaftszimmer? Wir haben einen Reiseführer, in welchem auch kleinere Flughäfen eingezeichnet sind, z.B. bei Mati. Ist es also nicht möglich bis dorthin zu fliegen, um an den Traumstrand Dahican zu kommen? Wir haben wenig Ahnung von den Preisen auf den Philippinen, deshalb würden wir gerne wissen, was Sie meinen, wieviel Geld (ohne Flug von Deutschland nach Manila) wir für die 4 Wochen für Unterkunft, Essen + Trinken und Transfers so ungefähr bei einfachen bis mittleren Ansprüchen (Zimmer kann wirklich total einfach sein, wir brauchen nur ein Bett zum Schlafen, allerdings sollte es kein Gemeinschaftszimmer und auch kein Gemeinschaftsbad sein!) brauchen? Wir haben von einem Flugpaket gehört, das 8 Flugcoupons enthält und 198 $ kostet. Solch ein Flugpaket mit vielleicht 6 Flügen ist für die Tour sicherlich sinnvoll, weil es sonst wesentlich teurer wird einzelne Flüge zu buchen und die Schiffsfahrten einfach zu lange dauern für nur 4 Wochen, die wir uns auf den Philippinen aufhalten wollen. Ist es sinnvoll die Flüge von Deutschland aus schon zu buchen, da wir erfahren haben, daß die Flüge innerhalb der Philippinen immer ziemlich ausgebucht sind oder ist dies im Oktober weniger der Fall? Die Flüge im voraus zu buchen, finden wir allerdings nicht so toll, da man dann an Termine gebunden ist und somit nicht ein paar Tage an einem Ort verlängern bzw. verkürzen kann (bzw. nur gegen Gebühr!)? Welche Impfungen brauchen wir für die Philippinen und was kosten diese? So, jetzt glauben wir, wir haben alles gefragt und hoffen, daß wir Sie nicht zu sehr damit genervt haben. Wir bedanken uns schon im voraus recht herzlich und warten schon gespannt auf Antwort von Ihnen. Wir hoffen, daß Sie uns viele unserer Fragen, vielleicht auch alle beantworten können.

Vielen Dank!!!

Mark und Tanja

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Antworten zum eMail von Tanja und Mark

Hallo Tanja, hallo Mark,

vielen Dank für Euer langes eMail. Über so positiven Kommentar freut man sich immer. Ich bin gerne bereit Eure Fragen zu beantworten.

Eine Reise auf die Philippinen kann ich Euch sehr empfehlen. Allerdings will einiges gut geplant sein, anderes dagegen wie Hotels braucht überhaupt nicht geplant zu werden (dazu später mehr).

Zur Info: 200 P ca. 10 DM, 100 P ca. 5 DM usw. Aktueller Kurs ca. 1 DM = 21 P. (Stand Mai 1999)

Generell keine DM mitnehmen nur US-Dollar am besten in Travellar Schecks. Es empfiehlt sich American Express Travellar Scheckes mitzunehmen (keine anderen!) und zusätzlich eine Kreditkarte entweder Amexo oder Visa/Master, als Sicherheit. Es kann fast überall in den größeren Städten und Touristenzentren mit Karte bezahlt werden. Zum Geldtauschen, am MNL-Airport gibt es einen guten Kurs. (Nur etwas Handgeld in Cash mitnehmen).

Welchen Reiseführer habt Ihr? Die besten Infos über das Land in gedruckter Form findet man im Philippinen Reise-Handbuch von Jens Peters (ISBN 3-923821-16-6). Es gibt wirklich nichts besseres! Ohne den würde ich keinen Schritt auf den Philippinen machen!

Wieviel Geld braucht Ihr? Na ja das ist schwierig, das hängt von Euch ab. Aber man kann ungefähr rechnen für zwei Personen so 1500 P – 2000 P pro Tag das sind ca. 2500 DM für vier Wochen. Damit kommt man schon ganz gut aus und kann in Mittelklasse-Hotels wohnen außerhalb Manilas so ca. 500 – 750 P. Ich würde mal so zwischen 1400 und 1600 Dollar mitnehmen in 100 Dollar-Schecks (nicht kleiner). Die kann man auch bequem hier zurücktauschen. Dann würde ich dort größere Sachen mit Karte bezahlen, oder wenn Ihr Euch was kaufen wollt, oder evtl. einen längeren Hotelaufenthalt. In Manila würde ich wenn möglich nicht lange bleiben, sehr teuer, kaum Hotels unter 1500 P für ein DZ. Vor Rückreise würde ich aber noch kräftig einkaufen T-Shirts und Jeans (sooo billig). Letztes Mal habe ich mir 12 T-Shirts und 4 Jeans-Hosen mitgebracht. Auch Kontaktlinsen sind sehr preisgünstig. Es gibt die gleichen Modelle wie hier. Sie kosten pro Paar so ca. 60 DM im Vergleich zu hier 350-500 DM. Ich würde entweder im MegaMall oder in Makati im Ayala Center einkaufen gehen.

Als erstes solltet Ihr wissen, daß die Flugcoupons also 4, 6 oder 8 Coupons nur erhältlich sind wenn Ihr Euren internationalen Flug mit Philippine Airlines bucht. Zu empfehlen sind sie allemal, weil ein einziger Flug z.B. von Manila nach Davao schon fast so viel kostet wie 6 Coupons. Im Oktober sollten internationale Flüge für ca. 1.200,00 bis 1.300,00 DM pro Person möglich sein (FRA-MNL-FRA). Im Mai haben wir nur 1.099,00 DM mit Philippine Airlines bezahlt. Übrigens hat PAL neue Airbusse und ihren Service hat sie auch stark verbessert. Das nächste ist das es meist keine Direktflüge von jedem Ort zum anderen gibt. Hier gibt es eine Drehscheibe Cebu. Die meisten Flüge gehen über Cebu bzw. von Cebu überall hin. Deswegen müßt ihr gut planen wo Ihr überall hin wollt und die Flüge kontrollieren ob es sie gibt. Eine sehr gute Flugplanungshilfe ist die Homepage über alle Inlandsflüge von Philippine Airlines. Es sind nicht immer alle Flüge auf dem neuesten Stand, weil PAL ständig Flüge ändert. Aber mit herausgesuchten Flügen zum Reisebüro zu gehen hilft immens. Zu finden ist die Homepage auf meiner Link-Seite. Man kann auch 9 oder 10 Flüge nehmen und 1-2 Flüge, die billigsten so dazu bezahlen. Buchen muß man alle diese Flüge mit Tag und Zeit, - aber man kann vor Ort alle Flüge umbuchen. D.h. in der Zeit und dem Tag ohne jegliche Kosten und Probleme in allen Philippine Airlines Büros. Es ist sogar möglich Flugziele umzubuchen. Hier wird dann der Flugpreis der einzelnen Ziele mit den neuen Zielen verglichen und man zahlt nur die Differenz, zurück bekommt man natürlich nichts. Möglich ist alles in den Philippinen. Man sollte nicht alle Anschluß-Flüge zu knapp buchen, da Verspätungen durch Unwetter oder andere Gründe des öfteren vorkommen. Manchmal werden Flüge auch ganz gestrichen. Also sich immer gut informieren und alle Flüge rückbestätigen lassen. Das gilt auch für die Internationalen Flüge. Flüge sind im Oktober immer zu bekommen. Man kann ja wie gesagt jederzeit umbuchen. Z.B. hatte wir einen Flug MNL nach Cebu um 8.00 Uhr weil wir aber schon um kurz vor 6 da waren haben wir einfach den 5.50 Uhr Flug genommen bzw. bekommen. Das machen die dort immer so. Auch bei anderen weniger häufig beflogenen Strecken gibt es in der Regel meist bis kurz vor dem Flug noch Plätze. (Anmerkung des Autors: Coupons sind seit dem Fast Konkurs von PAL nicht mehr erhältlich, da PAL Europa nicht mehr anfliegt. Stand Mai 1999)

Zu Euren Zielen: Von Manila nach Nord-Luzon würde ich einen Hin- und Rück-Flug nach Baguio buchen dann mit einem Bus zu den Reisterassen und von dort zurück und ebenfalls mit einem Bus weiter zu den Hunderd Islands. Bzw. so weit es geht mit dem Bus und dann weiter mit Jeepneys. Und von Baguio zurück nach Manila. Von Manila nach Boracay bzw. nach Kalibo auf Panay, von dort gibt es einen bequemen Shuttle Service für 150 P. Von Boracay weiter nach Cebu mit Zwischenlandung Iloilo (direkt gibt es nicht). In Cebu würde ich auf jeden Fall ein paar Tage bleiben. (Haben Ihr schon mal auf meiner Homepage auf den Jeepney geklickt? Tut es mal!) Dann würde ich da hin gehen (na schaut halt mal hinter dem Jeepney nach). Von Cebu nach Cagayan de Oro und Camiguin und von Cagayan nach Davao und von dort nach Mati. Von Davao nach Bohol evtl wieder über Cebu und von Bohol nach Manila zurück. (Ich habe acht Flüge gezählt ? das würde ja passen)

Bleibt nicht zu lange an einem Ort, bei vier Wochen muß das schon gut durchgeplant werden. Z.B. in Boracay höchstens 5-6 Tage, in Camiguin vielleicht nur 3-4 Tage, an anderen Orten eher auch nur 3-4 Tage oder auch kürzer.

Mati ist meiner Meinung nach nicht mit dem Flugzeug zu erreichen es kann sein das mal ein Flughafen vorgesehen war oder auch gebaut wurde aber wegen mangelnder Nachfrage wurden die Flüge wieder eingestellt wie auf Camiguin). Es fahren aber stündlich Busse. Es dauert nur etwa drei Stunden. Evtl. fliegt eine andere Fluggesellschaft von Davao nach Mati, das sollte man mal abklären – mit Sicherheit viel Fragerei!) Vom Busbahnhof mit einem Tricycle (das ist ein Motorrad mit Beiwagen für bis zu sieben Leute – ich habe schon mal 15 gezählt!) weiter in die Ortschaft Mati bzw. zu Dr. Roqui evtl. weiß einer der Leute auch eine andere Unterkunft. Dr. Roqui hat das letzte Mal zwischen 500 – 600 Pesos genommen. Was für die sehr einfachen Zimmer (DZ und EZ) mit AC (AC-Aircon – Klimaanlage) ein bißchen teuer war. Ein Bad war auf dem Gang. Aber für drei Tage geht es, länger braucht man nicht dort zu bleiben. Aber diesen Strand zu besuchen lohnt es sich allemal. Vor allem weil es dort ruhig ist und keine Touristen gibt. Es gibt auch ein paar Bars mit Lifemusik in der Nacht.

Generell würde ich keine Hotels von hier buchen. Es gibt dort zahlreiche für jeden Geldbeutel von 100 P bis .... Na ja für ca. 500 bis 750 P bekommt man außer in Manila sehr gute Zimmer mit Bad und AC. Man läßt sich immer das Zimmer zeigen und prüft die Duschen und den Wasserhahn, die funktionieren nämlich öfters nicht. Das ist so üblich. Also Hotels gibt es ohne Ende und das Buchen ist absolut unnötig. Ihr müßt wissen die Philippinen sind das Land der wenigen Toiletten (WC genannt CR-Comfort Room) mit Komfort – bequem hat das aber nichts zu tun. Meist sind die Toiletten in so einem erbärmlichen Zustand das einem schlecht werden kann. Deswegen besser wenn möglich im Hotel gehen, wenn nicht möglich auf jeden Fall eine Rolle Toilettenpapier dabei haben, das gibt es 100 % nicht.

Hotels ohne Ende gibt es erst recht auf Boracay dort kann man im Oktober meist für ein Drittel oder die Hälfte des Hauptsaisonpreises wohnen. Ich würde nach der Ankunft mit dem Boot erst mal meine Sachen irgendwo deponieren. (evtl. in einem Geschäft am Anlegepunkt des Bootes) und ein bißchen Spazieren gehen. Es gibt dort so zahlreiche Resorts. Ich war immer in Angol vorbei an Melindas Garden (Deutsch) und nach 50 Metern links ein großes Resort mit ich glaube 8 Cottages. (wirklich schön dort). Es ist auf Boracay alles bequem zu Fuß zu erreichen.

Oktober ist keine Spitzenreisezeit. Die liegt von Dezember bis Januar. Allerdings finde ich kann man im Oktober gut durch die Philippinen reisen. Das ist ungefähr Ende der Regenzeit, wobei Regenzeit nicht bedeutet das es ständig regnet.

Impfungen sind für die Philippinen nicht vorgeschrieben. Empfohlen werden Impfungen gegen Malaria, Hepatitis A(verunreinigtes Essen). Große Städte in den Phil sind Malaria frei. Ich würde nur bei einem Aufenthalt auf Palawan über eine Malariaimpfung nachdenken sonst nicht. Natürlich sollte man sich mit Autan oder Off (Philippinen Moskito-Schutz besser als unser Autan) gegen diese Plagegeister schützen. Auch Hepatitis A kommt vor, ich habe mich allerdings noch nicht dagegen impfen lassen. Dagegen sollte man in jedem Fall gegen Diphterie/Tetanus-Wundstarrkrampf und Polio geimpft sein (aber das sollte man ja sowieso auch bei uns).

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Hier noch ein paar Sicherheitstips:

Bei einem Aufenthalt in Cebu, am Flughafen hoch zur Departure-Area gehen und von dort ein Taxi nehmen, in der Arrival-Area verlangen Sie unverschämt hohe Pauschalbeträge. Nur von der Departure-Area wird nach einigem Verhandeln noch mit eingeschalteten Taximeter gefahren. Einfach von der Arrival-Area über die Straße gehen und rechts am Gebäude die Treppe hoch und ein paar Meter links. Das gleiche gilt für Manila. Besser zur Straße laufen und ein vorbeifahrendes Taxi stoppen.

Vom Cebu Airport sollte in die Innenstadt von Cebu City ein Taxi so um die 80-90 P kosten. Verlangt werden meist 150 P und mehr. Für 100 P kann man ein Taxi nehmen. Taxis kosten in den Philippinen 20 P für die ersten 1,5 km dann 1 P pro 250 m. Taxis sind also vergleichsweise günstig. Die Fahrt vom Cebu-Airport in die Innenstadt dauert etwa 30-50 Minuten je nach Traffic. Allgemein immer darauf bestehen das Taximeter einzuschalten, oder das Taxi wechseln. Auf jeden Fall aber beim Handeln um einen Festpreis die Währungseinheit Pesos dazusagen, es kam schon des öfteren vor das nachher statt 100 P 100 Dollar verlangt wurden. In Manila würde ich auf jeden Fall nur mit Taxis umher fahren. Wir benutzen zwar auch Jeepneys, aber die Fahrziele und Routen sind für Touristen meist schwer zu durchschauen.

In Großstädten nicht alleine in dunkle verlassene Gassen gehen. Immer dort bleiben wo mehrere Leute sind. In Jeepneys oder Tricycle auf das Portemonnaie achten besser in die Vordertasche und nicht in die Hintertasche, Schecks und Kreditkarte getrennt aufbewahren. Nichts im Zimmer lassen, bzw. Schliessfächer benutzen oder an der Rezeption gegen Quittung abgeben.

Ich wünsche Euch einen Traumhaften Urlaub und würde mich über ein eMail welche Plätze/Inseln und Regionen besucht wurden und welche positiven und negativen Einflüsse aufgenommen wurden (Reisebericht) sehr freuen.

Euer Oliver

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Hallo Oliver!

Wir bedanken uns recht herzlich für Dein grandioses email! Es steckt voller spitzen Tips. So etwas erlebt man ja heutzutage sehr selten, daß sich jemand so viel Mühe macht, um anderen weiterzuhelfen. Also nochmals vielen vielen Dank und auf einen Reisebericht, falls wir die Philippinen bereisen (hängt vom Urlaub ab, denn bereisen wollen wir sie allemal, gerade nach den tollen Beschreibungen von Dir), kannst du 100%ig zählen.

Tanja und Mark

Übrigens der Tip hinter dem Jeepney ist spitze, da müssen wir dann unbedingt hin!

 

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Danke an Anika für den Reisebericht

Über ein Kinderheim auf den Philippinen berichtet Gertrud S. aus Gründau. Ihre Enkelin Anika S. hat die Erzählung der Großmutter in Worte gefaßt:

Da bekomme ich doch just im Jahre 1987 dieses Schreiben mit der Bitte um Spenden für ein Kinderheim in Manila. "Spenden," denke ich, "das wollen sie doch alle, und wer weiß, in wessen Tasche das dann wieder wandert. Aber von einem katholischen Pfarrer. "Ich weiß nicht, ob es nun die schönen, bunten Bilder der Kinder, ob es meine einstige Tätigkeit als Heimerzieherin oder einfach der Nachsatz mit einer Einladung nach Manila ins Kinderheim war, der mich dazu bewegte, tatsächlich einen Betrag an die genannte Adresse zu schicken. Ich hatte nicht vor, tatsächlich nach Manila zu fliegen (wo ist das überhaupt?), doch die Tatsache, daß man sich anschauen kann, für was man spendet, beruhigte mich doch sehr. Und so spendete ich jedes Jahr wieder zur gleichen Zeit für die gleiche Organisation.

Nun war mein wildes Enkelkind Oliver in seiner Reiselust im Jahre 1993 doch tatsächlich auf den Philippinen gelandet. Und wie’s der Zufall will, verliebt er sich dort in eine junge, hübsche Philippinin, die er nach mehreren Philippinenaufenthalten ehelicht und mit nach Deutschland bringt. Zwei Jahre später wird der große Besuch auf die Philippinen geplant, und die Omi muß natürlich auch mit. Da reise ich nun mit meinen 75 Jahren einmal um die halbe Welt. Wenn ich schon mal da bin, kann ich auch gleich das Kinderheim in Manila besuchen. Per Anruf meldet uns mein Enkelsohn vorher bei dem Kinderheim an, und als wir vor dem großen Tor stehen, werden wir auch gleich von einer Nonne freundlich begrüßt, die uns hineinführt. Wir laufen über ein riesiges Gelände mit wahnsinnig vielen Kindern, und die Schwester redet freudestrahlend in Englisch auf mich ein. Tja, ich find sie ja sehr nett, nur verstehen tu ich nix! Meine Schwiegerenkelin übersetzt alles.

Die Schwester bringt uns zum Verwaltungsgebäude, wo uns eine weitere Schwester erwartet. Man fragt uns, was wir sehen wollen, und als interessierte Touris wollen wir natürlich alles sehen. Ich hatte, bevor es mich nach Manila verschlug, eigentlich keine bestimmte Vorstellung von dem Kinderheim. Ich dachte, es wären vielleicht 100 bis 150 Kinder. Aber nein, in dem Kinderheim wohnen 4500 Kinder, alles Mädchen! Ich kann es kaum glauben, für die Betreuung der Kinder sind zehn Schwestern verantwortlich; weitere fünf Schwestern sind in der Verwaltung tätig. Der einzige männliche Mitarbeiter ist der obligatorische "Sheriff" vor dem Tor. Nun sollte man ja vermuten, daß es bei so vielen Kindern oft Streit gibt, aber bei meinem Weg über das Gelände sehe ich nur strahlende, winkende Kinder. Auch die Schwester beteuern, daß es zwischen den Kindern keine Streitereien gibt, und sie selbst hätten so mit den Kindern nicht die geringsten Probleme. Es sei zwar manchmal nicht einfach, sich 450 Gesichter zu merken, gibt die Schwester zu, aber wenn sie sich mal unsicher wäre, frage sie einfach: "Bist du mein Kind?"

Die Kinder stammen aus sehr schlechten Verhältnissen, viele sind Waisen, andere kommen aus sehr armen Familien mit acht oder mehr Kindern, wobei aus solchen Familien auch nur jeweils eins das Glück hat, in dem Heim leben zu können. An einem Tag im Jahr feiern alle Kinder Geburtstag, denn bei vielen ist das Geburtsdatum unbekannt. Wir haben das Glück, genau zwei Tage vor dem allgemeinen Geburtstag dort Gast zu sein, und können so bei den eifrigen Proben zusehen, die die Kinder veranstalten, um bei dem Fest etwas vorzuführen. Als mein Sohn den Fotoapparat zur Hand nimmt, um das alles festzuhalten, sind wir plötzlich von einer Kinderhorde umringt, die alle mit auf das Foto wollen. Die Kinder begleiten uns auf unserem gesamten Rundgang, und am Ende sind sie stolz, im Chor, auf Deutsch "Herzlich willkommen" sagen zu können.

Als wir das Kinderheim verlassen, will ich natürlich auch wieder eine Spende dort lassen. Doch nach dem Gesehenen kommt mit der Betrag so unendlich klein vor. Ich habe nicht das Gefühl, damit irgend etwas ausrichten zu können. Meine Schwiegerenkelin fragt die Schwester, ob der Betrag nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein wäre. "Nein", antwortet die Schwester, "ein Tropfen kommt zum anderen, und dann wird’s ein großer Teich."

 

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Reisebericht von Regina

Hallo Oliver,

ich bin wieder im Ländle und möchte Dir natürlich berichten wie es war. Nochmal vielen, vielen Dank für Deine Infos. Ohne Dich wären wir vielleicht nicht auf Cebu geblieben, um die Kawasanfälle anzuschauen. Die sind echt klasse aber in Moalboal (zuvor waren wir eine Nacht in Cebu-City) haben wir einen supertolen Start unserer Reise erwischt und uns beiden hat es sehr  gut gefallen. Eigentlich wollten wir nur 2 Tage bleiben und dann weiter aber die Stimmung und die Leute dort waren so gut, daß wir länger geblieben sind. Ich war vom Schnorcheln und den knallblauen Seesternen begeistert und mein Freund (Arnulf) ist gleich mit tauchen gegangen. Er wußte gar nicht, daß es auf den Phil. so gute Tauchmöglichkeiten gibt. Nach den ersten Tagen war uns auch sehr schnell klar, daß wir unsere Reiseroute ändern müssen, weil man doch sehr langsam vorankommt und viel Pufferzone für Flüge und Fährverbindungen einplanen muß. Boracay haben wir dann gleich gestrichen, weil wir von anderen erahren haben, daß man dort wegen der Abwässer nicht ins Wasser kann. Wir wollten dann nach Camiguin und danach nach Bohol. Hat aber nicht geklappt, weil die Fähre von Cebu City aus auf dem Trockendock war und die anderen Verbindungen nach C. wärenzu umständlich gewesen.

Nun gut, wir sind dann halt erstmal nach Bohol übergesetzt und wußten aber nicht wo wir danach hinfahren könnten. Dort haben wir uns am Alona-Beach einquartiert und mit einem Motorrad die Insel erkundet. Mein Hintern hat mir schon lange nicht mehr so weh getan wie nach dem Trip. Die Straßen sind echt heavy. Hat aber trotzdem Spaß gemacht, besonders wenn wir an Schulen vorbei gefahren sind und ein einziger Hello, hello Aufschrei durch die Massen ging. War echt witzig.

Wie das Schicksal es so wollte, haben wir unter vielen supernetten Leuten auch einen Dänen kennengelernt. Arnulf unterhält sich so mit ihm und kriegt ganz glänzende Augen; ich habe deren Gespräch nicht verfolgt. Später erzählt mir A., daß wir vielleicht doch noch ganz bequem nach Camiguin kommen. Kurzum, der Däne war ein Skipper mit einem Segelboot (hat eine Weltumsegelung geplant) und wollte in den nächsten Tagen rübersegeln. A. hat ihn gefragt ob er uns, natürlich gegen Bezahlung, mitnehmen würde. Von ihm aus schon, er mußte allerdings noch die Crew fragen. Am nächsten Abend haben wir die 5 (4 Dänen und die phil. Freundin vom Skipper) getroffen und es klappte tatsächlich. Wow, wir haben uns total gefreut zumal wir noch über eine Woche Zeit hatten und eh noch kein anderes Ziel angepeilt hatten.Die nächtliche Überfahrt war zwar heftig und ich dachte ich kann meine Pritsche nie mehr verlassen aber es ging dann doch. Wir sind dann noch eine
weitere Nacht auf dem Schiff geblieben und dann im Süden der Insel an Land gegangen.

In Agoho haben wir uns eingemietet und von dort aus, auch wieder mit Motorrad die Insel erkundet. Die Vegetation ist echt traumhaft und auch alle anderen cold- und hotsprings haben wir genossen. Der Rückreisetrip war ganz schön anstrengend. Da wir so viele Transportschritte hatten, haben wir die erste Fast-Ferry ( gibts seit ein paar Wochen) von Benoni nach Cagayan de Oro genommen. Von dort aus den letztmöchlichen Flug nach Manila 14.25, um schließlich um 22.30 aus Manila
rauszufliegen. Deshalb hätten wir Camiguin auch lieber in die Mitte unseres Urlaubes gepackt aber es hat alles gut geklappt und wir konnten in Cagayan  sogar noch ein wenig einkaufen.

Von PAL können wir auch nur das Allerbeste berichten, toller Service auch  Nachts, was nicht selbstverständlich ist.

Jedenfalls war es ein toller Urlaub (3 Wochen war zwar etwas kurz, aber machbar) und wir sind zufrieden und glücklich wieder hier und z.Zt. kann noch nicht mal das miese Wetter hier meine Laune trüben.

Viele Grüße von Regina

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Reisebericht von Norbert

Traumland Philippinen

(1988 lernte der Verfasser seine philippinische Frau in Deutschland kennen und reiste 1990 zum ersten mal mit ihr auf die Philippinen)

Kälte, Nässe, Stress und alle Alltagssorgen waren schon in weite Ferne gerückt. Soeben wurde der Anflug auf Manila gemeldet. Durch Wolkenfetzen hindurch sah man bereits abwechselnd blaues Wasser und grüne Inselchen. Kurz darauf gesellte sich der Moloch Manila mit seinem Häusermeer und dem nie endenden Verkehr hinzu.

Die Räume unseres Hotels waren angenehm kühl und wie der Zufall so spielte, lag gegenüber das Lokal "Shakey`s Pizzeria." Ein Lokal, das sich einen festen Platz in unserem Herzen eroberte. Vier Life-Bands, ein ausgezeichnetes Essen, Faßbier und eine elektrische Rückenmassage auf der Stehtoilette, waren nur ein Teil der empfangenen Annehmlichkeiten. Die Musik war von solch erlesener Qualität, daß man nicht merkte, daß es bereits früh morgens war.

Um 08.00 Uhr ging es dann weiter zu unserem Inlandsflug. Nach einer knappen Stunde verhieß der Landeanflug paradiesisches. Wir flogen über den Wolken auf einen Berg zu, aus dem sich leichter Rauch kräuselte. Es war die Spitze des majestätischen "Mt.. Mayon," dessen Ausläufer unter den Wolken verschwanden. Nach der Landung wurden wir von einer angenehmen Brise empfangen. Legaspi City, die Hauptstadt von Albay war erreicht.

Um die 80-km-Distanz zum Dorf meiner Schwiegermutter zu überwinden, einigten wir uns mit 2 Taxifahrern auf den Fahrpreis. Der jüngere der beiden war der Fahrer, der ältere sein Chef. Meine Frau konnte sich mit dem "Chef" unterhalten und gab dessen Drängen nach einer kleinen Anzahlung nach. Es sollte nicht hat lange dauern, da erfuhren wir den Grund dieses Ansinnens. Nach ca. 1 km Fahrt gab unser Gefährt, eine ca. 25 Jahre alte amerikanisch Limusine, stotternd den Geist auf. Der Sprit war ausgegangen. Aber im Lande der Improvisation war auch dies kein Problem. Das erst beste Tricycle, ein Moped mit Seitenwagen wurde angehalten. Über ein Schläuchen wurde in eine mitgeführte Blechdose etwas Benzin abgezapft und schwungvoll in den Autotank verbracht. Nach einem kurzen herzlichen Dankeschön an den Mopedfahrer erreichten wir die nächste Tankstelle.

Über eine gute, gewundene Straße erklommen wir die Bergwelt Albay`s und fuhren unserem Ziel zügig entgegen. In der letzten größeren Ortschaft vor unserer "Dschungelresidenz" legten wir noch einen Stop ein. Eine große Anzahl von Ladengeschäften boten uns ihre Waren feil. Die beiden Taxiunternehmer labten sich zwischenzeitlich an einer kühlen Cola und an einem süßen Reisriegel, zu welchem sie mich ebenfalls einluden. Die Kosten bestritten sie noch von unserem Vorschuß. Unterdessen füllte meine Frau den Kofferraum mit Getränken und Lebensmitteln so,daß sich der Deckel gerade noch schließen ließ.

Die anschließende Fahrt führte durch herrlichste Landschaften. Abwechslungsweise ein Meer von Palmen, Reisfeldern und einzelnen Flüssen und Seen. Als die Zementstraße endete, meldeten die Stoßdämpfer unserer Limousine, daß nun nach einer anderen Reisemöglichkeit gesucht werden mußte. In einer kleinen Ansiedlung von ca. 10 Häusern, eingebettet in ein Palmenmeer, entluden wir den Kofferraum und stellten alles an den Rand einer unbefestigten Straße. Unter Winken wendeten unsere beiden Chauffeure und verabschiedeten sich mit einer weiteren Anzahlung für die Rückfahrt und dem Versprechen, in einer Woche pünktlich wieder zur Stelle zu sein.

Alle unsere Habseligkeiten standen nun am Wegrand und ich mußte mehrmals meine Frau fragen, wie es nun weitergehen soll. "Zu Fuß" war die resolute Antwort, die mehr nach einem Befehl klang und keinen Widerspruch erlaubte. Wehmütig machte ich mich also auf den Weg und sah mich noch mehrmals nach unserem Gepäck um. So ganz gelang es meiner Frau nicht, mich davon zu überzeugen, daß schon irgendwer die Sachen nachbringen würde. So ging es bergauf und bergab in gemütlicher, jedoch schweißtreibender Gangart.

Unterwegs stieß meine bessere Hälfte plötzlich einen Pfiff aus. Nachdem sie meinen verdutzten Blick wahrgenommen hatte, erklärte sie mir völlig sachlich, daß sie damit für etwas kühlenden Wind sorgen könne. Ihr Vater hätte dies früher auch so getan. Sie werden es nicht glauben, aber in mein geringschätziges Lächeln wehte unmittelbar eine leichte Brise. Voller Hochachtung vor unerklärlichen Phänomenen ging ich gedankenversunken weiter.

Nach geschätzten 5 Kilometern waren dann endlich Stimmen und Hundegebell zu vernehmen. Noch nie in meinem Leben war die Sehnsucht nach einem Stuhl und einem kühlen Getränk so ausgeprägt, wie in dieser Stunde. Ich wurde reichlich entlohnt. Auf der Terrasse des Hauses meiner Schwiegermutter bekam ich die versprochene kühle Cocosmilch, die meine Lebensgeister wiedererweckten. Dabei war ich von gut 30 Kindern umringt, die so einen schwitzenden, dürstenden "Weißen" zum ersten mal sahen. Sie lachten und brachten mir ihre offene und ehrliche Zuneigung entgegen.

Wer einmal in seinem Leben ein unsagbares Glücksgefühl erleben möchte, muß in diese Gesichter geblickt haben. Sie strahlten eine Wärme aus, die das Strahlen der Sonne bei weitem übertrafen und die Seele übervoll werden ließen. 

In der Folgezeit stellte sich heraus, daß die Erwachsenen genau das gleiche Gemüt besaßen. Zu unserer allabendlichen Terrassenfete kam immer der Bürgermeister mit abwechselnden Abordnungen. Mit englischen Grundkenntnissen ausgestattet, unterhielten wir uns über die große Weltpolitik und wo es wohl schöner sei, in Deutschland oder hier. In den Morgenstunden trennten wir uns jeweils nur ungern von Gitarrenmusik und Gesang.

Nach einer Woche war dann die Zeit der Harmonie und einer unglaublichen Gastfreundschaft zu Ende. Unsere beiden "Taxiunternehmer" warteten schon auf uns.

Zwei Tage später fand ich im kalten Frankfurt dann die Antwort auf die Frage meiner Gastgeber. Vielmehr noch, ich hatte mein Herz in diesem Land und bei diesen Menschen zurückgelassen. Ich war mir sicher, daß ich sie so oft wie möglich besuchen werde. Vielleicht einmal für immer.

PS.: Übrigens, unser Gepäck traf eine ½ Stunde nach uns vollständig in "meinem" Dorf ein.

Epilog:
Inzwischen sind 8 Jahre vergangen. Meine Besuchsversprechen habe ich eingehalten. Von Jahr zu Jahr lernte ich dabei immer mehr Deutsche kennen, die sich zwischenzeitlich im Raum Legaspi City eine neue Heimat geschaffen haben.

Dies veranlaßte mich, zusammen mit einem kompetenten Unternehmen, dafür zu sorgen, daß Interessenten, die die gleiche Absicht haben, bei ihrem Vorhaben zubegleiten.

Auf einem wunderschönen Grundstück entstehen für europäische Kunden Bungalows und Häuser mit kompletter Infrastruktur. Nähere Informationen können Sie über die Homepage: allconsult.gmbh.de erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Schmidt

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Amüsante Erzählung einer Hochzeit

Meine Frau Joyce stammt von Cebu, genauer gesagt von Talamban, ca. 20 km nördlich von Cebu City. Sie ist jetzt seit 1995 in Deutschland. Als ich 1993 zum ersten Mal auf die Philippinen kam kannte ich Joyce noch nicht. Ich traf dort eine Brieffreundin, die zwar denselben Familiennamen trägt (Bontuyan) und aus dem selben Dorf stammte (Candarong), die aber mit Joyce nicht verwandt ist. Carmela, so ihr Name, lebte bereits vier Jahre in Singapur und hatte mich eingeladen. Da ich in diesem Jahr wegen der Kampfkünste eine Reise auf die Philippinen geplant hatte, paßte der Zeitpunkt gut. Nachdem ich mich ein wenig über Land und Leute informiert hatte, schrieb ich ihr sicherheitshalber, daß ich als Freund komme und nicht als zukünftiger Ehemann. Es nutzte nichts. Carmela stellte mich überall als ihren Verlobten vor. In Cebuano natürlich, was ich damals überhaupt nicht verstand. Erst, als mich jemand in Englisch fragte, wann denn die Feierlichkeiten wären, wurde ich wach. Zu meinem Unglück hatte sie sich mit mir, aus Platzgründen, bei ihrer besten Freundin einquartiert - und die war/ist Joyces älteste Schwester. Das unvermeidliche passierte. Nach gut einer Woche lernte ich bei einer Fiesta in Talamban Joyce kennen. Irgendwie hat es mächtig gefunkt, obwohl Joyce zu dieser Zeit keineswegs zu heiraten vorhatte, noch einen Freund wollte - und schon gar keinen Nichtfilipino. Wie auch immer. Ich gestand Carmela meine Gefühle für Joyce und das Drama nahm seinen Lauf. Denn jetzt fühlte sich deren Familie, die mich ja für den Verlobten hielt, zutiefst beleidigt. (Noch heute gilt Joyce in ihrem Heimatdorf als die Frau, die Carmela den Mann weggenommen hat!) Doch ich flog kurz darauf zunächst nach Deutschland zurück und bekam anfänglich nichts davon mit. Wir schrieben uns und ich versprach im Folgejahr wiederzukommen.

Auf meinem Weg nach Japan unternahm ich einen zehntägigen Overstop in Cebu. Wir verbrachten viel Zeit miteinander und langsam wurde uns bewußt, den Partner gefunden zu haben. Das innerhalb der Familie bereits ein Kleinkrieg ausgebrochen war wußte ich nicht. Joyces Schwester Mary hatte sich auf die Seite von Carmela gestellt und tat so ziemlich alles um Joyce das Leben schwer zu machen. Wala problema auf den Philippinen. Nach einigen Monaten kam ich zurück. Ich hatte meinen Job in Japan aufgegeben und zunächst ein Hotel in Lapu-Lapu City bezogen, bis ich vier Tage später ein geeignetes Haus gefunden hatte. Nun erst erzählte mir Joyce, daß mich die "anderen" Bontuyans suchten, um mir die Luftzufuhr durchzuschneiden. Toll, dachte ich, man gönnt sich ja sonst nichts. Joyce beschloß bei mir zu wohnen – obwohl noch unverheiratet und obwohl wir (ihrem Wunsch entsprechen) enthaltsam lebten - was weder ihre Familie, noch die Nachbarschaft, noch die Arbeitskollegen wußten und auch nicht geglaubt hätten. Für sie war es ein seelischer Höllentrip, der mich unaufgefordert veranlaßte, unseren Papierkram schneller zu erledigen.

Ich hatte 1994 einen Job bei Japanese Creative Development erhalten und zunächst in Tokio gearbeitet. Die Firma war damals im Auftrag von Tesuka-Productions tätig (ist so etwas wie Walt Disney in Japan) und ich verdiente derart viel Geld, daß ich meine Idee, ein Haus auf Cebu zu bauen und meine freiberuflichen Ambitionen zu verwirklichen, Anfang 1995 hätte umsetzen können. Ende August flog ich dann nach Cebu, um mit Joyce unsere Dokumente für die Hochzeit zusammenzustellen. Ich mietete ein Haus nahe Lapu-Lapu City, wollte jedoch im Oktober zunächst nach Tokio zurück, um meinen Job zu vollenden. Sicher sind Dir die langen Wege für Eheschließungen bekannt. Mit u.a. ihrer Geburtsurkunde, einem Affidavit und der Tax-Community Card mußte ich nach Manila zum National Statistic Office. Dort war vorgesehen, einige Tage bei meinem Freund Thomas unterzukommen, der in Ermita ein Apartment hatte. Dann passierte es. Während Thomas und ich unser Abendessen zu uns nahmen, brannte in der Soldado Street (24. September 1994) der gesamte Häuserblock aus. Richtig getippt! Meine Papiere, Kleidung und Bargeld waren noch darin, bis auf Joyces Papiere - die wir im November in Manila erledigten - war für mich nichts drin. Damit war das Thema Philippinien vorerst beendet. Ich konnte zwar noch einige Monate bleiben, da ich zuvor in Cebu ein Konto eingerichtet hatte, dennoch aber mußte ich auf kurz oder lang zurück, da auch persönliche Papiere verbrannt sind, die in der Botschaft nicht ersetzt werden konnten. Ich mußte nach Deutschland zurück uns alles von vorne anfassen.

Kennst Du das: Affidavit vom Anwalt, beurkundet vom Court of 1st Instance, beurkundet vom Büro des Präsidenten Malacanang, beurkundet vom Department of Foreign Affair, übersetzt und nochmals beurkundet von der Deutschen Botschaft? Das gleiche von der Geburtsurkunde, wo sich noch stundenlanges Anstehen im National Statistic Office anschließt usw. Das war der November. Derweil war der Haß der beiden Familien soweit fortgeschritten, daß sich ein Bruder Joyces eine 38er besorgt hatte, um den anderen Clan auszulöschen. Ihr Vater und mein heutiger Schwager José (der Mann ihrer Schwester Mercy) schlichteten die Situation zwar, aber es wurde Zeit. Ich kehrte nach Deutschland zurück und machte das Unmögliche möglich: innnerhalb von acht Wochen arbeitete ich am Bau (für eine Heizungsbaufirma) und verdiente genügend Geld, um zwei Flugtickets bezahlen zu können, fand eine kleine Wohnung und erhielt alle wichtigen und nötigen Dokumente und Informationen, die zur Eheschließung erforderlich waren. Am 1. Februar landete ich wieder in Manila, wo ich Joyce einen Tag später vom Hafen abholte. Dann der nächste Schreck. Sie teilte mir mit, daß wir in Cebu City in jedem Fall ein Eheseminar vor der Trauung zu absolvieren hätten. Ich war es leid! Und sie auch. Wir marschierten zur City Hall von Manila, besorgten uns einen Termin für den Folgetag. Der war um 11.00 Uhr, doch um 08.00 Uhr mußte ich noch nach Makati, um von der Botschaft die beglaubigte Übersetzung des Ehefähigkeitszeugnisses abzuholen. Wer nicht kam, war der bestellte Taxifahrer. Zufällig hielt ein anderes Taxi und das Gesicht darin kam mir bekannt vor. Es war Mani, ein Bekannter von früheren Manila Aufenthalten. Keine Trauzeugen? Wala problema. Auf dem Weg nach Makati Overstop bei seiner Frau, die sich in Schale zu werfen hatte, dann noch ein Frühstück bei McDonalds. Wir hatten gerade das Baseballsadion passiert, als es zu regnen begann. Klar, daß Manis Scheibenwischer nicht funktionierten. Bis zum Paseo de Roxas fuhr er mit dem Oberkörper aus dem Seitenfenster gebeugt und mit der linken Hand den Regen wegwischend. Um 12.00 Uhr war es vollbracht. Weitere Einzelheiten möchte ich später erzählen, denn es war zwar keine große Hochzeitsfeier, dafür wars dann allerdings sehr lustig. Und nun zu meinem Trick: da ich wußte, das Joyce nach der Bestätigung der Eheschließung durch die Deutsche Botschaft noch etwa sechs Monate auf ihr Visum hätte warten müssen, hatte ich ein sogenanntes Verlobtenvisum beantragt. Nun war alles eine Frage des Timings, da ich diesmal ja nur drei Wochen bleiben konnte. Ich rief also meine Eltern an. Die wiederum das Ausländeramt verständigten, bei denen ich meine Dokumente zwei Wochen vor Abreise bereits vorgelegt hatte. Das Ausländeramt sandte der Botschaft daraufhin ein Fax, daß gegen ein Verlobtenvisum keine Einwände beständen. Gut zwei Wochen später erhielten wir (jetzt wieder in Cebu) das ok. Alles in allem (die Zeit in Deutschland eingerechnet) brauchten wir also nur vier Wochen auf das Visum zu warten. Darin der Vermerk, das die Ehe innerhalb von drei Wochen zu schließen sei. Das taten wir dann am 16. März 1995 vor dem Standesamt in meiner Heimatstadt Hohenlimburg. ... Womit wir zwei Hochzeitstage haben. Aber es ist und bleibt lächerlich. Bei einer bestätigten, rechtmäßigen Eheschließung hätten wir sechs Monaten warten müssen, während das Vorhaben zu heiraten mit vier Wochen Wartezeit belohnt wird!

Mit lieben Grüßen
Michael

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Ein eMail von Vicky und Peter mit Fragen
sowie die Antworten von mir

Hallo Oliver,

mit viel Interesse haben wir Deine hilfreichen Antworten zum E-Mail von Tanja und Mark gelesen. Da wir in vier Wochen zum ersten Mal auf die Philippinen fliegen, wäre es schön, wenn Du uns auch Antworten auf einige Fragen geben könntest.

1) Zum einen sind wir insgesamt 22 Tage im Land, also einen Tag länger, als man ohne Visum bleiben darf. Was tun, Visum für 59 Tage beantragen oder vor Ort verlängern? Gibt es da keine Schwierigkeiten bei der Ausreise?

2) Nach einer Woche Nord-Lzon (Sagada, Banaue & Co.) fliegen wir nach Puerto Princesa, um zwei Wochen lang den Norden Palawans zu bereisen. Laut unseres Lonely Planet gibt es außer in der Hauptstadt keine weitere Chance, Geld oder Travellers Schecks zu tauschen. Stimmt das? Wenn das so wäre, müßten wir wohl einen Rucksack voller kleiner Scheine mitnehmen, denn wir denken, daß bei größeren Scheinen wohl ein kleines Restaurant o.ä. nicht tauschen kann. Und dann kommt natürlich das Problem, wohin mit dem Geld? Insbesondere, wenn wir im Wasser sind oder per Boot einen Ausflug machen.

3) Solltest Du Palawan bereits bereist haben, kannst Du uns dann sagen, ob man - in mehreren Etappen - per Boot von Sabang über Port Barton bis nach El Nido fahren kann? Muß man da ein eigenes Boot chartern oder gibt es dort regelmäßige Verbindungen per Auslegerboot? Weiterhin wäre eine Angabe über die Unterkunfts- und Nebenkosten noch hilfreich. Wir sind jetzt auch schon einige Jahre in Asien per Rucksack unterwegs und unsere Ansprüche an Unterkünfte sind demnach nicht mehr sonderlich groß. Sollte noch ein Geheimtip dabei sein - nur rüber damit.

Schon jetzt herzlichen Dank für Deine Mühe

§.-) Peter & Vicky

Hallo Vicky, hallo Peter,

vielen Dank für Euer eMail.
Zu Punkt 1. Auf jeden Fall noch hier in Deutschland ein Visa beantragen. Es gibt sonst nur Ärger. Es geht zwar auch auf den Philippinen, ist dort aber mit jeder Menge Zeit und Lauferei verbunden, und bei 22 Tagen sollte man dafür einfach keine zusätzliche Zeit aufwenden. Ist halt Pech mit dem einen Tag. Infos gibt es z.B. im Philippinischen Generalkonsulat in Frankfurt, in der Dreyeichstraße. Es geht meist recht flott innerhalb ein paar Tage.

Zu Punkt 2. Leider war ich noch nicht auf Palawan, es ist echt jetzt schon mehrere Male etwas dazwischengekommen, wie Taifune, keine Flugzeuge für etliche Tage, Stürme und andere widrige Umstände. Auf Palawan gibt es aber in der Tat außer in Puerto Princessa keine weiteren Möglichkeiten Travellars zu tauschen. Das Problem mit dem Geld ist natürlich vorhanden. Man sollte aber nicht zu übervorsichtig sein. Mir ist bis jetzt noch nie etwas passiert. Wenn man die Sicherheitstips des Lonely Planet, oder die deutsche Ausgabe des Philippinen Reisehandbuchs von Jens Peters (meist ein bißchen aktueller als die englische Ausgabe für den Lonely Planet) beachtet kann eigentlich kaum was schief gehen. D.h. Geldschließfächer erfragen, Quittungen dafür geben lassen etc. Mit Geld-Scheinen zu 100 Pesos auf jeden Fall gut eindecken. Die 500er lassen sich oft schlecht wechseln. Tatsache ist, daß ja ständig mit kleinen Scheinen, also 100er und kleiner bezahlt wird, also müßten 500er gut zu wechseln sein, aber weiß der Kuckuck, Philippinos haben nie Change. Wenn man das Geld im Hotel läßt und es ganz gut versteckt, sowie das Hotel gut abschließt u.U. mit einem zusätzlichen Vorhängeschloß, dürfte es auch da keine Probleme geben. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall eine zusätzliche Visa/Mastercard oder American Express Card, wobei erstere besser und häufiger sind. Mit diesen kann man dann größere Beträge wie Hotels etc. bezahlen. Und zur Sicherheit, falls doch Geld wegkommt. Eine andere Möglichkeit ist z.B. ein Bankkonto. Seit einigen Jahren habe ich ein Konto bei der Metrobank, das ist eine der bekanntesten und weitverbreitesten Banken auf den Philippinen. Man überweist von hier Geld im Voraus (min. 3 Wochen) oder man zahlt es einfach dort ein und kann dann an jeder Bank kleinere Beträge abheben, natürlich per Geldautomat mit persönlicher Geheimzahl.

Zu 3. Wie gesagt ich war noch nicht auf Palawan, aber dies läßt sich ohne große Probleme und relativ schnell vor Ort erfragen und auch managen. Da sich Abfahrtszeiten und Bootsrouten ständig ändern, ganz wegfallen oder neue dazukommen dürfte dies auch recht schwierig sein. Auch der Jens Peters Reiseführer ist mit Erscheinung schon total veraltet und müßte überarbeitet werden, trotzdem gibt es meiner Meinung nach keine bessere Reiseplanungshilfe für die Philippinen. Zu den Nebenkosten: In den letzten zwei Jahren sind die Kosten auf den Philippinen explodiert, was sich vor allem in der Abzockerei der Touristen niederschlägt. Trotzdem dürfte es in den letzten Monaten wieder besser geworden sein, denn noch vor einem dreiviertel Jahr war die Mark etwa 14-15 Pesos wert. Heute sind es etwa 20-22 Pesos. Das heißt es dürfte etwas billiger geworden sein, trotz steigender Kosten. Und wegen dem absolut vielfältigem Angebot an Hotels und Pensionen sind diese Preise in den letzten Jahren außer in Manila weitgehend stabil geblieben. Man kann so mit etwa 300-600 Pesos für ein Doppelzimmer rechnen. Wobei es auch günstiger und einfacher und natürlich auch teurer und komfortabler geht. Das Essen ist auch immer noch recht preiswert. Die Nebenkosten richten sich stark nach den Wünschen und Neigungen, d.h. ob Ihr z.B. Wassersport (Tauchen, Schnorcheln, Surfen etc.) macht oder Euch evtl. mit jeder Menge T-Shirts und Jeans eindeckt (was ich immer mache) oder ob Ihr nichts von alledem macht. Also ich denke mit ca. 500 P pro Person und Tag ohne Wassersport, Hotel, Bootsfahrten und Flügen müßte man hinkommen.

Ich hoffe, daß meine Antworten Euch ein bißchen helfen konnten und wünsche Euch einen schönen und erlebnisreichen Urlaub. Über einen schönen Reisebericht würde ich mich sehr freuen.

Es grüßt Euch
Oliver

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Reisebericht von Markus

Hallo Oliver,

jetzt möchte ich wieder eine von Deinen Fragen beantworten. Sollte das eine oder andere Detail nicht ausführlich genug sein, dann frag doch einfach nach. O.K.?

> Wie waren die Zeremonien auf den Philippinen?

Am 4.Mai haben wir standesamtlich geheiratet. Das war ohne große Zeremonie, hat trotzdem aber fast eine Stunde gedauert weil der Standesbeamte (Richter) seine Rolle sehr temperamentvoll ausgelebt hat. Es gab dabei so einiges zu lachen. Es waren 10 Personen anwesend. Sonst gibt es nichts besonders zu erwähnen. Als wir uns im vergangenen Jahr verlobten, war dies gerade zu meinem Geburtstag. So gab es gleich zwei Gründe zum Feiern. Nun, am 4.Mai, wie der Zufall es manchmal will, hatte mein Bruder Geburtstag. Da er die Bilder von unserer grandiosen Feier in letzten Jahr sah und sich plötzlich daran erinnerte, wollte er auf keinen Fall, daß ich von seinem Geburtstag erzähle. Ich habe mich mit meinen Cousins beraten und wir haben uns aber dazu entschieden, daß wir nichts verbergen werden, da es eine schönes Erlebnis ist auf den Philippinen Geburtstag zu feiern. Allerdings sollten unsere philippinischen Verwandten wiederum nicht verraten, daß sie vom Geburtstag meines Bruders wissen. Am Abend wurde dann richtig gefeiert, der Geburtstag(Hauptanlaß) und unsere standesamtliche Trauung. Es war schön temperamentvoll, laut, mit Gesang und natürlich gab es reichlich zu essen. Am Ende hat sich mein Bruder auch gefreut, daß ich nichts verborgen habe.

Vor unserer kirchlichen Trauung hatten wir natürlich auch noch ein Interview mit dem Pfarrer, jeder getrennt. Wir haben im philippinischen Stil geheiratet, also wir beide ganz in weiß. Meine Mutter, meine Tante und mein Bruder haben sich die entspechende Kleidung auch direkt auf den Philippinen maßschneidern lassen.

Am 9.Mai was es dann soweit. Leilane wurde in dem Hotel, wo wir nach der Trauung feiern wollten gestylt und eingekleidet. Ich war am anderen Ende der Stadt im Hotel meiner Familie und habe mich dort auf das lang ersehnte Ereignis vorbereitet. Lanie wurde dann mit einer hochzeitlich geschmückten Limosine zur Kirche gefahren, während wir mit einem bestellten Kleinbus zur Kirche fahren wollten. Dieser kam aber nicht, weil irgendwie organisatorisch etwas durcheinanderkam. Wir warteten und warteten. Zwanzig Minuten vor Beginn der Trauung fuhr dann das Familien-Jeepney vor. Das war aber nicht nach unserem Geschmack. Stell Dir vor unsere helle Kleidung, Frisur etc. ..... Wir haben uns schnell 2 Taxen angeheuert und sind zur Kirche gerast. Zwei Kreuzungen vor der Kirche haben wir Lanie's Auto überholt und sind gerade noch rechtzeitig vor ihr angekommen.

Um 16 Uhr begann dann die katholische Trauung in der "Our Lady Of Miraculous Medal Parish Church", Calumpang, Molo in Iloilo City. Die Dekoration war rot-weiß. Mein Bruder war der "Best Man". Es war alles total traumhaft. Ich weiß wirklich nicht, wie ich es beschreiben soll. Es war eine richtige Traunhochzeit. Der Einzug in die Kirche war schon überwältigend. Selbst die kleinste/ jüngste Nichte hatte ein traumhaftes Kleidchen an. Sie sah wie eine kleine Fee aus. Als Lanie dann, begleited von ihrem Vater, den Gang entlangkam, hat es mich fast umgehauen. Dann habe ich nur noch gedacht, jetzt bloß nicht zu meiner Mutter schauen, weil ich spürte, daß sie jeden Moment in Tränen ausbricht. Wie hypnotisiert bin ich dann mit Leilane zu Altar hinaufgestiegen. Ich war wie in Trance. Der Chor hat gesungen, Lesungen wurden von Schwägerinnen vorgetragen, der Schwager (Lanie's einziger Bruder, neben 6 weiteren Schwestern) hat einen langen Psalm gesungen, es hat einfach an Nichts gefehlt. Die weiteren Zeremonien müßtest Du ja auch kennen. Nach der Trauung, die etwa 1 1/2 Stunden gedauert hat (ich hatte das Gefühl, daß es höchstens 45 Minuten waren), gab es in der Kirche noch eine einstündige Foto-Session mit sämtlichen Beteiligten in allen möglichen Zusammenstellungen. Danach ging es ins Hotel, wo wir in kleinerem Rahmen (etwas über 200 Gäste) feierten. Nach einem Programm mit vielen Ansprachen und Gesangseinlagen, wo viel gelacht und auch nicht gerade wenig geweint wurde, gab es Speisen und Getränke. Dann wurde die riesige Torte angeschnitten und 1 Taubenpärchen freigelassen. Danach wurde der Brautstrauß und das Strumpfband zu den noch ledigen Frauen bzw. Männern geworfen. Den Stauß fing Lovella, Lanie's Schwester, die auch die "Maid of Honor" war und das Strumpfband landete in den Händen des "Best Man", also meines Bruders. So waren die beiden gleich zum zweiten Mal das 2.Paar des Tages. Wenn man die Bilder sieht, kann man wirklich denken, daß es eine Doppelhochzeit gab. Nur die Farben unterscheiden uns. Nach einer kurzen Tanzeinlage, war plötzlich Schluß. Fast alle Gäste gingen nach Hause. Wir haben dann noch im kleinen Kreis weitergefeiert bis dann auch der Rest der Familie nach Hause ging. Lanie und ich haben dann die Nacht im Hotel verbracht. Neben 4 Fotografen haben wir auch noch eine Firma engagiert, die unsere Trauung und die anschließende Feier auf Video aufgenommen habt. Dieses wurde wie ein Spielfilm editiert und ist eine wundervolle Erinnerung. Vor allem ist es auch eine gute Möglichkeit den Verwandten und Freunden hier in Deutschland, die nicht mit zu den Philippinen kommen konnten, eine Vorstellung von unserem schönsten Tag zu geben.

Die Angehörigen meiner Familie waren für gut zwei Wochen auf den Philippinen und haben die Zeit genutzt, um gleich richtig Urlaub zu machen. Dazu gehörten: meine Mutter (mein Vater konnte leider nicht, weil er auf meine Oma achten sollte; außerdem macht der Vermieter gerade größere Umbaumaßnahmen in der Wohnung von meiner Oma und meinen Eltern), mein Bruder, meine Tante (Schwester meiner Mutter), zwei Cousins und eine Cousine. Sie sind 2 Tage nach meiner Anreise angekommen und sind am 2.Tag nach unserer Hochzeit wieder nach Deutschland zurückgeflogen. Ich bin ja noch 3 Woche länger dort gewesen. Es war für alle ein riesiges Erlebnis. Lanie's Geschwister haben mit ihnen viele Ausflüge unter anderem auch nach Boracay und Guimaras gemacht.

>Hast Du positive und negative Erfahrungen gehabt, und welche?

Ich habe eine ganze Menge positiver Erfahrungen gehabt. Richtig negative Erfahrungen habe ich nur mit Behörden gemacht. Diese allerdings haben meinen ganzen 5-wöchigen Aufenthalt auf den Philippinen richtig böse überschattet. Ich war ganz schön blauäugig und hatte mir schon insgeheim einen Plan oder besser eine Vorstellung gemacht, wie wir organisatorisch Lanie's Ausreise vorbereiten, das wir zusammen nach der Hochzeit das Visum beantragen und 3 Wochen gemeinsam auf den Philippinen und nach meiner Abreise höchstens noch 4 Wochen getrennt auf unser endgültiges Zusammensein warten. Da Leilane als Lehrerin im Staatsdienst angestellt war, durfte sie nicht reisen, besaß also noch keinen Reisepaß und durfte auch keinen Reisepaß beantragen. Nach unserer standesamtlichen Trauung sind wir gleich am nächstfolgenden Tag zur entsprechenden Behörde gegangen und wollten den Paß beantragen. Nach etwa 3-stündigem Warten waren wir endlich dran. Wir legten neben dem Antragsformular, den 2 Paßbildern, auch unsere Heiratsurkunde und noch 2 beglaubigte Abschriften vor. Dann gab uns der Beamte alle Unterlagen zurück und wir erhielten noch eine weitere "List Of Requirements". Darauf kreuzte er noch folgende Punkte an: - wenn der Antragsteller im Staatsdienst tätig ist, muß er Befürwortungen von verschiedenen übergeordneten Behörden und seiner Dienststelle vorlegen - bei Heirat mit einem Ausländer unter Umständen muß man unter Umständen mindestens 6 Monate verheiratet sein, um erstmalig einen Reisepaß beantragen zu können - Certificate from CFO (Commission for Filipino Overseas); das ist jetzt neu und dieses Zertifikat muß jetzt jeder vorlegen, der erstmalig einen Reisepaß beantragt. Man muß dabei einen Lehrgang oder besser einen 3 stündigen Kurs besuchen. Dieser Lehrgang findet nur einmal wöchentlich (montags) in Cebu oder tägl.(Mo.-Fr. aber immer zu unterschiedlichen Tageszeiten statt) in Manila. Man muß ca. 45 Minuten vorher erscheinen, weil es einige Formulare vorher noch auszufüllen gibt. Auch hier muß man Paßbilder mitbringen.

Jetzt kannst Du Dir bestimmt vorstellen, was das erst einmal für ein heftiger Schlag ins Gesicht war. Lanie wollte ja sowieso kündigen und deshalb konnten wir auf die anderen Befürwortungen verzichten. Der Punkt mit dem Warten von sechs Monaten bereitete uns auch noch mächtige Kopfschmerzen. Unsere kirchliche Trauung rückte immer näher und somit hatten wir erst einmal keine Zeit, um diese Angelegenheit weiter voranzutreiben. Wir einigten uns, damit bis nach der Hochzeit zu warten und dann aber mit aller erdenklicher Energie und ohne Verschwendung von unserer kostbaren Zeit. Also buchten wir gleich einen Flug um zur CFO zu kommen. Da am Montag nach unserer Hochzeit (also der 11.Mai) auf den Philippinen der nationale Wahltag war, wo auch Lanie als Lehrerin ihre Pflicht als Wahllokal-Leiterin zu erfüllen hatte(au wei ,das ist auch so ein Kapitel für sich), kam Cebu nicht mehr in Frage. Also buchten wir einen Flug für Mittwoch nach Manila.

Fortsetzung folgt ....... und wie Du Dir sicherlich vorstellen kannst, ging es auf keinen Fall reibungslos weiter.

Wie schon gesagt gleich nach unserer Hochzeit mußten wir nach Manila fliegen. Dort sollte Lanie an einem Seminar bei CFO teilnehmen. Wir mußten dort schon etwa 1 Stunde vor Beginn vor Ort sein, weil es noch eine Menge von Formularen vorher auszufüllen gab. Ich durfte das Gebäude gar nicht erst betreten und mußte gleich in Richtung Tiefgaragen wieder raus. Dort gab es wenigstens einen Imbiss und ein paar Bänke zum sitzen. Es war da ganz schön langweilig. Ich dachte mir dann so, daß ich die Zeit ja nutzen könnte, um mir bei der deutschen Botschaft telefonisch noch ein paar Informationen zu holen. Auf der Suche nach einer funktionier-enden Telefonzelle bin ich in eine ziemlich unsichere Gegend geraten. Bei der deutschen Botschaft war wieder einmal (wie schon so oft) keine kompetente Person zu sprechen. Also ging ich wieder zurück und wäre beinahe noch überfallen worden. Als das Seminar dann beendet war, sind wir gleich wieder zurück nach Iloilo geflogen. Die deutsche Botschaft war ja dann schon für den Publikumsverkehr geschlossen und außerdem wollten wir dann beim zweiten Flug nach Manila alles Notwendige bei der Botschaft erledigen. Neben der Beglaubigung unserer Heiratsurkunde war ja auch noch das Visum zu beantragen. Dafür fehlten uns aber noch ein paar Unterlagen. Zum Glück hat Lanie das Zertifikat über die Teilnahme am besagten Seminar erhalten. Sie war eine von sehr wenigen. Man mußte angeben, wohin und zu wem man reisen will und natürlich eine Reihe von Daten zu der betreffenden Person (Adresse, Name, Anschrift etc.) angeben. Da Lanie nach Deutschland, also Mitteleuropa reisen will, gab es keine weiteren Bedingungen. Wäre es Afrika oder Latain- oder Südamerika gewesen, hätte es den Reisepaß wahrscheinlich erst ein halbes Jahr nach der Hochzeit gegeben. Das Zertifikat ist schwer zu fälschen und ein Paßbild ist irgendwie mit eingearbeitet. Außerdem steht darauf, daß man Leilane erlaubt nach Deutschland zu reisen.

In Iloilo wollten wir dann die anderen Papiere besorgen. Mir wurde dann bald klar, daß die Zeit gegen uns ist und das wir es vor meiner Abreise nicht mehr schaffen werden. Lanie brauchte ja noch die Bescheinigung von ihrer Direktorin und vom Department for Education and Sports(oder so ähnlich), daß sie ihr erlauben nach Deutschland zu reisen. Leider war niemand da, der die Bescheinigung ausstellen konnte. Nach den Wahlen waren die betreffenden Personen von ihrer Arbeit für die Auswertung der Wahl freigestellt. Es gab natürlich auch keine Stellvertretung. Außerdem waren ja auch noch Ferien. Deshalb konnte Leilane auch nicht kündigen. Inzwischen beantragten wir noch ein Gesundheitszeugnis und beim NBI eine NBI-Clearance. Darauf muß man dann auch noch einmal 3 Wochen warten. Wenn wir schon warten müssen, dann wollten wir wenigstens alle Unterlagen, nach denen eventuell noch nachgefragt werden könnte beifügen um weitere unnötige Verzögerungen zu vermeiden. Es stand nun für mich fest, daß wir es nicht mehr vor meiner Abreise schaffen. Das hat unsere allgemeine Stimmung schon etwas getrübt. Da nun auch keine autorisierte Person vom Schulsystem zu erreichen war, fehlte uns nun auch noch ein wichtiges Dokument zum Beantragen der Reisepasses. Hätten wir das vorher gewußt, dann hätten wir alles Notwendige in der deutschen Botschaft bei unserem ersten Trip nach Manila erledigen können. Eine Woche später sind wir dann wieder nach Manila geflogen. Vor der deutschen Botschaft mußten wir ja such noch zum NSO, um die sogenannte Certified True Copy unserer Heiratsurkunde zu be-kommen. Wir hatten ja davon auch schon eine aus Iloilo. Dort gibt es auch eine Außenstelle vom NSO. Die Botschaft hatte mir in ihrem Infoblatt vorher mitgeteilt, daß wir aber zum NSO nach Manila(das war extra fett gedruckt) müssen. Lanie hat immer behauptet, daß wir dort nicht mehr vorstellig werden müssen, weil die Außenstelle in Iloilo City völlig gleichberechtigt sei. Ich wollte aber auf der sicheren Seite sein und vorher lieber noch einmal mit einem Botschaftsangestellten telefonisch sprechen. Mich hat ja auch das Fettgedruckte etwas unsicher gemacht. Zu meinem Ärger mußte ich immer wieder feststellen, daß obwohl ich während der Geschäftszeiten anrief, entweder ein Anrufbeantworter oder eine nicht kompetente Person am anderen Ende der Leitung war. Deutsch sprechen durfte ich schon gar nicht und das finde ich, sollte man, wenn man mit der deutschen Botschaft kommuniziert, eigentlich erwarten können. Irgendwann hatte ich dann eine Person, die sich auskannte am Apparat. Sie bestätigte mir, daß ich zum NSO nach Manila muß, weil die Botschaft angeblich nur von dort arbeitenden Beamten Unterschriftproben hat. Außerdem sollen wir sehr viel Zeit einplanen. Also, so dachten wir uns, müssen wir mindestens für 3 Tage nach Manila. Ein Tag war für das NSO eingeplant, ein weiterer Tag, um die Unterlagen bei der deutschen Botschaft abzugeben und der 3.Tag, um die Beglaubigung von der Botschaft abzuholen.

Was wir aber wirklich erleben mußten, werde ich Dir beim nächsten Mal erzählen.

Auf unserem Weg nach Manila war wieder eine Menge Glück mit im Spiel. Wir wollten mit Cebu Pacific nach Manila fliegen. Am Nachmittag vor unserem Flug bekamen wir telefonisch die Mitteilung, daß sich die Abflugzeit um 2 Stunden verzögern wird, das wir also erst gegen 11 Uhr in Manila ankommen werden. Da dies ja wiederum zu spät ist, haben wir uns das Geld zurückgeben lassen(nur für den Hinflug) und sind dann mit Air Philippines nach Manila geflogen und waren dann schon gegen 7.30 Uhr dort. Mit dem Taxi sind wir dann gleich zum Hauptstandesamt gefahren. Der Andrang, der dort vorherrschte, ist mit Worten schlecht zu beschreiben. Ich nehme mal an, daß ihr auch dort gewesen seid. Davor stand eine Menschenmasse wir zum Einlaß in ein Stadion. Alles drängelte und es war sehr schwer, einen Überblick zu bekommen. Anzeigetafeln zeigten an, was man Schritt für Schritt zu tun hat. Bei Step 2 war schon Schluß für uns beide. Man sagte uns, daß das Standesamt in Iloilo City die beglaubigte Kopie vom Hauptstandesamt in Manila schriftlich anfordern muß. Man wir die Beglaubigung also per Post dann zurück nach Iloilo senden. Außerdem wird dies insgesamt mindestens 3 Monate dauern. Für das Standesamt in Iloilo sollten wir ein Antragsformular mitnehmen. Für uns ist eine Welt eingestürzt. Lanie fing schon fast an zu weinen und ich war auch kurz davor. Irgendwie ist es mir dann gelungen für einen kurzen Moment eine Emotionen zu unterdrücken und habe auf die Uhr gesehen. Es war 10 Uhr. Dann habe ich zu Lanie, die schon wieder zum Flughafen wollte, gesagt das ich das so jetzt nicht akzeptieren werde. Bevor wir Manila verlassen muß ich noch zur deutschen Botschaft. Die Zeit war sehr knapp, da uns nur noch eine Stunde bis zum Schließen der Botschaft verblieb. Kein Taxi hielt an. Ich wurde immer wütender und obwohl ich eigentlich ein recht ruhiger Mensch bin, habe ich dann an einer Kreuzung in totaler Verzweiflung ein haltendes Taxi geentert. Wir sind eingestiegen aber der Fahrer hat ohne einen vernünftigen Grund zu nennen gesagt, daß er uns nicht fährt. Wenn überhaupt, dann fährt er uns nur, wenn wir ihm 200 Peso dafür geben. Obwohl das ja für philippinische Verhältnisse recht viel ist, wollte ich mich ja nicht um knapp 10 Mark streiten. Außerdem hing viel zu viel davon ab, das wir schnell zur Botschaft kommen. Dem Fahrer habe ich gesagt, daß ich ihm natürlich 200 Peso bezahlen werde, wenn er es schafft uns bis kurz vor 11 Uhr zur Botschaft zu bringen. Er ist wie ein Wahnsinniger gefahren. Im Auto habe ich mir schon überlegt, daß wir, wenn alles weiterhin schiefgehen wird, in Deutschland noch einmal heiraten müssen. Dann bekomme ich Lanie wenigstens schnell mit einem Verlobten-Visum nach Deutschland. Es war ganz knapp und 5 Minuten vor 11 Uhr waren wir in der Botschaft. Es war dort noch ganz schön voll. Als wir dann endlich dran waren, legte ich unsere „certified true copy“ aus Iloilo vor und sagte erst einmal weiter nichts, weil ich hoffte, daß man dies vielleicht gar nicht bemerkt. Aber der Angestellte zückte sofort eine Karte mit der Adresse vom NSO Manila und wollte uns dort hinschicken. Dann habe ich ihm erklärt, daß wir gerade von dort kommen und das man uns mindestens das Warten von 3 Monate vorhergesagt hatte. Dies werde ich so nicht akzeptieren habe ich ihm gesagt und es war mal wieder sehr merkwürdig, daß ich nur Englisch sprechen mußte, weil der Angestellte einfach kein Deutsch verstand. Da er merkte, daß ich ziemlich entschlossen bin und mich nicht so einfach abwimmeln lasse, kam er, noch bevor ich ihn dazu auffordern wollte, selbst auf die Idee seinen Vorgesetzten zu holen. Er war ein deutscher Anwalt oder zumindest für Rechtsfragen zuständig. Ihm habe ich dann unsere Lage noch einmal erklärt und Lanie brachte dann auch noch mit ein, daß das Hauptstandesamt in Manila ja noch gar keine Kopie von unserer Heiratsurkunde haben kann, weil unsere Hochzeit ja erst ein paar Tage vorher in Iloilo stattfand. Das unzumutbare Warten von 3 Monaten ist ja auch unakzeptabel. Ich fragte ihn, ob er sich denn nicht mit dem Standesamt in Iloilo
in Verbindung setzen könnte um eine Rückversicherung zu bekommen. Dann ging er weg und kam kurz darauf wieder und sagte uns plötzlich, daß man bereits eine Unterschriftenprobe von dem Beamten in Iloilo habe und wir am nächsten Tag unsere Beglaubigung abholen können. Die Freude war riesig und am Ende hatten wir wieder mal ein wahnsinniges Glück. Stell Dir vor, wir hätten doch den späten Flug nach Manila genommen oder wenn ich nicht die schnelle Eingabe nach dem NSO gehabt hätte doch noch zur Botschaft zu fahren oder wenn ich das Taxi nicht mehr oder weniger geentert hätte. So haben wir wirklich ein riesiges Glück im Unglück gehabt und am Ende sogar einen Tag Aufenthalt in Manila gespart. Danach haben wir schnell unseren Cebu Pacific Flug auf den nächsten Tag vorgebucht und uns ein Zimmer in einem schönen aber trotzdem recht preiswerten Hotel in der Nähe der deutschen Botschaft gesucht. Wir haben uns einen schönen Abend in Manila gemacht und konnten unser Glück gar nicht fassen. Gleich am nächsten Morgen haben wir unsere Beglaubigung bekommen und sind zurück zum Flughafen gefahren. Dort haben wir gemerkt, daß wir gleich nochmal Glück hatten, daß wir unseren Rückflug schon von Anfang an bei Cebu Pacific gelassen und nicht auch auf Air Philippines umgebucht haben. Beide Flüge sind von Manila nach Iloilo nämlich nahezu zeitgleich mit nur wenigen Minuten Unterschied. Allerdings an unserem Tag hatte der Flug von Air Philippines 3 Stunden Verspätung.

Liebe Grüße,
Markus

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Reisebericht Dez/Jan 1999

Bei meinem nunmehr schon zwölften Aufenthalt auf den Philippinen kamen wir diesmal routiniert direkt in Cebu an. Diesmal mit Malaysian Airlines über KL und Kota Kinabalu. Da ja PAL Europa nicht mehr anfliegt.

Wie immer läßt man sich nicht von den Leuten ansprechen, die einem am Flugplatz Taxis für 400 Pesos anbieten und einem weiß machen wollen, dies wäre ein Festbetrag und darunter gehe nichts. Statt dessen nimmt man sein Gepäck überquert am Ausgang die Straße geht am Gebäude rechts hinauf und nimmst sich ein dort stehendes Taxi. Mittlerweile braucht man nicht mehr auf ankommende Taxis zu warten sondern es stehen schon etliche da, die dafür 10 Pesos Gebühr zahlen müssen, wenn sie Fahrgäste befördern. In aller Regel fahren sie mit Taximeter oder aber für 100 Pesos. Da kann man auch nichts falsch machen, da man etwa 80-85 Pesos mit Taximeter nach UpTown oder DownTown bezahlen würde.

Ein schönes wenn auch recht abenteuerliches Erlebnis ist die Möglichkeit mit einem geliehenen Motorrad die Insel zu erkunden. Dies hab ich dann auch gemacht, im Hotel Bridgeside auf Mactan Island habe ich mir eine recht neue 125er Yamaha ausgeliehen und bin nur mit einem kleinen Rucksack bewaffnet Richtung Süden gedüst. Wenn man dann so etwa Talisay hinter sich gelassen hat, dann wird auch der Verkehr erträglicher. Da ich rüber nach Moalboal wollte habe ich mir gedacht es wäre schön nicht die Schnellstraße von Carcar nach Barili zu nehmen sondern eine weniger befahrene Straße. Eigentlich habe ich gedacht die Straße von Sibonga nach Dumanjug zu nehmen aber irgendwie muß ich dann nach viel viel Fragerei irgendwo abgebogen sein ins Landesinnere wahrscheinlich irgendwo zwischen Sibonga und Argaho. Na ja für so ein Motorrad kein Problem, so war es dann auch die Straße war absolut nicht für Autos, noch Jeepneys oder Tricycles befahrbar, lediglich Mountainmotorräder fuhren auf den zum Teil schmalen Pfaden, so langsam machte ich mir Gedanken ob ich denn nicht doch lieber die große Straße genommen hätte. Auf Nachfrage bei einem netten alten Filipino bekam ich dann auch die Antwort, immer geradeaus zur anderen Seite der Insel, mit dem Resultat nach weiteren zwei Kilometern in einer Sackgasse zu stehen. Natürlich mußte ich wieder bei dem Filipino vorbei aber der lächelte nur, ja so sind sie halt die Filipinos, lieber was falsches sagen als keine Antwort geben oder es nicht wissen. Tatsache war, daß ich etliche Kilometer vorher falsch abgebogen war. Trotzdem war die andere Straße auch nicht viel besser und ebenfalls nicht durch Autos, Jeepneys oder Tricycle befahrbar.

In Moalboal nicht vergessen die Kawasan Falls zu besuchen.

Rückfahrt dachte ich mir wäre es ganz nett die Westküste hoch bis nach Balamban und dann über den Mt Manunggal, auch wieder mit viel viel Fragerei verbunden, weil alle mich über Toledo nach Cebu City zurückschicken wollten. Später erfuhr ich auch warum. Mittlerweile hatte es auch angefangen zu regnen und die vormals Straße war nicht mehr als eine Schlammpiste mit ungelogen halbmeterdicken Schlamm- und Reifenfurchen. Nun waren etliche Bauarbeiter dabei diese Passage über den Mt. Manunggal zu einer befahrbaren Straße zu machen, leider waren Sie noch relativ am Anfang und es wurden Erdmassen hin- und her geschoben. Außer großen LKW’s und einigen Motorrädern konnten auf dieser Strecke keine Fahrzeuge fahren. Ich muß zugeben, ich habe noch nie so verdreckt und mit Schlamm bespritzt ausgesehen, wie nach dieser Fahrt. Übrigens war es auf dem Berg richtiggehend kalt, was ich vorher so nicht kannte. Heraus kam ich übrigens in Mandaue. Angekommen in Mactan im Hotel, wo ich das Motorrad zurückgeben mußte machte sich die nächste Überraschung breit mein Rucksack, den ich im Hotel gelassen hatte war vollständig von hinten nach vorne gekehrt, alle Sachen durchwühlt und wieder zurückgestopft, Wertsachen außer meinem Rasierapparat, der wohl für viele Filipinos nutzlos ist, befanden sich nicht im Rucksack, es fehlte lediglich mein kleines mit Daunen gefülltes Kopfkissen, was ich immer mit mir rum schleppe. Das merkte ich aber erst am nächsten Tag. Aber nachdem ich ein bißchen auf den Putz gehauen hatte tauchte es auf wundersame Weise wieder auf.

Von Cebu nahm ich ein Schiff nach Negros, dort hielt ich mich ein paar Tage in Dumaguete und im wunderschönen Resort beim Schweitzer Markus in Dauin auf. Ich muß sagen, daß ich noch nie so eine saubere Stadt wie Dumaguete auf den Philippinen gesehen habe. Meiner Meinung nach ist sie die schönste der ganzen Philippinen. In der Nähe von Dumaguete gibt es bei Valencia einen schönen Wasserfall weit im Landesinnere am besten mit einem geliehenen Motorrad zu erreichen, die letzten zwei Kilometer geht es über Stock und Stein bis zum hinter einer Biegung versteckten Wasserfall. Sehenswert! Eine andere landschaftliche schöne Sehenswürdigkeit sind die Twin Lakes, etwa 25 km westlich von Dumaguete und etwa 15 km ins Landesinnere, hier besteht die Möglichkeit sich etwa 7 Kilometer mit dem Maountain-Motorrad ins Landesinnere bringen zu lassen und die letzten Kilometer zu laufen. Genügend Trinkwasser mitnehmen, man kann nichts kaufen. Oder man fährt mit einer Enduro bis etwa 2 Kilometer vor die Twin Lakes, dann ist der Berg zu steil, als das man mit den kleinen 125er noch weiter kommen würde. Die letzten Kilometer geht man zu Fuß. Herrlich in wilder Natur liegen die zwei kleinen Seen, die sehr zum Schwimmen einladen.

 

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Reisebericht von Fritz

 

Unsere Philippinen-Reise vom 9. Jänner 1999 bis 27. Jänner 1999 mit Stopover in Singapur

(Petra und Manfred, Sieglinde und Klaus, Annett und ich)

9. Jänner: Flug von Wien nach Singapur mit Singapore Airlines nach Singapur, dort 3 h Aufenthalt, dann weiter mit Silk-Air nach Mactan Island (Cebu).

10.-17.1.: AUFENTHALT IM PLANTATION BAY AUF MACTAN ISLAND

Wetter: untypisch für diese Zeit, leider meist bewölkt, häufig Regenschauer, jedoch sehr warm!

Anlage: super Swimmingpool-Landschaft (Salzwasser und Süßwasser), eine der größten und spektakulärsten weltweit. Mit Wasserfällen und Wasserrutschen, Poolbar und vielen Whirlpools. Extra gekennzeichneter seichter Bereich (für Kinder), Aufsicht durch Bademeister!

Bepflanzung sensationell, überall Palmen mit Hängematten, tropische Pflanzen! Zimmer sehr groß, alle mit Balkon oder Terrasse, TV, Klima, riesen Badezimmer.

Butler-Service rund um die Uhr (die packen sogar die Koffer aus – so man das möchte!) Restaurants: teuer aber gut. Nur das italienische Restaurant verfügt über keine Outdoor-Sitzmöglichkeiten und drinnen ist es eiskalt klimatisiert.

Strand: künstlich aufgeschütteter Sand, sehr klein (50 m) aber gepflegt. Kaum frequentiert.

Sportmöglichkeiten: gegen hohe Gebühr: Hobby-cat, Jet-Ski, Tauchen: alles sehr teuer, Tauchlehrer sind relativ ahnungslos bei Fragen über Tauchgebiete. Tauchkurse haben durchaus europäisches Preis-Niveau!

Insel: Unbedingt raus aus der Anlage! Die Menschen sind freundlich, ehrlich und hilfsbereit! Essen kann man wirklich bedenkenlos überall, Preise betragen nur die Hälfte und weniger wie in der Anlage! Fortbewegung am besten mit Tricycle, billig und lustig, aber nicht unbedingt bequem (vor allem 6 Personen auf nur einem Tricycle).

In Lapu-Lapu City viele Unterhaltungsmöglichkeiten, jedoch waren wir hauptsächlich nur in Marigondon, nahe unserer Anlage.

Nur 15 min. mit dem Tricycle von unserer Anlage entfernt befindet sich das KONTIKI DIVE RESORT. Dort hat uns einer der Besitzer, Manfred Langer, unseren 1-wöchigen Aufenthalt auf Mactan in taucherischer Hinsicht gerettet! Die Preise für PADI-Kurse sind so wie man sie sich von den Philippinen erwartet (sehr günstig). Abgehalten werden sie entweder in deutsch, englisch, japanisch und ich glaube sogar schwedisch ist möglich! Annett und Klaus haben hier ihren Open-Water-Kurs gemacht und waren begeistert! Auch Nitrox-Tauchen ist hier möglich. Leihausrüstungen ausreichend vorhanden. Das Hausriff ist in sehr gutem Zustand. Tolle Korallen, Seeschlangen, Steinfische, Barrakudas, Drücker, Papageienfische und Riffische aller Art sieht man bei jedem Tauchgang. Manfred erfüllt einem wirklich jeden Wunsch, so wollte ich z.B. endlich meinen ersten Hai sehen. Innerhalb von einer Stunde waren wir an einem herrlichen Drop-off, wo auf 40 m Tiefe ein ca. 3 m langer Fuchshai seine Runden zog. Ein wunderschöner, beeindruckender (und absolut ungefährlicher) Anblick! Angeblich sieht man beim Nachttauchen am Hausriff neben Langusten, Krebsen, Krabben und jede Menge Nacktschnecken auch kleine Riffhaie. Leider hatten wir dazu keine Gelegenheit! Im Gegensatz zu den Tauchguides im Plantation Bay sammeln die vom KONTIKI auch Unterwasser Müll ein und bringen ihn an Land!

Im KONTIKI Resort befindet sich auch ein gemütliches, günstiges Restaurant, wo man den typischen lokalen Fisch, genannt Lapu-Lapu, probieren sollte! Empfehlenswert ist auch das nur 5 Gehminuten vom KONTIKI entfernte Charly´s Steakhouse. Super Speisen und tolle Cocktails in gemütlicher Atmosphäre!

Cebu: Mactan Island ist durch eine Brücke mit Cebu verbunden, so kann man gemütlich mit dem Taxi nach Cebu City fahren. Dort fühlt man sich wie der allererste Tourist, von allen Seiten wird man beobachtet. Die Menschen sind aber wirklich freundlich und nett, es ist nur etwas gewöhnungsbedürftig immerzu beobachtet zu werden. Dann aber kann man den Aufenthalt in der City wirklich genießen.

GENERELL WICHTIG IST DAS PHILIPPINEN-REISEHANDBUCH VON JENS PETERS, aus dem man wirklich JEDE Information 1 zu 1 übernehmen kann!!!

17. – 24.1.: AUFENTHALT IM PEARL FARM BEACH RESORT AUF SAMAL ISLAND (von Mactan 40 min Flug mit Silk-Air)

Wetter: wie auf Mactan, vielleicht ein bißchen heißer!

Anlage: paradiesisch angelegt, an einem mit tropischem Regenwald bewachsenen Berghang direkt am Meer. Man kommt mit dem Boot von Davao (Mindanao) nach ca. 30 minütiger Fahrt zum Resort. Der Anblick ist wirklich atemberaubend, für uns der schönste Ort der Welt.

Zimmer: Wir haben in sog. Samal-Houses gewohnt, das sind kleine Hütten auf Pfählen direkt ins Meer gebaut, jede mit eigenem Steg! Man hört die ganze Nacht das Meer rauschen und beim Aufwachen sieht man sofort das blau-türkise Meer – herrlich! Klima, TV und Terrasse, von der aus man bis zum Meeresgrund schauen kann und dabei unzählige bunte Fische beobachten kann! 1 Restaurant, essen sehr gut aber relativ teuer. Keine Alternativen, da es in näherer Umgebung auf der Insel keine Möglichkeiten gibt! Parola Bar: 2 stöckiges, rundes Gebäude, direkt auf Pfählen ins Meer gebaut, super Cocktails (teuer!), wahnsinns Rundum-Blick, live-Musik – die tollsten Sonnenuntergänge meines Lebens! Strand: wunderschön, mit weißem Sand, sehr gepflegt! (Postkartenidylle) Sportmöglichkeiten: gratis Kajak und Hobbiecat, Schnorcheln (traumhaft!!!), wandern durch den Dschungel auf Rundwegen (sehr empfehlenswert!), Tennis. Tauchen: 2 tolle Wracks aus dem 2. Weltkrieg direkt vor der Haustür, wunderschöne Korallengärten in unmittelbarer Umgebung (super Strömungs-Tauchgänge!) Nachttauchen empfehlenswert (ich hatte das Glück, dabei eine spanische Tänzerin freischwimmend zu sehen, außerdem Fledermausfische, Königskrabben und jede Menge anderer Nacktschnecken). Faire Preise, jedoch etwas teurer als im Club KONTIKI. Tauchlehrer Henny Smits und seine Crew bemühen sich wirklich und haben uns auch unvergeßliche Taucherlebnisse ermöglicht! Insel: Samal Island ist noch sehr ursprünglich. Bei einer Jeep-Safari hatten wir die Möglichkeit, den Rest der Insel zu erkunden. Es gibt Bananen und Kokosplantagen ohne Ende, einige kleinere Dörfer (netter Kontakt zur einheimischen Bevölkerung!), auf jeden Fall ein sehenswerter Ausflug. Auch hier fühlt man sich wie der 1. Tourist auf der Insel.

Davao: vom Resort per gratis Bootstransfer zum Insular Century Hotel. Von dort per Taxi nach Davao City. Eine tolle, sehenswerte Stadt mit super Einkaufsmöglichkeiten (vor allem das Kaufhaus NCCC). Der letzte Gratistransfer geht schon um 17 Uhr zurück, oder man zahlt eine Privatüberfahrt (so wie wir) zu späterer Stunde, das ist aber sehr teuer! Die Einheimischen sind überall sehr herzlich und entgegenkommend, Touristen sindeine Seltenheit (und das merkt man!)!

 

24. – 26.1.: STOPOVER IN SINGAPORE IM HOTEL ELISABETH (ca. 3 h Flugzeit von Davao mit Silk Air)

Wetter: heiß, ab und zu Regen Hotel: beeindruckende Lobby, sonst kleine Zimmer, eiskalt klimatisiert, kein Öffnen der Fenster möglich (angeblich ist das in ganz Singapur so!). Jedoch schöner Pool. Stadt: erschreckend, wie die einheimische Bevölkerung alles klimatisiert. Ob im Taxi, in Restaurants (auch auf den Terrassen!!!), in Autobussen: überall erleidet man einen Temperaturschock von angenehmen 30° draußen auf ca. 17°! Kein Wunder also, wenn man sich hier eine Verkühlung holt (so wie ich). Sonst ein netter Ausklang eines paradiesischen Urlaubs, vor allem Clerk Quay, Boat Quay sehr empfehlenswert, viele nette kleine Lokale mit beeindruckender Skyline im Hintergrund. Ein Muß ist das Hotel Westend Stamford, das 2. höchste Bauwerk Singapurs. Im obersten Stockwerk befindet sich ein (teueres) Restaurant (man kann hier aber auch nur was trinken) von wo aus man einen atemberaubenden Ausblick auf Singapur von oben hat. Sonst China-Town und little India recht nett, Orchard Road zum Einkaufen (teuer!). Generell ist die Bevölkerung nicht sehr freundlich, leere Taxis halten einfach nicht an um einen mitzunehmen, scheinbar haben sie zahlende Fahrgäste nicht notwendig!

Alles in Allem ein traumhafter Urlaub, wie er schöner und abwechslungsreicher nicht sein könnte! Wer auch mindestens 2 Wochen Zeit hat, sollte sich auf jeden Fall mehrere Inseln anschauen und nicht die ganze Zeit an einem Ort bleiben!

Auf jeden Fall im Handgepäck haben sollte man immer das Philippinen-Reisehandbuch von Jens Peters, das auch Oliver in seiner Homepage empfiehlt (herzlichen Dank dafür!!).

Auch der Stopover in Singapur ist besser als gleich nach Wien weiterzufliegen. Beeindruckende Stadt, jedoch sind 2 Nächte völlig ausreichend!

 

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Reisebericht von Anja und Christian

Hallo,

wir sind gestern (31.01.99) von den Philippinen zurückgekommen.Wir waren 3 Wochen auf Palawan und für alle die in nächster Zeit dort hin wollen einige Info's.

* die Strasse von TAYTAY nach El Nido ist wirklich gesperrt, es besteht die Möglichkeit von TAYTAY nach Embacadero mit dem Tricycle (Achtung es gibt Tricycle Fahrer die aus der normalen Fahrt einen Special Ride machen und dann ploetzlich 100 Peso wollen!!)und von dort mit dem regulären Boot (Abfahrt 11 Uhr) oder mit einem Special Ride nach El Nido. Die Kosten für einen Special Ride lagen zwischen 2000 und 4000 Peso, es lohnt sich in Embacadero rumzuschauen, es gibt dort mehrere Bootsbesitzer.

* in El Nido selbst können wir Gloria's Cottages empfehlen, die Cottages werden sauber gemacht, es gibt eigenes Geschirr und jeden Morgen frisches heißes Wasser für den Kaffee...

* für Leute die gerne laufen: von El Nido nach Corong-Corong laufen (Ortsausgang nach TAYTAY)von dort immer am Strand entlang bis zu dem Beach Resort. Dort kann man vorzüglich italienisch essen (für all diejenigen die keinen Reis mehr sehen können)und per Boot (200 Peso) wieder zurück nach El Nido. Dauer: ca.2 Stunden.oder in El Nido immer am Srand entlang am alten Friedhof vorbei, man kann da auch kilometer lang am Strand entlang wandern, die Rückfahrmöglichkeiten per Boot sind allerdings spärlich, wenn man Glueck hat findet man einen Fischer.

* Sabang: der Monkey Trail ist gesperrt, man kann offiziell nur den jungle trail laufen (doppelt so lang und fuer nicht-Sportler ziemlich anstrengend).Wir haben aber Leute getroffen die den monkey Trail trotzdem gelaufen sind.

*Sabang: die Cottages Villa Sabang gibt es nicht mehr. Es gibt eh nicht viele Uebernachtungsmoeglichkeiten in Sabang.

* Puerto princessa: für alle die eine absolut saubere Pension mit Familienanschluß suchen: Abelardo's in der Manga Street.Wenn ihr Glück habt ist der Sohn (Francis)da, er spricht deutsch und versorgt einen mit jeder Menge Info's.

*Puerto Princessa: Mit der Puerto Pension haben wir nur schlechte Erfahrungen gemacht, wir haben die Kamera in das Safety Depot gegeben und am naechsten Tag war leider das Objektiv abgebrochen...das dortige Management war leider auch nicht gewillt mit uns zu sprechen.Das Haus mit der Dachterasse ist zwar klasse aber nicht sehr sauber.

*Puerto Princessa: Galerie Kamarikutan in der Nähe des Flughafens.Unbedingt besuchen, hier kann man in einem wunderschönen Bambushaus in Ruhe relaxen, Souvenirs kaufen, Kaffee trinken, fruehstuecken.

*CocoLoco Island: absolut klasse zum relaxen, ist zwar alles ein wenig ueberteuert aber wenn man mal ein paar Tage faul sein will...es stimmt uebrigends nicht dass man fuer 500 Peso von dort nach ElNido kommt! Aber man kommt fuer 500 Peso zur Honda Bay.

*Manila: Malate Pensionne ist ganz o.k um die Ecke kann man im TIA Maria ganz gut mexikanisch essen. Zum International Airport kostet die Taxifahrt 80Peso, lasst euch nicht 150 Peso abnehmen! Zum Domestic 50 Peso, man muss nur hartnaeckig sein, es findet sich ein Taxi Fahrer der einen faehrt!

*allgemein: die Preisangaben im Jens Peters Buch stimmen nicht mehr, bei den Cottages werden immer 200 oder mehr Peso verlangt.Im Dezember ist eine Taifun ueber Palawan hinweggefegt und teilweise sieht es noch etwas wild aus.

falls jemand was mit den Info's anfangen kann:viel Spaß auf Palawan! Wir wären jetzt auch gerne wieder dort...

Anja + Christian

 

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Infos zu Palawan von Ruth

 

hallo, ich heiss ruth nd komme aus der schweiz. wie ich gelesen habe, waren einige leute von p.princesa entäusscht, also was das deponieren anbelangt und dass dann die sachen defekt sind, damit muss man rechnen, so wie auch zu hause. puerto princesa hat auser dem ein sehr gutes hotel das trattoria. an der rizal av. es ist ausgezeichnet , schöne zimmer und sehr sauber . das personal ist sehr freundlich und das hotel gehöhrt schweizern. es kommen leute aus der ganzen welt in das trattoria und man bekommt zu allen möglichen fragen auch antworten. sei es aus flüge, geldwechseln, einfach alles. auch diverse ausflüge werden von dort organisiert und wir waren noch nie entteuscht, auch sonst habe ich nie etwas von anderen gästen gehört, als dass sie sehr zufrieden waren !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

falls jemand etws mehr wissen möchte, mein mann geht seit über zehn jahren auf die philippinen und ich seit ca. 4 jahren. wir sind begeisterte taucher und haben auch sehr gute verbindungen, was das tauchen anbelangt. also wer noch was wissen will über palawan und das tauchen in der sulu sea, nur fragen. ich wünsche allen die in nächster zeit auf die philippinen gehen viel spass.
es grüsst ruth  (eMail: ruthliwerni@compuserve.com)

 

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Reisebericht von Heike und Stephan

Hallo Oliver,

wie versprochen, ein kurzer Bericht unserer ersten Philippinen Reise im Mai `99.

Wir starteten mit kleinen gesundheitlichen Problemen, aber dennoch freudiger Erwartung in unseren lang ersehnten Urlaub. Nach Ankunft in Manila wollten wir eigentlich gleich weiter nach Cebu. Da wir aber relativ lange auf unser Gepäck warten mußten, verpaßten wir den letzten Flieger an diesem Tag. Folglich mußten wir wohl oder übel eine Nacht in Manilaverbringen. Wir wählten die Malate Pensionne in Malate für $ 30,- die Nacht, was wir eigentlich ziemlich teuer fanden, aber wohl im Manila Schnitt lag. Eigentlich hatten wir uns für $ 30,- schon etwas besseres vorgestellt, aber vielleicht mußten wir auch erst einmal unsere Ansprüche etwas reduzieren. Neben ein paar Kakerlaken haben wir dann versucht, die Nacht zu verbringen. Da wir logischerweise noch die deutsche Zeit intus hatten, war von schlafen eigentlich nicht die Rede. Um 03:00 h morgens haben wir dann beschlossen, den ersten Flieger nach Cebu zu bekommen. Der Taxifahrer war ziemlich wortkarg, versuchte aber mit seinem Fahrstil dies wieder wett zu machen. Vorbei an auf Tricycles schlafenden ärmlichen Gestalten, Basketball spielenden Kindern auf provisorischen Hinterhöfen/-plätzen und auf der Straßen schlafenden nackten Kindern gings gen Domestic Airport. Wir hatte Glück und sind im Standby-Modus im ersten Flieger nach Cebu Vity gekommen. Mir war gesundheitlich immer noch nicht besser, so daß wir ein Angebot der PAL (mit der wir auch geflogen sind) wahrnahmen, daß drei Tage im First Class Hotel vorsah, wobei nur zwei Nächte zu zahlen waren und diese noch vergünstigt. Es handelte sich um das "Alegre Beach Resort" im Norden von Cebu, in Sogod - einer totverlassenen Gegend, wo man eigentlich nichts anderes machen konnte, als im Hotel zu bleiben. Darauf setzt die Leitung wohl auch an, was die drei Tage ziemlich teuer machten. Dennoch: eine wunderschöne, an einem kleinen Hang gelegene Anlage mit weitläufigen, schön bepflanzten, sehr gepflegten Rasenflächen und großzügen Bungalows (sehr nobel, riesen Bad, Kühlschrank, Fernseher etc.). Haben es uns dort, wie gesagt, drei Tage lang, richtig gut gehen lassen und meine Magenverstimmung auskuriert. Nach drei richtig teuren Tagen hat uns der kostenlose Hotelwagen wieder zurück nach Cebu City gebracht, obwohl wir eigentlich nach Bantayan Island wollten. Das wäre mit dem Hoteltaxi jedoch richtig teuer geworden (1450 Piso). Dafür hat uns der Fahrer in Cebu jedoch gleich zum richtigen Busterminal Richtung Süden gebracht, wo wir in einem Minibus neben 15 anderen Personen (richtig eng und heiß) mit nicht richtig eingestellter Klimaanlage nach Moalboal gefahren sind. Da wir die letzten Passagiere waren, hat uns der Fahrer trotz, oder gerade deshalb, strömenden Regens bis zum Panagsama Beach gefahren. Das Fleckchen Erde hat zu diesem Zeitpunkt nicht gerade seinen größten Charme verströmt, so daß wir dachten: Mein Gott, wo hat es uns denn hierher verschlagen. Eingangs hat man auch nicht geglaubt, daß hinter engen Pfaden noch irgend etwas ist, geschweige denn, Hotels und Pensionen. Wir haben uns dann, trotz Regens, ein paar Hotels angeschaut, haben uns aber dann für die Sunshine Pensionhouse entschieden. Wie wir nachher feststellten, auch goldrichtig. Der schweizer Besitzer Hugo und seine Frau haben sich eine, nach unserem Empfinden, kleine hübsche Anlage aufgebaut, bei der das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Die kleinen Reihenhäuschen waren sehr sauber und zweckmäßig eingerichtet. Einen Fan gab es auch, sodaß man es auch Nachts gut aushält. Das Essen war ebenfalls sehr gut und preislich angemessen. Wir waren eigentlich nie woanders Essen (Übernachtung 450/Essen von 45-250 Piso). Auch hat es einen für die Taucher eingerichteten Pool. Nun zum Ort selbst: Wie eingangs erwähnt wollten wir bei Ankunft eigentlich gleich wieder abreisen, doch am nächsten Tag sah alles ganz anders aus. Moalboal ist ein kleines verträumtes Taucherparadies ohne großartigen Strand. Ein Taifun hatte seinerzeit den Strand und die Küste zerklüftet. Es ist alles sehr steinig und felsig. Nichts desto trotz geht es alles sehr ruhig und gelassen zu, Aussteiger leben neben Backpackern genauso wie neben organisierten Pauschaltouristen. Aber alles sehr ruhig und gelassen. Wir kennen zwar die Philippinen nicht, würden aber sagen, daß hier das Leben noch philippinischen Einschlag hat. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und ich habe wieder das tauchen entdeckt, das ich vor neun Jahren begonnen, aber nicht fortgeführt hatte. Es gibt in Moalboal sehr schöne Tauchplätze, allerdings wie ich gehofft hatte, keine Großfische. Dafür sehr schöne Korallen und viele kleine Fische. Die Plätze Pescador und Sunken Island haben mir dabei am besten gefallen. Nach fünf Tagen hat es uns dann schließlich weitergezogen, und zwar nach Apo Island auf Negros. Ich, vom Tauchfieber und den vielen Erzählungen über die Tauchgebiete vor dieser Insel gepackt, wollte unbedingt dorthin. Es hat zwar einige Überredungskünste gekostet, doch Heike, meine Freundin, hat sich trotz nicht Tauchens, breitschlagen lassen. Wahrscheinlich hat sie es später bereut.

Aber dazu nachher mehr.

Wir im Linienbus ohne Fenster und Aircon (der eigentliche mit Aircon ist nicht gekommen) nach Samboan im äußersten Südwesten Cebus. Staubig von Kopf bis Fuß stiegen wir um in ein kleines Sammeltaxi nach Bato. Ziemlich anstrengend das ganze, aber abenteuerlich, wie wir beide fanden. Dort bestiegen wir dann die Fähre nach Tampi auf Negros. Diese Fähre war wie die, die man immer in den Nachrichten sieht, wenn mal wieder eine dieser Dinger irgendwo in Afrika untergegangen ist: rostig bis zum geht nicht mehr und voll bis obenhin. 45 Minuten haben wir gehofft, daß nichts passiert. Endlich angekommen, stürmten auch gleich die bis zum Pier vorgedrungenen Jeepney-Fahrer auf einen Los und wollten uns für den günstigen Preis von 200 Piso nach Dumaguete City bringen. Jedoch hatten wir einen freundlichen Herrn kennengelernt, der uns mit vor zum Bus nahm und wir somit für 6 Piso pro Nase nach Dumaguete kamen. Dort angekommen, war es wieder mal zu spät für die Fähre/boot nach Apo Island. Wir stiegen im Eldorado Beach Resort in Dauin, 15 km südlich von Dumaguete, ab, weil wir hörten, das dieser ganz nett sein soll. Stattdessen erwartete uns eine von Pauschaltouris übervölkerte Hochburg, die zwar nett angelegt war, jedoch sehr teuer ist und auf "Abzocke" getrimmt ist. Die Zimmer klein und dunkel, die Preise saftig und excl. Service Charge 10%. Es reichte uns also eine Nacht. Am nächsten Tag sind wir mit dem hoteleigenen Tauchboot mit rausgefahren. Nachdem die Tauche in den Fluten verschwunden waren, brachte uns das Boot an den Strand von Apo Island. Es bot sich uns ein Bild von kleinem Paradies mit Piratenflair ohne fließend Wasser und begrenztem Stromkontingent. Es gibt dort zwei Möglichkeiten unterzukommen. Zum einen in kleinen Bungalows direkt am Wasser, zum anderen in kleinen Zimmern oben am Hang. Beide werden unabhängig voneinander geführt, wobei wir uns gleich für die am Hang entschieden, da deren beiden Besitzer, Paul und Liberty, eine ziemlich nette Atmosphäre bieten. Und bekanntlich steht und fällt die Unterkunft mit der Leitung. Nun zum oben angedeuteten "Bereuen" bei der Wahl des Ortes Apo Island. Wir hatten vorsorglich das beste Zimmer zu 550 Piso gewählt, jedoch mußten wir eindeutig Abstriche machen. Es erwartete uns ein recht schönes, großes Zimmer mit Balkon und Blick aufs Meer. Wo uns allerdings etwas unbehaglich wurde, war der Blick ins sog. Bad. Ein Wasserbecken mit Regenwasser und Schöpfkelle, ein WC ohne uns bekannte Spülung, ein Waschbecken und ein Spiegel. O.K. wir müssen zugeben, daß wir nicht unbedingt zu den Hardcore Backpackern gehören, aber etwas komisch war uns schon. Hinzu kam, daß die Bambuswände, die die anderen Zimmer voneinander trennten, nicht bis zur Decke gingen, sondern oben einen 30 cm hohen Spalt aufwiesen. Mit anderen Worten: man hörte alles, was nebenan vor sich ging. Es gab noch ein sog. Dormitory wo sechs Leute Platz finden und ca. 150-180 Piso kostet. Nun gut, man gewöhnt sich an alles und am nächsten Tag sah alles schon ganz anders aus. Ich bin wieder mal tauchen gegangen bis ich so gut wie alle Plätze abgegrast hatte und Heike ist schnorcheln im wunderschönen Sunctuary Marine Park gewesen. Das Essen war gut und wie bereits angedeutet, läuft der Laden nur wegen Paul und Liberty. Die beiden sind wirklich nett. Sie eine gute Köchin, er ein supernetter Tauchguide. Dann war da noch der einheimische Kompressor auf zwei Beinen - Alwin kam nach 70 Min aus dem Wasser und hatte immer noch Luft für 30 weitere Minuten. Unglaublich. Nach drei Tagen haben wir auch hier die Segel gestrichen und haben uns von Paul nach Malatapay bringen lassen. Dort haben wir unsere letzten Tagen in einem kleinen Bungalow direkt am Wasser verbracht. Superschön. Wie auch drüben auf Apo hat auch hier, im Malatapay Beach Resort, Hans und seine Frau viel zum Wohlfühlen beigetragen. Wir haben hier gar nichts mehr gemacht - uns nur von Bungalow zu Restaurent geschleppt und aufs Wasser und auf Apo Island geschaut. Abends sind wir dann mit Meeresrauschen eingeschlafen und Morgens mit denselben aufgewacht. Richtig schöne, faule und relativ günstige vier Tage. Dann war auch unser Urlaub zu Ende. Hans brachte uns zum Flughafen nach Dumaguete, wo wir den Flieger nach Manila nahmen. Netterweise hatte man uns das Ticket während unseres Aufenthaltes auf Apo besorgt. Leider waren wir sehr früh in Manila, unser Flug nach Deutschland ging aber erst in der Nacht. Wir haben noch dann noch ein paar Stunden in der SM Megamall verbracht, wo shoppen eigentlich gar nicht so günstig ist, wie wir dachten. Schließlich sind wir wieder zum Flughafen und haben da gewartet bis es dann leider, aber auch wiederum endlich, nach Hause ging.

Nochmals vielen Dank für Deine Tips und Anhaltspunkte. Wir haben den Urlaub auf den Philippinen sehr genossen, war er doch ein wenig anders als erwartet: Nicht so viele Sehenswürdigkeiten, was einen auch nicht so durchs Land trieb. Dennoch sehr viele Schönes, was uns wahrscheinlich noch mal dorthin führt. Dann vielleicht Palawan oder Mindanao. Das Reisen auf den Philippinen dauert, egal welche Entfernung, relativ lange. Nächstes Mal bleiben wir dann länger, um dies zu kompensieren.

Ich habe versucht, einen kleinen Abriß der Reise zu geben, alles konnte ich aber doch nicht wiedergeben. Solltest Du, oder andere Leser, noch Fragen haben, erreicht man mich jederzeit unter:

stephan.johannsen@t-online.de

Viele Grüße

Heike und Stephan

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Reisebericht von Susanne und Oliver

Hallo Oliver,

wir hatten ja früher schon einmal email-Kontakt, als wir Infos über die Philippinen benötigten. Vielen Dank nochmals hierfür, wir konnten Deine Informationen echt gut verwerten! Nun waren wir dort und sind vollkommen überzeugt von dem Reiseland Philippinen! Hier nun unser Reisebericht von Nord-Luzon und Palawan.

Wir sind vor kurzem von unserem ca. vier wöchigen Philippinen-Urlaub (Rucksack-Reise) zurückgekommen. Wir waren dort von Anfang Mai `99 bis Anfang Juni `99, also kurz vor Beginn der dortigen Regenzeit. Die Philippinen sind unseres Erachtens ein geniales Reiseland für Individualurlauber. Wir waren hauptsächlich auf Nord-Luzon und Palawan unterwegs. Hier unsere konkrete Reiseroute sowie ein paar Tips für Leute, die auch in diesem wirklich faszinierenden Land Urlaub machen wollen:

Unsere Reiseroute:

BRD - Manila (2 Tage) - Angeles (2 Tage, Anreise mit Bus ca. 1,5h) - Banaue (2 Tage, Anreise mit Bus/Jeepney/Tricycle ca. 10h) - Manila (1 Tag, Anreise mit Direkt-Bus ca. 8h) - Inlandflug mit PAL nach Palawan (1,5h Flugzeit) – Puerto Princessa - Tigman-Beach, Aborlan (4 Tage, Anreise mit Aircon-Van ca. 2,5h) - Puerto Princessa (1 Tag, Anreise mit Jeepney ca. 3h) - Sabang (4 Tage, Anreise mit Jeepney) - Cacnipa Island, Port Barton (4 Tage, Anreise mit Boot ca. 3h) - Port Barton (1 Tag, Anreise mit Boot ca. 45 Min.) - Roxas (Anreise mit Jeepney ca. 1,5h) - Coco Loco Island (3 Tage, Anreise mit Boot ca. 45 Min.) – Puerto Princessa (3 Tage, Anreise mit Boot/Jeepney ca. 7h) - Inlandflug mit PAL nach Manila - Manila (1 Tag) - BRD

Tips für Reisewillige:

WICHTIGSTER TIP:

Unbedingt vor Abreise "Das Original Philippinen Reise-Handbuch" von Jens Peters besorgen. Es ist sowas wie das deutschsprachige Standardwerk für Individualreisen in den Philippinen und steckt voller wirklich nützlicher Informationen! Das englische Kult-Travel-Buch "Lonley Planet" über die Philippinen stammt übrigens auch aus der Feder Peters`.

Manila:

- Manila ist im dortigen "Sommer" (April/Mai/Juni) wirklich sehr heiß! 40°C und 80% Luftfeuchte sind keine Seltenheit. Außerdem herrscht dort fast immer so eine Art Smog, der das Ganze dann noch unerträglicher macht... Also unser Tip: Schnellstmöglich raus aus dem "Molloch" Manila (z.B. nach Angeles)! - Wenn man doch in Manila bleiben will/muß, können wir die Malate Pensionne empfehlen. Die liegt, wie der Name schon sagt, dirket im Stadtteil Malate (ziemlich zentral im touristisch bedeutenden Teil von Manila) in der Adriatico Street. Ist zwar etwas teurer als manch andere Unterkunft, aber dafür sehr sauber und schön. Auch trifft man dort sehr viele andere "weiße" Traveller. - Wirklich Attraktives zum Anschauen gibt es in Manila eigentlich relativ wenig. Interessant sind jedoch die riesigen Shopping Malls, die es dort a la USA gibt (z.B. SM Mall, Robinsons Mall, usw.).

Angeles:

- Eine wirklich sehr gute Unterkunft in Angeles ist das Sunset Garden Inn. Schweizer Management, saubere Zimmer, sehr gutes Essen, großer Swimming-Pool und freundlicher Service sind nur einige der Vorzüge dieser tollen Unterkunft. - Wer Lust hat den Autor des Original Philippinen "Kult-Reiseführers" kennenzulernen, nämlich Jens Peters, der hat im Sunset Garden Gelegenheit dazu. Denn Jens wohnt schräg gegenüber vom Sunset Garden Inn (hat dort ein Haus gemietet)! Er ist beinahe jeden Abend an der Bar des Sunset Garden zu finden, dort kann man dann über die Philippinen plaudern, sich seine Reiseroute austüfteln / verfeinern, den Reiseführer signieren lassen, usw... - Generell ist in Angeles alles ein wenig überteuert. Z.B. bezahlt man als Tourist für kurze Tricyclefahrten ziemlich viel im Vergleich zu manch anderen Gegenden. Am Besten man handelt wie wild mit den halsabschneiderischen Tricyclefahrern! Auch die Verpflegung ist in Angeles etwas teurer, aber durchaus bezahlbar.

- Wenn man in Angeles ist, sollte man unbedingt eine Tour zum Vulkan Pinatubo unternehmen. Es gibt unterschiedliche Touren: Z. B. kann man eine 2-tägige Tour zum Gipfel des Mt. Pinatubo unternehmen (mit Übernachtung am Berg). Oder man kann eine halbtägige Tour durch den "Lava-Canyon" des Pinatubo machen. Wir haben die halbtägige Tour gemacht. Ist wirklich beeindruckend! Keinesfalls sollte man versuchen diese Tour auf eigene Faust (ohne Führer) zu unternehmen! Denn am Fuße des Pinatubo gibt es gefährlichen Treibsand und wenn es dort plötzlich regnet ist es sehr gefährlich, da der Canyon dann zu einem reißenden Fluß wird! Buchen kann man die Touren im Sunset Garden Inn bei dem Karlsruher Bernd. Er lebt seit zehn Jahren in Angeles und organisiert verschiedenste Touren. Auch sonst kennt er sich ganz gut aus... Die halbtägige Tour kostet ca. 650 Peso pro Person (mit Transfer, usw.).

Banaue:

- In Banaue sind zunächst einmal fast alle Unterkünfte ziemlich schlecht. Die Zimmer sind sehr einfach und nicht immer sauber, das Frühstück in den Pensionen ist wirklich Geschmacksache... Man merkt dort eben doch den zunehmenden Tourismus aufgrund der Reisterassen. - Aber die Reisterassen machen vieles wieder Wett!! Auf jeden Fall sollte man die Reisterassen von Batad besuchen! Am Besten, wenn es die Zeit zuläßt, plant man eine Übernachtung in Batad inmitten der wirklich traumhaft angelegten Reisterassen ein. Das Hauptgepäck kann man in Banaue in seiner Unterkunft deponieren, und dann nur `nen kleinen Rucksack mit dem Nötigsten mitnehmen und die Tour nach Batad beginnen. Man fährt mit einem Tricycle für völlig überteuerte 300 Peso (aber Touristen bekommen die Fahrt kaum billiger!) von Banaue zur sog. "Junction". Achtung, wirklich sehr schlechte Strasse (vor allem bei Regen!!). An der "Junction" nach Batad muß man dann aussteigen und zu Fuß nach Batad gehen. Es geht ziemlich steil bergauf zum ersten View Point, dann wieder steil bergab in Richtung zweitem View Point und Batad. Die Aussicht auf die Reisterassen ist großartig!! Der Fußmarsch dauert ca. 2 Stunden (one way). Es ist dort jedoch sehr heiß, man sollte unbedingt genügend zum Trinken mitnehmen...

- Von Banaue nach Manila fährt täglich morgens um 7 Uhr ein angenehmer Aircon-Direkt-Bus (8h Fahrtzeit). Man kann am Tag vor der Abreise einen Platz im Laden an der Bushaltestelle (direkt in Banaue) reservieren.

Puerto Princessa:

- Sicherlich eine der besten Unterkünfte in Puerto Princessa (Palawan) ist das von schweizern geführte Trattoria Inn. Es liegt in der Rizal Avenue in der Nähe des Flughafens (keine Sorge, dort starten und landen täglich nur ca. 5 Flugzeuge). Die Zimmer sind sehr sauber und komfortabel, das Essen ist prima und im nebenan gelegenen Swiss Bistro gibt es die wohl beste Musik der Stadt (CDs) und Bier vom Faß! Übrigens: Das philippinische Bier "San Miguel" ist sehr gut und auch sehr bekömmlich...

- Einen Besuch wert ist der kleine schweizerische Feinkostladen "Bruno`s Swiss Food & Wines". Für alle die sich nach heimischer Schokolade, Käse, usw. sehnen. Er liegt in einer Seitenstraße der Rizal Avenue. Genaueres im Jens Peters-Buch. - Empfehlenswert in Sachen Fast Food ist in Puerto Princessa der "Jolli Bee". Das ist eine Art philippinischer Mc Donald`s. Wenn man die ganze Zeit Reis gegessen hat, und vielleicht mal `ne Abwechslung sucht, dann ist man hier richtig. Im Jolli Bee ist es sehr sauber, das Chunk-Food schmackhaft, gut klimatisiert und nicht zu teuer (aber sicher teurer wie in irgend einem Strassenrestaurant). - Wem es in Puerto Princessa nach einer Abkühlung ist, der kann im besten Hotel am Ort, dem Asia World Hotel, für 60 Peso den schön angelegten und großen Swimming Pool benutzen. Denn der AW White Beach von Puerto ist nicht jedermanns Sache...

Tigman-Beach, Aborlan:

- Hier findet man einen wirklich sehr sehr schönen palmenbestandenen Traum-Strand, der auch sehr sauber ist. Man ist dort fast allein, denn allzu viel los ist an dem Tigman-Beach nicht. Toll zum relaxen!!! - Hier gibt es nur drei Beach-Resorts am Strand. Man sollte unbedingt in das

"Camilla del Sol" gehen! Denn die anderen beiden sind einerseits zu teuer (Princessa Holiday Resort) und andererseits nicht sonderlich schön. Das "Camilla del Sol" hat sehr schöne Cottages direkt am Strand und unter Palmen, das Essen ist echt gut dort und die Inhaber sind lustig und nett. Auch kann man dort abends mit den Bediensteten Karaoke (Videoke) singen... Die Übernachtung kostet ca. 350 Peso für ein einfaches Cottage, ca. 500 Peso für ein besseres Cottage. - Leider muß man beim Baden im Meer etwas aufpassen, denn manchmal hat es dort einige Quallen. Aber der wirklich traumhafte Strand und die Ruhe entschädigen das locker (erfrischen kann man sich im Wasser trotzdem gut). - Strom gibt es dort von 18.00 Uhr - ca. 24.00 Uhr. Manchmal auch länger.

Sabang:

- Die Unterkunft "Robert`s Cottages" ist ganz okay. Wobei man sagen muß, daß das Restaurant bei Robert`s nicht so gut ist (zu teuer und zu kleine Portionen). - Empfehlen kann man in Sabang das Cafe Sabang. Hier sitzt man wirklich sehr schön auf einer grünen Terasse und es gibt ein sehr gutes Frühstück mit selbstgebackenem französischem Brot sowie gebrühtem Kaffee. Auch schmecken die Pizzas dort echt Klasse... Das Cafe Sabang wird von einem Franzosen sehr gut geführt.

- Ansonsten sollte man in Sabang natürlich den Underground River besuchen, am Besten läuft man dahin. Man kann ihn entweder über den sog. "Monkey Trail" (für durchschnittliche Sportler empfohlen, bei Flut kann man jedoch naß werden!), oder über den "Jungle Trail" erreichen (nur für sportliche Leute geeignet, viel Wasser und Moskitoöl mitnehmen, in Sabang kann man T-Shirts kaufen mit dem Aufdruck "I survived the Jungle Trail" - das sagt wohl alles...). Beide führen durch rauhen Dschungel, auf dem "Monkey Trail" trifft man unwahrscheinlich viele Affen... Auch gibt es dort ca. 2,5m lange Varane. Ganz Gemütliche können auch mit dem Boot von Sabang aus zum Underground River fahren (ca. 350 Peso hin und zurück!).

Cacnipa Island (bei Port Barton):

- Auf dieser ca. 3qkm großen Insel gibt es nur eine Unterkunft, das "Coconut Garden Beach Resort". Auf unserer ganzen Philippinen-Reise hat es uns dort am Besten gefallen!! Es wird von dem Schweizer Hene und seiner philippinischen Frau bestens geleitet. Die Cottages sind wirklich sehr sauber und schön, der Strand ist Klasse zum relaxen und schnorcheln. Auf dieser kleinen Insel hat man echt seine Ruhe und kann unter Palmen am Strand die Seele baumeln lassen. Besonders erwähnt werden muß das gute Essen im Coconut Garden Beach Resort: Wir haben dort die beste Küche auf unserer Philippinen-Reise vorgefunden! Es gibt sowohl sehr gute philippinische Gerichte als auch vorzügliche internationale Küche (u.a. schweizerisches oder deutsches Essen) und besonders guten Fisch (Lapu Lapu)!! Außerdem gibt es dort die weltbesten Pancakes (lecker, lecker mit Pineapples!)!!! Also die beiden können echt gut kochen und servieren das Ganze dann auch sehr liebevoll. Richtig Klasse halt...hier kann man sich so richtig verwöhnen lassen. Manchmal kommt tagsüber auch das Fischerboot am Strand vorbei und man kann sich direkt vom Boot heraus den Fisch aussuchen, den man abends essen möchte.......

- Auf Cacnipa Island kann man allerdings nichts einkaufen. Wer möchte, kann sich vom Festland was mitbringen. Obwohl die Preise auf Cacnipa Island noch einigermaßen zivil sind, wenn man bedenkt, daß alles mit dem Boot vom Festland beschafft werden muß. - Anreise: Im Wesentlichen gibt es drei Möglichkeiten nach Cacnipa Island zu kommen: Man kann entweder von Port Barton aus mit `ner Banca anreisen (eigener Coconut Garden Island Resort-Anleger, ca. 45 Min. Fahrtzeit), oder mit einem größeren "Linienboot" von Sabang aus (ca. 350 Peso), oder aus dem Norden Palawans (z.B. El Nido) auch mit dem regulären großen "Linienboot".

- Auf Cacnipa Island gibt es auch einen kleinen aber feinen Jungle Trek, denn die gesamte Insel besteht quasi nur aus Dschungel! Beim Coconut Garden Beach Resort trifft man deswegen auch so manchen Makaken (Affen) und vogelgroße Schmetterlinge...

Port Barton:

- In Port Barton ist sehr wenig los, um nicht zu sagen, es ist garnichts los! Man kann zu einem Wasserfall wandern, am Strand baden oder schnorcheln. Aber das wars dann wohl auch schon.

- Es gibt dort auch relativ wenige Unterkünfte und Restaurants. Wir konnten tatsächlich nur ein Restaurant in der Ortsmitte von Port Barton entdecken, und dort war so ziemlich alles ausverkauft..... Und das was dann da war, schmeckte wirklich nicht sonderlich gut! Auch sind die Einkaufsmöglichkeiten in Port Barton sehr beschränkt.

- Zum Übernachten können wir die Swissipini Lodge empfehlen. Wie der Name schon sagt auch unter schweizer Leitung. Allerdings hat es uns dort nicht so gut gefallen wie z.B. auf Cacnipa Island. Der Service war nicht so gut und auch das Restaurant ist Geschmackssache. Kann aber auch sein, dass dies daran lag, dass wir am Beginn der Nachsaison dort waren und deswegen dort die Aufmerksamkeit etwas nachliess...

Coco Loco Island:

- Von Coco Loco Island hatten wir uns zunächst sehr viel erhofft. Denn schließlich wird für dieses kleine Island auch überall ganz groß geworben (Flughafen, Jeepney-Terminals, Puerto Princessa, etc.). Aufgrund dessen sollte man meinen, dass es dort auch sehr schön sein sollte: Kleine Insel (ca. 400x400m), Palmen, Meer, weißer Sand, usw...... Wir waren jedoch ganz schön enttäuscht! Denn:

- In keiner Werbung steht, daß es dort eine sehr ausgeprägte Ebbe und Flut gibt. D.h. man kann nur von morgens bis ca. 14 Uhr ins Wasser gehen, denn danach ist dort im Wahrsten Sinn des Wortes Ebbe. Das sieht dann nicht gerade so idyllisch aus, wie auf dem Werbe-Flyer!

- Das Management läßt auch zu wünschen übrig: Die Unterkünfte werden so gut wie nie geputzt (vor allem die Bäder!) und sind ziemlich runtergekommen...

- Das wirkliche Geld wird auf dieser Insel nicht mit den Unterkunftspreisen verdient (Cottage 690 Peso), sondern mit den Restaurantpreisen! Die sind wirklich unverschämt hoch! Man bezahlt im Vergleich zum Festland z.T. den dreifachen Preis für ein Essen. Und dabei schmeckt es dort noch nicht einmal.

- "Für Ihre Stromversorgung werden auf Coco Loco 3 Stromgeneratoren eingesetzt" wirbt das Flugblatt der Insel. Zunächst könnte man meinen "umso mehr Generatoren, desto besser". Aber der Schein trügt! Dadurch dass die Insel sehr klein ist, halten sich bei schwachem Wind auch die ganzen Abgase der Diesel-Heizöl-Generatoren auf der Insel. Und das stinkt wirklich sehr sehr schlimm. Manchmal kann man deswegen nachts kein Auge zutun (die Cottages haben nämlich keine Glasfenster, sondern offene Bambusfenster...). Vom Krach der Stromgeneratoren einmal ganz abgesehen...

- Im Meer bei Coco Loco Island hat es außerdem ziemlich viel Seetang (je nach Strömung). Das ist auch nicht jedermanns Sache...und steht auch in keiner Werbung.

- Also wir wollen wirklich keinem den Philippinen-Aufenthalt versauern, aber auf Coco Loco zu gehen muß nicht sein. Da gibt es wirklich bessere Plätze rund um Palawan (s.o.) und auf den restlichen philippinischen Inseln!

- Ausnahme: Das Schnorcheln auf Coco Loco war gut. Dort findet man eine traumhafte Unterwasserwelt mit sehr vielen äußerst bunten tropischen Fischen vor. Man sollte jedoch unbedingt zum Schnorcheln ein T-Shirt anziehen, denn ohne Shirt (und dafür mit möglichst viel Sonnenmilch...) mögen das die Fische garnicht...

- Coco Loco macht übrigens auch Werbung im Internet: http://www.palawan.com (hier findet man u.a. auch Infos + Bilder vom Tigman Beach - Aborlan, Swissipini - Port Barton, Asia World Hotel - Puerto Princessa).

Das wars mit unseren Tips! Wir hoffen, jemand kann etwas damit anfangen und wünschen allen Reiselustigen einen schönen Aufenthalt auf den Trauminseln der Philippinen! Uns hat es alles in allem sehr gut gefallen...bestimmt gehen wir wieder einmal hin...

Susanne und Oliver

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Reisebericht von Mario

Hallo Oliver,

nach langer, langer Zeit will ich nun mal eine längst überfällige Schuld einlösen und mich mal ganz herzlich für Deine Hilfe bedanken! Ich weiß nicht, ob du Dich noch an ich erinnerst, deshalb will ich mal versuchen, Dein Gedächtnis ein klein wenig aufzufrischen. Ich glaube es war so gegen Mai/ Juni als ich Dich zum ersten Mal angeschrieben habe. Ich hatte Dir damals geschrieben, daß ich ein Jahr vorher via Internet eine Filipina kennengelernt habe, ich sie besuchen wolle und das wir planten eventuell auch zu heiraten. Du hattest mir damals sehr viele hilfreiche Tips gegeben, was wir alles an Unterlagen brauchen würden. Ich kann Dir gar nicht genug dafür danken, denn hätte ich das alles nicht gewußt, wer weiß was sonst aus uns geworden wäre!

Als erstes bin ich also auf das Standesamt gegangen um eine Ehefähigkeitszeugnis zu beantragen. Dort habe ich erstmal erfahren, daß ich dafür ja auch die Geburtsurkunde meiner Zukünftigen bräuchte. Zwei Wochen später bin ich also freudestrahlend wieder dort aufgetaucht, mit meiner Aufenthaltsbestätigung, meiner Geburtsurkunde, sowie einer beglaubigten Kopie der Geburtsurkunde von Maria. Als die Standesbeamtin dann diese Kopie anschaut, stellt sie doch tatsächlich fest, daß diese doch in englisch ausgefertigt sei. Die müsse noch übersetzt werden, bevor ich mein Ehefähigkeitszeugnis bekommen könne. In meiner jugendlichen Einfalt meinte ich, das könne ich gleich an Ort und Stelle machen, worauf mir dann gesagt wurde, daß dies ein beglaubigter Übersetzer machen muß. Tja, eine Woche später war ich wieder dort und ca 200 DM ärmer :-) Danach wurde ich noch mal 100 DM leichter, hatte aber endlich das heißersehnte Zeugnis in der Hand. Allerdings mußte ich mir doch noch eine internationale Geburtsurkunde besorgen und die zusammen mit dem Ehefähigkeitszeugnis im Regierungspräsidium noch mal authentifizieren lassen!

Nach der ganzen innerdeutschen Rennerei konnte ich mich dann endlich auf meine Reise konzentrieren. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, verlief nicht alles so reibungslos bis dahin. Meine Eltern zum Beispiel waren nicht so begeistert, daß ich allein auf die Philippinen reisen wollte, noch weniger erfreut waren sie natürlich, als sie von meinen Heiratsideen erfuhren. Lange Rede kurzer Sinn, schließlich war der Tag da, an dem ich mich endlich auf den Weg machen konnte. Ein Freund von mir brachte mich schließlich zum Frankfurter Flughafen und ab ging es. Für mich war das wirklich eine unglaubliche Reise. Ich bin zum ersten Mal geflogen, ich fuhr zum ersten Mal ohne Begleitung in den Urlaub, ich würde zum ersten Mal die Philippinen besuchen und ich würde zum ersten Mal meine Angebetete sehen können.

Ich muß sagen, bis zu dem Zeitpunkt zu dem ich im Flugzeug saß und auf den Start wartete, bin ich kaum dazugekommen mir irgendwelche Gedanken zu machen. Ich war einfach nur froh, daß ich es endlich so weit geschafft hatte. Der Flieger hob ab und ich mit! Der Flug verlief ungemein angenehm und irgendwann sind wir dann auch mitten in der Nacht in Dubai gelandet. Bis dahin war ja alles ganz gut, aber dann kam das schwere Stück- 9 Stunden Aufenthalt und ich hatte kein Visum um mal aus dem Flughafen rauszukommen. Naja, irgendwie hab ich das auch überlebt. Allerdings hatte mir unser Erkennungszeichen etwas zu schaffen gemacht. Um Maria die Suche nach mir etwas zu erleichtern, hatte ich ihr geschrieben, daß ich ein helles Jackett anziehen würde. Ein schwerer Fehler wie sich herausstellte, denn als ich in Dubai aus dem Flugzeug stieg, kam ich mir so vor als ob ich in einen heißen Glutofen steigen würde. Tja, das kommt davon, wenn man die Temperaturen gnadenlos unterschätzt.

Nach diesen 9 Stunden ging es dann für mich in die heiße Phase! Von jetzt an würde es nicht mehr lange dauern, bis ich endlich dort wäre, wo ich schon ein ganzes Jahr hin wollte. Da hab ich mir schon ein paar Gedanken gemacht, was wäre wenn mich dort wirklich niemand abholen würde, oder wir uns überhaupt nicht leiden könnten, wenn die Chemie überhaupt nicht stimmen würde. Allerdings wichen diese Gedanken mehr und mehr der Aufregung, je näher ich dem Ziel kam. Wir machten noch eine kurze Zwischenlandung in Hong Kong und dann ging es auch schon weiter. Mit schlafen war dann nicht mehr viel.

Endlich war es dann so weit! Natürlich bekam ich mein Gepäck so ziemlich als Letzter und kam auch so ziemlich als Letzter durch den Zoll. Im Flieger hatte ich mir vorher die Kontaktlinsen gegen meine Brille vertauscht, damit ich besser schlafen konnte. Allerdings kann ich mit meiner Brille etwas schlechter sehen, deshalb mußte ich immer etwas genauer hinsehen. Maria hatte mir eine Telefonkarte geschickt und geschrieben ich solle sie auf ihrem Handy anrufen, sobald ich auf dem Flughafen angekommen sei. Außerdem meinte sie noch, sollte ich irgendwelche Leute sehen, die mir Zeichen geben oder mich irgendwo hinführen wollten, sollte ich die geflissentlich ignorieren. Kurze Zeit später begann ich diesen Rat zu beherzigen. Als ich, bepackt wie ein Esel, in eine Halle kam, die ich für die Ausganghalle hielt, sah ich draußen hinter der Tür zwei junge Frauen stehen, die mir ganz aufgeregt zuwinkten. Eingedenk der Worte Marias habe ich sie also ignoriert, meine Koffer abgestellt und nach der Telefonkarte gekramt. Außer mir war sonst kaum einer mehr in dieser Halle und als ich wieder aufschaute, waren die zwei immer noch da und gestikulierten noch mehr. Schließlich hab ich mich besonnen und noch mal genau hingesehen. Dabei mußte ich feststellen, daß mir eines der beiden Mädchen verdammt bekannt vorkam. Das mußte sie sein! Ich hab also mein ganzes Zeug aufgerafft und bin am Wächter, der mir freundlicherweise die Tür aufhielt, vorbei raus zum Ziel meiner Wünsche gerannt. Obwohl wir uns beide gedacht hatten, daß wir uns wie verrückt umarmen würden, standen wir nur da und haben uns angesehen und uns ganz zahm die Hände gegeben :-) Das andere Mädchen arbeitete für eine Reiseagentur und hat Maria einfach mit bis dorthin genommen. Normalerweise ist dort kein Zutritt für Besucher.

Tja, so sah es erstmal aus. Ich war endlich da und mir hat sich regelrecht der Kopf gedreht. Als ich sie da zum ersten Mal richtig gesehen hatte, wußte ich genau, daß es endgültig um mich geschehen war! Allerdings bekam ich dann auch gleich einen Genickschlag, als sie mir auf dem Weg zum Parkplatz sagte, daß ich doch ziemlich anders wäre, als sie sich mich vorgestellt hatte. Da war mir gar nicht so richtig wohl in meiner Haut. Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon wieder abreisen, mit dem Wissen, daß ich es total vergeigt hatte.

Jedenfalls sind wir erstmal auf den Parkplatz gegangen, wo wir dann auch prompt von einigen Filipinos umlagert wurden, die unbedingt meine Koffer tragen wollten- zu zehnt! :-) Da ich von sowas bisher nur gehört oder im Fernsehen davon gesehen hatte, war ich schon überrumpelt und meine Koffer wanderten aus meinen Händen ins Auto. Kurze Zeit darauf standen sie alle um mich rum und hielten die Hände auf. Da machte ich auch gleich den nächsten Fehler und holte meine Brieftasche raus. Ich hatte grade 2 Dollar verteilt, als Maria dazwischen ging und wir endlich ins Auto stiegen. Die Filipinos allerdings umlagerten uns noch ein wenig und es dauerte etwas, bis wir sie wieder los wurden. Wie wir aber später feststellten sind wir trotzdem nicht verlustfrei davongekommen, denn Marias Handy war auch weg.

Trotz daß Maria meinte ich wäre so total anders, gefiel es mir außerordentlich gut dort. Das Essen war einfach hervorragend, obwohl ich mit der ersten Mahlzeit etwas Schwierigkeiten hatte. Maria servierte mir Mungo, was mich irgendwie sehr an Linseneintopf erinnerte. Nach ein paar Tagen allerdings hatte ich auch daran Gefallen gefunden. Meinen Kulturschock hatte ich auch schnell überwunden, auch den Schock über den Straßenverkehr :-)) Die ersten drei Tage waren wirklich schwer für mich, weil ich immer noch dachte, daß ich mir viel zu viel erhofft hatte und ich ein kompletter Träumer wäre. Zum Glück habe ich mich wieder gefangen und wie sich herausstellte waren meine Befürchtungen völlig grundlos. Wir haben uns anfangs nur nicht so richtig getraut, aber als ich dann den ersten Schritt gemacht hatte, war alles kein Problem mehr.

Von dem Moment an kam ich mir wirklich wie zu Hause vor. Am dritten Tag sind wir noch mal zum Flughafen gefahren um Marias Mutter abzuholen. Sie war seit Jahren nicht mehr da gewesen und war extra wegen mir angereist. Allerdings gab es da ein kleines Problem. Das Auto das Maria geborgt hatte, war ein Regierungsfahrzeug und just an diesem Tag durften Autos mit diesen bestimmten Kennzeichen nicht nach Manila. Ich hab das nicht ganz verstanden, aber es gibt da wohl Bestimmungen, daß diverse Fahrzeuge an bestimmten Tagen nicht in Manila fahren dürfen. Maria hatte das vergessen und so sind wir auch prompt angehalten worden. Nach einigen langen Erklärungen stieg der Polizist mit ins Auto und begleitete uns zum Flughafen, damit wir nicht noch mal angehalten würden. Nachdem wir ihm auch noch 250 Pesos bezahlt hatten, bekam Maria dann auch ihre Fahrerlaubnis wieder.

Nachdem ich also auch meine zukünftige Schwiegermutter kennen und lieben gelernt hatte, mußte ich bei ihr noch ein wenig an Überzeugungsarbeit leisten. Sie wollte mir nämlich absolut nicht abkaufen, daß ich ein Fan philippinischer Küche geworden bin! :-) Das ich Reis und Pusit gegessen habe, war für sie noch begreifbar, aber daß ich auch Bagoong sehr gern gegessen habe, wollte sie einfach nicht glauben . Naja, nach ein paar Wochen hat sie es dann doch geglaubt.

Wie gesagt, nachdem ich meinen Kulturschock überwunden hatte, fand ich es einfach schön dort. Anfangs hatte ich etwas Probleme mich zum Beispiel an den Anblick der Guards überall zu gewöhnen, die an jeder Ladentür gestanden haben, mit einer mehr oder weniger großen Wumme. Allerdings wirkten sie in keinster Weise bedrohlich, sondern waren außerordentlich freundlich und zuvorkommend. Überhaupt war ich regelrecht platt von den Verkäufern dort. Man brauchte nur an einem Stand in einer SM vorbeizugehen und schon wird man sehr freundlich begrüßt. Zuerst habe ich gedacht, daß das nur daran liegt, daß ich Ausländer bin, aber das war dort ganz normal. Was mich allerdings etwas stutzig gemacht hatte, war daß selbst in Manila, wo es doch eigentlich verhältnismäßig "viele" Ausländer geben müßte, mich die Kinder angestarrt haben, als käme ich direkt vom Mars. Außerdem sind die Leute dort der Meinung jeder hellhäutige ist Amerikaner. Du glaubst gar nicht, wie oft mir die Leute ihr "Hey Joe, welcome to the Philippines" nachgerufen haben. Auch als wir mit dem Auto an der Tankstelle waren, befand ich mich gleich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Mädels dort haben ständig zu mir ins Auto geguckt und gekichert. Schließlich haben sie dann Maria noch gefragt, ob ich ihr Ehemann wäre. Nun bin ich ja auch kein Adonis, deshalb hab ich mich immer gefragt, ob sie mich an- oder ausgelacht haben...

Nach einiger Zeit haben wir uns dann auch tatsächlich mit der Frage aller Fragen befaßt: Hochzeit! Kurz und gut, ich habe sie gefragt und sie hat ja gesagt! Ich konnte es kaum glauben und gleich dreimal nachgefragt! :-) Glaub bloß nicht, daß wir uns das alles so leicht gemacht haben. Nicht nur, daß wir drei Mal umsonst bei der deutschen Botschaft waren, weil der Guard uns die falschen Öffnungszeiten gesagt hatte, gab es da noch das Problem mit meinen Eltern. Die waren wie schon gesagt alles andere als begeistert von meiner Idee, weil sie, nüchtern betrachtet nicht zu Unrecht, meinten, daß eine Beziehung die nur über das Internet aufgebaut wurde nicht das selbe ist, wie eine "normale" Beziehung. Sei es wie es sei, wir hatten uns das alles reichlich überlegt und waren und sind uns sicher, daß wir zusammengehören. Also sind wir erstmal losgezogen und haben die Ringe gekauft. Nach einigen Telefonaten mit meinen Eltern stand meine Entscheidung fest, obwohl Maria doch Bedenken hatte, daß meine Eltern sie vielleicht zurückweisen würden.( Wie sich dann herausgestellt hat, war auch diese Sorge völlig grundlos. Mittlerweile haben sie sich kennengelernt und meine Eltern haben sie sofort ins Herz geschlossen)

Heiraten auf den Philippinen ist eigentlich unglaublich billig- für 5 DM kannst Du die Heiratslizenz bekommen. Allerdings gibt’s da den üblichen Papierkrieg. Aber damit nicht genug- bevor wir nämlich die besagte Lizenz bekommen konnten, mußten wir nämlich nicht nur 10 Tage warten, sondern auch noch ein Famillienplanungsseminar besuche. Ich kam mir da vielleicht komisch vor. Am Anfang mußten wir da einen Fragebogen ausfüllen, wo es natürlich so um Fragen der Verhütung, Geburtenkontrolle, Religion (sind Kinder ein Geschenk Gottes?) ging. Dummerweise war der Fragebogen einschließlich des folgenden Seminars in Tagalog- welchem ich leider immer noch nicht mächtig bin. Mittlerweile rückte mein Abreisetermin schon wieder in bedrohliche Nähe. Wir sind also mit der Teilnamebestätigung wieder in der Municipality aufgetaucht und da gabs gleich wieder einen Rückschlag. Der nette Mitarbeiter dort erzählte uns doch, wir müßten noch mal 10 Tage warten. Das war vielleicht ein Schock! Wir hatten ja schon 10 Tage gewartet. So sind wir also zerknirscht erstmal wieder abgezogen und haben schwer gegrübelt. Zum Glück hatte ich noch ne ganze Menge Zeit, bis ich meinen neuen Job antreten mußte und so haben wir erstmal meinen Rückflug verlängern lassen. Kurz bevor wir in Richtung Reisebüro aufgebrochen sind, rief Maria nochmal in der Municipality von Cavite an und siehe da, der Mann hatte sich geirrt und wir konnten uns einfach einen Termin raus suchen. Also habe wir uns den 11. August raus gesucht, weil wir noch nicht wußten, ob es mit der Umbuchung klappt. Ansonsten hätte ich am 12. August wieder zurück nach Deutschland fliegen müssen.

Dann war es endlich soweit! Da ich weder getauft noch sonst irgendwie kirchlich gebunden bin, haben wir also nur standesamtlich geheiratet. Wir wollen aber ein kirchlich Hochzeit auf jeden Fall noch nachholen. Unser Standesbeamter dort war, soweit ich das richtig verstanden habe, ein Verwandter des Bürgermeisters von Cavite. Wenn wir am Donnerstag geheiratet hätten, dann wären wir vom Bürgermeister selbst getraut worden. Wir hätten dann zwar eine sehr feierliche Zeremonie gehabt, allerdings hätten wir auf einen unglaublichen Spaß verzichtet. Wenn der Bräutigam vor der Hochzeit nervös ist und alles durcheinander bringt, ist das ja normal, aber der Standesbeamte? Der arme Kerl war so fertig, daß er sich nicht getraut hat englisch zu sprechen. ( Ich hoffe das lag nicht an mir. Ich seh doch wirklich nicht so bedrohlich aus) Er hat gemeint Maria solle für mich übersetzen, nur hat er in einer Tour geredet und ihr zum Übersetzen keine Gelegenheit gegeben :-D Außerdem dachte ich bisher auch immer, daß man sich am Ende der Zeremonie küßt und nicht mittendrin....

Dank der erfolgreichen Umbuchung hatten wir also noch gut 2 Wochen für uns als Mann und Frau. Wir haben die Gelegenheit auch gleich mißbraucht und sind noch für eine Woche nach Macao geflogen. Ich glaube ich kenne jetzt auch jeden einzelnen Juwelier mit vollständigen Namen und Stammbaum dort. Allerdings habe ich bis jetzt nicht so viel von den Philippinen gesehen, abgesehen von Tagaytay und Taal, dafür sind wir in Manila ganz schön rumgekommen und ich war mit der wundervollsten Frau der Welt zusammen. Maria ist auch schon ca 3 Monate hier gewesen. Leider mußte sie erstmal wieder zurück, um dort noch ein paar Angelegenheiten zu klären. Das wichtigste ist, daß sie das Haus dort verkaufen kann, da ihre Mutter, die ja momentan noch in Paris lebt, wenn sie sich zur Ruhe setzt ein kleineres Haus beziehen will. Deshalb hat sie halt festgelegt, daß Maria das in die Hand nehmen soll. Ich hoffe halt sehr, daß sie das bis April geschafft hat, denn dann fliege ich wieder hin und hoffe ich kann sie dann zu mir nach Hause holen. Solltest Du also jemanden kennen, der Interesse an dem Haus haben könnte, mail mich ruhig an :-)

Alles in allem muß ich sagen, daß ich wirklich mehr Glück als Verstand gehabt habe. Trotz daß ich meine Frau übers Internet kennengelernt habe, würde ich nicht sagen, daß das für jeden zu empfehlen ist. Was ich aber wirklich jedem wärmstens empfehlen kann, ist ein Besuch auf den Philippinen! Ich kann bloß hoffen, daß bald April ist :-)

Übrigens, hier ist noch ein Bild von uns. Leider nicht von den Philippinen, aber dafür aus Macao. Im Hintergrund kannst Du das Wahrzeichen von Macao sehen, die Ruinen der ST. Pauls Kirche. Der Typ mit den wenigen Haaren, daß bin ich und die wunderschöne Frau da vor mir ist meine Maria :-)

Na denn, nochmals vielen Dank für Deine außerordentlich hilfreichen Tips!

Mario & Maria

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Reisebericht von Dirk

Meine 1. Reise vom 20.03.- 09.04.00

Manila - Boracay - General Santos (Mindanao) - Manila - Baguio - Manila - Frankfurt

Ich flog relativ preiswert mit China Airlines (Gulf Air ist noch billiger) bis Taipeh (2 St. Aufenthalt), von dort nach Hongkong (ca. 3 Std. Aufenthalt) und mit CatThay Airlines nach Manila, 1150,00 DM. Ach, ja, Zwischenstop in Abu Dabi (1 Std. Aufenthalt) nicht zu vergessen.

Einige Wochen vor dem Flug hegte ich die unbestimmte Befürchtung, daß mein aufgegebenes Gepäck abhanden kommen könnte, obwohl die Wahrscheinlich-keit dafür im Promillebereich liegt.. Als ich am Flughafen in Manila ankam, erfüllten sich meine düstersten Visionen: Das Gepäcklaufband leerte sich, nach und nach zogen alle Passagiere mit ihrem Gepäck und zufriedenen Gesichtern ab - nur ich stand wartend vor einem sich jetzt nicht mehr drehenden Band. Meine Laune befand sich nun auf dem Tiefpunkt. Ich meldete den Verlust des Rucksacks dem zuständigen, ziemlich desinteressiert wirkenden Herrn, der in der Nähe des Gepäckbandes herumwerkelte. Er nahm meine Personalien auf und versprach mir Nachforschungen anzustellen und sich in dem von mir angegebenen Hotel - ggf. - zu melden. Nur mit Reisepaß und Geld im Bauchgurt bewaffnet, zog ich ab, um die vor dem Flughafen wartende Lanie zu treffen. Meine jetzige Frau war meine damalige „virtuelle Bekannte“, eine Brief-(bez. Email)freundin von mir. Leider war von ihr nichts mehr zu sehen, denn inzwischen war viel Zeit vergangen und sie meinte wohl, mich verpaßt zu haben. Ihre Telefonnummer und Adresse befand sich in meinem Gepäck, so daß sie für mich nicht mehr erreichbar war. Noch mißmutiger gestimmt als zuvor, dachte ich jetzt, es könne nicht mehr schlimmer kommen, aber es konnte: Am Flugplatz kann man an Schaltern Coupons verschiedener Taxibetreiber kaufen, die man am Taxistand abgibt und dann bei Eintreffen des nächsten Taxis plaziert wird - nach Reihenfolge. Da man nicht der einzige Reisende ist, kann das dauern. Oder auch nicht. Nachdem ich mir einen Coupon für die Coupontaxi zum Preis von 280 P (zur Pension Natividad, Malate) kaufte, kein Taxi dieses Betreibers eintraf, dafür aber unablässig die des Konkurrenten, veranstaltete ich einen ziemlichen Rabatz, um meine Peso wieder zurückzubekommen, was mir dann auch gelang. Anschließend kaufte ich einen Coupon von „Taxi 2000“, nach 5 Min. saß ich dann - zum gleichen Preis - im Taxi auf der Fahrt zu meinem Hotel. Ich hatte per Fax schon vor Wochen von Deutschland aus im „Natividad“ ein Zimmer reserviert, aber in zeitlich wohl etwas desorientiertem Zustand versehentlich für den Vortag gebucht. So bekam ich zu hören, daß leider kein Zimmer mehr frei wäre, da ich gestern erwartet wurde - aber da sei noch ein Zimmer direkt an eine Karaoke-Bar angrenzend frei, das in Ausnahmefällen vermietet werde. Dazu mietete ich noch kostenpflichtig 2 Handtücher, ein Stück Seife und ein Shampoo, da ich absolut nichts dabei hatte. Ich möchte aber anmerken, daß das recht preiswerte Natividad gerade bei jüngeren Rucksacktouristen mit wenig Geld sehr beliebt ist und einen netten Eindruck machte. Vor dem Eingang auf dem Hof standen Tische, wo man sitzen und preiswert ein (oder besser mehrere) „San Miguel“ in geselliger Runde trinken konnte. Wozu ich in meiner Gemütslage allerdings keine Lust hatte. Da saß ich nun einsam in einem heruntergekommenen Zimmer, lauschte dem Karaoke und schloß nicht mehr aus, daß es noch schlimmer kommen könnte. Während ich gerade an eine etwaige vorzeitige Rückreise dachte, wurde ich zum Telefon gerufen. Und nun wendete sich das Blatt: Lanie war am Apparat, sie hatte noch in Erinnerung, daß ich im Natividad absteigen wollte. Nachdem ich ihr telefonisch über meine mißliche Lage berichtet hatte, nahm sie sich sofort ein Taxi. 15 Minuten später stand meine mir über Photos, Email und Telefongespräche Bekannte vor mir: "A very cut, tiny (ca.1,50m) Lady“, die meine Stimmungslage in sekundenschnelle erfaßte und beruhigend auf mich einredete. Wir verbrachten die nächsten 3 Tage Tage in Manila im „Robelle House“ in Makati. Das war keine schlechte Wahl. Obwohl es ca. 1300 P/Tag kostete und es sicherlich sehr viel günstigere und dabei trotzdem akzeptable Unterkünfte gibt, ist es im Preis-Leistungsverhältnis meines (bisherigen) Wissensstandes nach unschlagbar: Schöne große Zimmer mit TV, relativ ruhig, Swimmingpool, an dem man herrlich unter Palmen frühstücken kann, während man von Papageien und Beos mit „Pangit, Pangit“ und „Bye, bye“-rufen traktiert wird und ein sehr nettes, aufmerksames Personal. Die Qualität des Essens war sehr gut, aber (ca. 170 P Mittagessen, ca. 120 P Frühstück) nicht sonderlich preiswert, eben ein „obere Mittelklasse“ Hotel in Makati. (Tip: Kalorientabelle nicht vergessen!) Das SMB (San Miguel Bier) war durchaus annehmbar und daher habe ich als wissens“durstiger“ Mensch mehr Zeit an genanntem Ort verbracht, als eigentlich notwendig gewesen wäre. Übrigens: Mein Gepäck kam 2 Tage nach meiner Ankunft an.Man kann in diesem Fall Schadensersatzansprüche an die betreffende Fluggesellschaft stellen, aber dazu hatte ich keine Lust. Außerdem war die Freude sehr groß - wäre das Gepäck nicht abhanden gekommen, hätte ich diese freudigen Gefühle bei Erhalt meines Reisegepäcks nicht erleben dürfen!              

So oft es ging, versuchte ich, einen Jeepney statt Taxi zu benutzen. Nicht allein um Fahrtkosten zu sparen, sondern um DAS ‘mal miterlebt zu haben. Ohne Lanie wäre mir das allerdings alleine nie möglich gewesen. Es ist schon abenteuerlich, zu 8. oder 10. in diesen Wägelchen eingezwängt zu sitzen und interessiert, aber nie unangenehm von den Einheimischen betrachtet zu werden. Wie das Preissystem der sehr preisgünstigen Fahrgelegenheit aussieht, ist mir bis heute noch nicht völlig klar. Unklar ist mir auch geblieben, wieso es bei den chaotischen Straßenverhältnissen so selten zu Verkehrsunfällen kommt. Ob es an den allgegenwärtigen Marienstatuen die vor den Fensterscheiben der Wagen hängen, liegt? Obwohl - in Istanbul und Teheran ist die Verkehrssituation ähnlich. Gäbe es die - scheinbar - immer zufrieden lächelnden Filipinos nicht, hätte mich die trostlose Gegend durch die ich fuhr deprimiert; die Bretterverschläge, die sich „Shops“ nennen, die Bruchbuden neben Bruchbuden; knatternde Trishaws, auf denen sich die Philippinen entweder hauptberuflich oder nach der Arbeit (oder während) das notwendigste zum Überleben dazuverdienen. Dabei habe ich die Slums (z.B. Tondo) noch nicht einmal gesehen. In der Wohnung von Lanie’s Schwester zu einem Besuch angekommen, wurde ich zwar freundlich, aber - anfangs - etwas distanziert behandelt. Gerade bei Kindern/Jugendlichen war dieses Verhalten besonders ausgeprägt. Es stellte sich aber schnell heraus, daß das kein Desinteresse sondern Schüchternheit war. Wenn man keinen heraushängen läßt und sich selbst etwas zurücknimmt, werden diese Berührungsängste rasch abgebaut.

Mir ist es nicht gelungen, in Erinnerung zu bleiben, wer nun Schwester, Schwägerin, Freundin, Bruder oder..war. 9 Geschwister sind unglücklicherweise keine Seltenheit und sollen die Funktion einer Rentenversicherung für die Eltern übernehmen, wie in allen anderen rückständigen Gesellschaften. Die wohlgenährten Priester, die sich gegen Geburtenkontrolle aussprechen beziehen ihre Einkünfte nach der Pension allerdings aus sicherer Quelle. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Securitys, von Geschäftsleuten privat angestellte mehr oder wenig schwer bewaffnete Herren, die überall dort stehen, wo sich Geld vermuten läßt. (Banken, Supermärkte, Geldautomaten) Eine weitere Funktion ist die, einem die Tür aufzuhalten, einen nett zu Verabschieden oder Auskünfte zu erteilen. Trotz deren martialischen Auftretens habe ich bisher nie irgendwelche unangenehmen Erfahrungen machen müssen.  Was ich sehr schade fand, war, daß die Amerikanisierung der philipp. Kultur auch in der Küche Einzug gehalten hat. Um es überspitzt zu formulieren: In typischen philipp. Restaurants trifft man viele Touris - aber keine Philippinen. Diese sind in McDonalds - oder meist in im McDonalds-Stil gehaltenen Fresshallen vorzufinden, (nicht zuletzt aus finanziellen Gründen, denn McFraas ist sehr preisgünstig) in bekannt typisch steriler Atmosphäre. Genervt wird man von mindestens einem, häufig aber auch mehreren laufenden, laut aufgedrehten Fernsehern (mit unterschiedl. Programmen). Auf die sterile Atmosphäre angesprochen, fragten die Philippinen verwundert: „Wieso? Es ist hell, sauber und kühl. Und die Toiletten sind auch sauber.“ Was allerdings stimmte. Außerhalb Manilas, aber auch schon außerhalb der Touristenviertel in Manila (Ermita, Makati) waren die typischen blechernen Kochtöpfe zu sehen, aus denen man äußerst preiswert durch Deckelhochheben auswählen konnte, was man essen möchte: Fischköpfe, undefinierbares Etwas - das war nichts für mich. Dann lieber zum ungeliebten McDonalds.Natürlich absolvierten wir die üblichen Sehenswürdigkeiten in Manila. Den Rizal-Park sollte man gesehen haben und dort ‘mal einen Nachmittag verbracht haben. Intramuros, die „Stadt in Mauern“ ist eine der wenigen ruhigen Orte, die mir in Manila begegnet sind - schon daher allein zum relaxen zu empfehlen. Aber nicht nur deshalb. Am nächsten Tag reisten wir nach Boracay. Wir flogen von Manila nach Caticlan, von dort aus ging es dann mit einem Jeepney (Fahrtzeit ca. 2 Std.) nach Calibo, von dort aus setzen wir mit einem Auslegerboot nach Boracay über.

Ich war Ende März/Anfang April da, die Hochsaison war vorüber, zwar war das Inselchen gut frequentiert, aber keinesfalls überfüllt. Auch die Menge der von den Touristen erzeugten und ungeklärt ins Meer geleiteten Exkremente hatte sich wohl soweit verringert, daß von den gefürchteten Algenteppichen am Strand kaum etwas zu sehen war. Oder war es der neu gebauten Kläranlage zu verdanken? Boracay hat mich sehr beeindruckt und die 7 Tage werde ich – vielleicht auch, weil ich mich im „Honeymoon“ mit Lanie als mit die beste Zeit überhaupt (nicht nur auf den Philippinen) in Erinnerung behalten. Bei der Ankunft beeindruckte mich, daß es (noch) keinen Hafen gibt und man sich beim Ein und Aussteigen aus dem Auslegerboot die Hosenbeine hochkrempeln und durch das himmelblaue Wasser waten mußte. War irgendwie überraschend unkonventionell. Als Unterkunft wählten wir das etwas abseits gelegene „Green Paradise In“, ca 200m vom Strand entfernt. Das war eine gute Wahl, es war ein ruhig gelegenes, einfaches aber sauberes, zweckmäßiges Hotel in netter Umgebung. Die „Landlady“ kann aufgrund verwandtschaftlicher Beziehungen etwas deutsch, wohl daher wurde das Hotel auch bevorzugt von deutschen Touristen frequentiert.Die Atmosphäre empfand ich als sehr nett und persönlich. Das im „Dumont“ Reiseführer empfohlene Hotel hat sein dort beschriebene Restaurant allerdings geschlossen. Preise/Tag: 800 P ohne aircond., mit: 1200 P. Mein Tip: Wenn man nicht gerade in der Hochsaison da ist, sollte man sich eine Unterkunft für 2-3 Tage suchen (bez. buchen) und sich dann nach einer noch schöneren und preiswerten Cottage umsehen. Gefrühstückt haben wir oft in „English Bakery&Teeroom“, die Atmosphäre hat uns sehr gefallen: Man sitzt überdacht und schattig im Freien, die Einrichtung ist im „Pub-Stil“ gehalten und man kann noch müde vor sich hin dösend auf einen kleinen See starren und eine ebenso dösige grasende Kuh beobachten, die sich auf einer kleinen Insel befindet und sich zum abkühlen gelegentlich ins Wasser begibt. Zum Mittagessen erhielt man im „Sealover“ am Beach für ca.120 P einen sehr guten Gegenwert, genau wie im indischen Restaurant „True Love“, auf dessen erster Etage wir uns gerne aufhielten und sehr wohl fühlten. Wohltuend war, daß ich während meines Aufenthaltes keinerlei Erfahrungen mit bierbäuchigen Betrunkenen „Prolls“ machen mußte. Und daß eine gewisse Arroganz, die man in Touristenhochburgen wie Spanien, Italien u.s.w. antrifft, beim philippinischen Personal fast nie anzutreffen war. Nervig waren die Tricycles, deren Anzahl in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist und die jedes Spazierengehen außerhalb der näheren Umgebung des Strandes nahezu unmöglich machten. Eher durch Zufall erhielten wir die Gelegenheit, ein „Hahnenkampf-Derby“ mitzuerleben.Weitaus beeindruckender als der nur ca. 20 sec andauernde Kampf war die Atmosphäre in der recht großen Hütte, in der die Holzbänke wie in einer Arena angeordnet waren. Wieso sich die Filipinos dabei geradezu in eine Euphorie hineinsteigern können, wie bei uns - wenn überhaupt - nur vom Boxkampf her bekannt, wird für mich ewig ein Geheimnis bleiben. Ein Boxkampf mit Mike Tyson hätte sicher keine größere Anziehungskraft auf die Philippinos ausgeübt, als ein Kampf des gefiederten „King of Boracay“. Wenn man weiß, was für ein angenehmes Hahnenleben ein vom Besitzer derart verwöhnter und gehätschelter Vogel gewöhnlich führt, bis es zum Kampf - von meist wenigen Sekunden - kommt, wird einem klar, wie grausam das Leben eines Hühnchens in Deutschland doch ist, das in einer Hühnerfarm aufgewachsen niemals einen Grashalm gesehen hat, bis sein trauriges Leben von einer computergesteuerten Tötungsmaschine mehr oder weniger schnell beendet wird. (See me - feel me - kill me - grill me) Ich möchte jedenfalls lieber als Hahn in den Philippinen als in einer Fabrik von „Wiesenhof“ wiedergeboren werden. 

Eines Vormittags mieteten wir uns ein Auslegerboot bis zum Abend, das kostete ca. 30 DM. Es lohnt sich, wir bekamen Stellen mit Korallenriffen gezeigt und umrundeten die Insel. Außerdem gibt es im Südosten zwischen Boracay und der Insel Panay ein kleines Inselchen - Laurel Island. Wer Interesse hat, kann gegen eine geringe Eintrittsgebühr auf einem Inselrundgang verschiedene Skulpturen und zwei kleinere, direkt ins Wasser führende Höhlen besichtigen, die auch tauchenderweise zu erreichen sind. Nachdem wir wieder abreisten, um die Mutter von Lanie in General Santos City/Mindanao zu besuchen, war uns richtig wehmütig ums Herz. Auch wennn die Insel die besten Zeiten schon hinter sich hat, eines wußten wir genau: Bevor die Insel „touristisch völlig entwickelt“ ist, werden wir sie mit Sicherheit noch einmal besuchen. Mit einem Bus fuhren wir von Kalibo nach Ilo-Ilo. Dort legte am Abend ein Schiff nach General Santos ab, die Fahrt dauerte 2,5 Tage. Tage, die ich nie vergessen werde. Den Namen der Schiffsgesellschaft sollte man sich merken: Negros Navigation. Nur kurz: Wir schliefen in einer Kabine zu 8 Personen. Wohl mehrere hundert Männer mußten sich pro Etage eine Toilette mit 2 Becken teilen. Es gab 2 Waschbecken, das einzige Pinkelbecken befand sich direkt neben dem Waschbecken. Es gab viele -sicherlich seltene- Käfer und Kakalakenarten zu bestaunen. Selbstverständlich gab es nur eine (!) Dusche und die war selbstverständlich kalt. Drohend hing einsam ein mehr oder weniger isoliertes Elektrokabel in der Dusche. Aber seltsamerweise habe ich es überlebt. Ach ja, im Essen (Reis) fand sich eine Kakalake und zeitweilig war mein Reisepaß verschwunden, aber das ist eine andere Geschichte. In Reisebüchern wird dazu geraten, Schiffe bestimmter Gesellschaften (z.B. Superferry) zu bevorzugen, was unbedingt beherzigt werden sollte. Ich war der einzige Europäer auf dem Schiff und wurde ständig ungläubig angestarrt - ich wußte schnell, warum. 

In Zamboanga war Zwischenstation, wir gingen für 2 Std. in die Stadt, ich kann wenig über diese Stadt berichten, außer daß Kinder hinter mir herliefen und „Hey Joe“ riefen. In General Santos lebend angekommen, wurde uns „Lea’s Pension“ empfohlen, eine sehr preiswerte Pension mit europäischen Standart, Zimmer je nach Geldbeutel, ab 300 P. In der gleichen Straße auf der gleichen Straßenseite befindet sich ca. 100 m entfernt überraschenderweise ein sehr netter, romantischer Hofgarten, wo man abends gut essen kann. Ich und auch andere Deutsche, die ich traf, hatten große Geldprobleme, da wir unsere Kreditkarten nicht benutzen konnten, um an Automaten Geld abzuheben. Die Verbindung der Bank nach Manila war für viele Tage unterbrochen. Rechnungen über Kreditkarte zu begleichen ging aber glücklicherweise. Ausreichend Bargeld mitzunehmen empfiehlt sich daher umso dringender, destoweiter man von Manila entfernt ist. Man fällt dort unten im nicht ganz ungefährlichen Süden als Ausländer ziemlich auf, ich habe mich irgendwie nicht sehr wohl gefühlt. Die Stadt übte keinerlei Anziehungskraft auf mich aus: Ein Ort, zu dem ich nur aus familiären Gründen fuhr. Ein Ausflug nach Davao-City war eine positive Überraschung: Es ist eine weitläufige, im Gegensatz zu Manila bei weitem nicht so überfüllte Stadt mit breiten Straßen. Sie erschien mir teilweise schon ein bischen „europäisch“ Eine „Durian“-Frucht sollte man auf jeden Fall gegessen (und gerochen) haben! Auch hat die am schnellsten wachsende Stadt der Philippinen einiges Interessantes zu bieten. (z.B. Adler-Aufzuchtstation u.v.m., siehe Reisebücher)  

Einige Tage verbrachten wir auf der nahe gelegenen Insel Samal Island. Immer noch beeindruckt von Boracay waren wir irgendwie enttäuscht. Die intensive „romantische Atmosphäre“ fehlte. Aber: Für Bewohner Davao’s oder Familien mit Kindern ist dieser Ort durchaus zu empfehlen: Man bekommt für 40,00 DM/Tag ein großes Cottage mit Garten und einen überaus freundlichen Service. Der abgegrenzte Badebereich wird ständig bewacht, für Kinder wird einiges getan, es gibt eine Art Zoo, man kann die hübsche kleine Insel erkunden - aber Romantik gleich null.
Wir flogen von GeneralSantos City aus nach Manila zurück. Von Schiffen, Käfern und Kakerlaken hatte ich vorerst genug.
Von Manila aus ging es nach 2 Tagen Erholung mit dem Bus nach Baguio. Für fast alle Philippinen scheint der im Hochgebirge liegende Ort Baguio aufgrund seiner Kühle eine Art Wallfahrtsort zu sein und auch Lanie drängte mich geradezu, mit ihr dieses Städtchen zu besuchen. Beeindruckend war die Fahrt über die Zigzag Road (Kennon Road), sowie die landschaftliche Schönheit. Lanie’s Rat, mit einem Aircondition Bus zu fahren, da dieser nicht so überfüllt sei und man mehr Platz habe, war sicher richtig. Allerdings habe ich etwas gefroren, kein Scherz.  Wir wohnten im „Mountainlodge“. Das Haus ist schön gelegen, doch die Atmosphäre (Personal) gefiel mir nicht besonders, ein Restaurant gab es auch nicht. Braucht man sich also nicht zu merken. (Wurde in der neuen Auflage des „Reisehandbuch Philippinen“ auch nicht mehr empfohlen) Was mir sehr positiv in Erinnerung blieb, war das Cafe’/Restaurant „Cafe´ by the Ruins“ nahe der City Hall. Was die gemütliche Atmosphäre anging, die Qualität des Essens, der Freundlichkeit des Personals - das war mit der schönste Laden, den ich während meinem gesamten Philippinenaufenthalt erlebte. Unbedingt empfehlenswert. Ist Überraschenderweise ein Ableger der „Aristokrat“-Restaurantkette. Nett war noch die „Kirmes“ zu besuchen und das „Teacher’s Camp“.
Unbedingt gesehen haben sollte man „Mines View“ mit sehr schöner Aussicht. Man kann außerdem selbstgefertigte Waren kaufen und - allerdings nicht umsonst - ein paar hochbetagte Ifuago in Originaltrachten fotografieren.
Was Baguio ansonsten angeht: Ganz nettes, leider überfülltes, kühles Gebirgsstädtchen, mehr Reiz übte es nicht auf mich aus. Zurück im Moloch Manila erholte ich mich noch einen Tag im genannten “Robell House“, dann ging es am nächsten Tag zurück nach Deutschland. Das war mit Sicherheit nicht meine letzte Reise auf die Philippinen. Die nächste ist schon geplant. 

Reiseliteratur: 

Vorbereitet und eingelesen hatte ich mich mit
„Jens Peters: Handbuch Philippinen“, das war aber eine 4 Jahre alte Ausgabe (14. Auflage) im April 2000 kam – endlich - die neue Auflage heraus. Wegen der damals nicht mehr aktuellen Daten hatte ich außerdem „Philippinen“ von Dumont gekauft.

 

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Bericht von einer Arbeitsstelle in Manila


Schon immer wollte ich einmal eine längere Zeit auf den Philippinen leben, wie kann man aber auf den Philippinen leben, wenn man nicht das nötige Kleingeld hat, man muss dort arbeiten. Also ging ein gutes halbes Jahr an Suche nach einer Arbeitsstelle auf den Philippinen voraus. Als ich die Stelle bekam habe ich dann gut zwei Jahre auf den Philippinen gelebt. Ich habe für eine philippinische Firma gearbeitet. Der Besitzer war aber Deutscher. Die Firma war in der Produktion tätig und hatte ihren Standort in der EPZA (Export Processing Zone Authority - Freihandelszone) in Cavite. Meine Position war General Manager, wir hatten etwa 140 Leute. Die Arbeit habe ich eineinhalb Jahre gemacht. (danach habe ich noch eine weiteres Jahr dort gelebt) Am Anfang war die Tätigkeit auf ein Jahr beschränkt, es hatte sich aber verlängert. Wir haben in den ersten Monaten in einem Haus mit großem Swimmingpool, 1200 qm Grundstück und 600 qm Wohnfläche gelebt. Wir hatten vier Angestellte, zwei Yayas, zwei Maids. Auf einen Fahrer habe ich verzichtet und bin selbst gefahren.

 
Soweit so gut, leider ist die Arbeitsmoral und auch die Qualität der Arbeit der Filipinos absolut nicht mit unserer hier in Deutschland vergleichbar. Es gibt Probleme zu lösen, an die man hier in D. nicht mal im Traum denkt. Filipinos sind sehr miteinander verbunden. z.B. mussten wir zwei Raufbolde und Chaoten entlassen, der eine hat z.B. seinen Supervisor geschlagen, der andere hat ständig während der Arbeit gepennt, oder Arbeitsgeräte zerstört usw. Auf jeden Fall haben beide mehrere Verwarnungen und auch Suspensionen bekommen und sind letztendlich entlassen worden. Obwohl Sie die größten "Großmäuler" waren, waren sie trotzdem, der eine zumindestens, sehr beliebt bei den Kollegen, das Resultat, die ganze Firma ging „on Strike“ (außer ein paar intelligente Leute, die kamen aber nicht in die Firma rein). Letztendlich haben die Leute einige Wochen kein Gehalt bekommen, die Familien mussten Hunger leiden usw. Aber das ist eben das "Hiya" der Filipinos. Wer "Hiya" nicht versteht bitte fragen.

Ich will damit sagen, investiere auf den Philippinen, sei abhängig von "Labour - Arbeitskräften", dann wirst Du mit Sicherheit Probleme bekommen. Auch wenn man mehr Gehalt zahlt als der Durchschnitt, wenn man fast alles richtig macht, die "Unions - Gewerkschaften" sind einfach zu stark sie finden einen Grund die Firma zu bestreiken. Ihr wisst gar nicht wie viele Firmen bestreikt werden, große Firmen, wie Philips ebenso wie kleinere und mittelgroße Firmen. Den Unions geht es nicht darum die Verhältnisse der Arbeiter zu verbessern, sie wollen die ausländischen Firmen kaputt machen, sie wollen „Stunk“ machen und sie benutzen dazu wohltätige Organisationen auf der ganzen Welt, die sie dazu einspannen und denen sie aber nur die für sie wichtigen Punkte und Informationen weitergeben, also einseitig und falsch informieren. Ich habe das alles aus eigener Erfahrung erlebt. Investitionen sind im letzten Jahr und auch im Jahr zuvor auf den Philippinen absolut zurückgegangen, warum? – Darum! Ich habe eine koreanische Firma gesehen, die richtig „fertig“ gemacht wurde, so dass die Besitzer der Firma (in der EPZA) alles zurückgelassen haben und Hals über Kopf das Land verlassen haben. Alles wurde zurück gelassen, denn es ist auch gar nicht möglich, da z.B. streikende Arbeiter, es gar nicht erlauben würden, dass Geräte oder Maschinen abgebaut und aus dem Land heraus gebracht würden. Aber was ist das Ergebnis so einer Aktion ganz einfach hunderte Arbeiter und Angestellte verlieren ihre Arbeit haben kein Einkommen mehr für sich und ihre Familien. Ist es das was die Unions wollen? Genau das ist es! Ist es das was die Arbeiter wollen? Nein ist es nicht, leider aber verstehen die meisten Labourer das nicht, selbst nach Verlust des Arbeitsplatzes sehen sie noch keinen Fehler im Handeln der Union. Das soll einmal „einer“ verstehen??? Für die Firmen ist der Verlust der Maschinen und Geräte manchmal das kleinere Übel, als ständige finanzielle Einbussen durch schlechte Arbeit, faule Arbeiter hinnehmen zu müssen.

Natürlich gibt es auch Firmen bei denen alles besser ist, z.B. Firmen wie Intel, Anam-Amcor (größter Investor auf den PI), oder auch Microsoft. Warum? Ganz einfach diese Firmen zahlen zum einen deutlich mehr als der Durchschnitt, zum anderen beschäftigen Sie auch in erster Linie Leute, die einen Hochschulabschluss haben. Und diese Leute sind nicht so leicht zu beeinflussen.

Auf den Philippinen zu leben ist gut, wenn man das Geld hat, eine Beschäftigung für sich findet man auch, aber einen Business zu machen ist verdammt schwer. Meine Frau hatte einen Verkaufs-Stand in einem SM-Mall, ihr glaubt nicht was es für Probleme zu meistern gibt mit den Angestellten. Geld verschwindet, Leute erscheinen nicht zur Arbeit, schlafen während der Arbeit, haben kein großes Interesse etwas zu verkaufen und und und. Das Resultat das Business geht den Bach runter.

Sicher es gibt Möglichkeiten auf den Philippinen Geld zu verdienen, aber die sind dünn gesät, mit Risiko, großen Investitionen und auf jeden Fall viel persönlichem Einsatz verbunden, einen guten philippinischen Manager zu finden ist verdammt schwer. Viele arbeiten natürlich in die eigene Tasche.

Eine Sache die etwa zwei Jahre sehr gut lief, waren diese Eisdrinks, genannt „Zagu“, oft kopiert, doch das Original blieb das beste. Die Filipinos liebten es, man konnte gutes Geld verdienen, wenn man am Anfang eingestiegen ist und zur rechten Zeit verkauft hatte. Denn nach etwa zwei Jahren war das vollkommen vorbei, keiner wollte das Zeug mehr und die Umsätze gingen in den Keller. Warum? Warum läuft etwas gut und nach einiger Zeit nicht mehr? Ja, das ist in der philippinischen Mentalität, der Sprunghaftigkeit der Filipinos begründet.

Eine andere Sache ist es, wenn man als Ausländer auf den PI ein Geschäft macht, ihr denkt bestimmt es ist besser, leider nicht immer, denn sobald die Kunden wissen, dass der Besitzer Ausländer ist, dann ist er auf jeden Fall reich, alle Ausländer sind reich, auch wenn sie Jahre gespart haben um sich einen Urlaub auf den Philippinen leisten zu können. Und wenn sie reich sind, dann kann man sie ja auch ausnehmen, man braucht nicht auf die Sachen aufpassen man kann die Geschäftseinrichtungen auch schlecht behandeln.

Es gibt einige Möglichkeiten Geschäfte zu machen. Eine gute Idee ist ein Billard Cafe. Kneipe mit Billard, mit Essen, TV’s, Karaoke, evtl. Live-Musik oder auch nur eine reine Billardhalle. Billard kommt an, Billard ist der Freizeit- und Volkssport No. 1 auf den Philippinen. Aber auch hier wieder die Einschränkung, als Ausländer aufpassen! Es sei denn man macht sie in einer Touristengegend hauptsächlich für Touristen. In jedem Fall muss man sich um alles kümmern. Man muss immer da sein sonst klappt es nicht.

Es gibt noch ein paar andere Möglichkeiten. Man kann sich sozial engagieren, man kann für NGO’s (Non Government Organizations) oder den Entwicklungsdienst tätig werden. Man kann, wenn man die Kohle hat Grundstücke kaufen und sie an Ausländer verkaufen, ihnen Häuser bauen, wie Perschke. Man kann in die Landwirtschaft einsteigen, eine Reismühle ist nicht schlecht, man kann in den Fischereibusiness einsteigen, Fishpants pachten oder kaufen und Fische züchten, man kann im Bereich Touristik tätig werden. Entweder eine kleine Pension oder ein Hotel, man kann als Touristenführer Leute durch die Philippinen begleiten (etwas was es für die Philippinen noch fast gar nicht gibt). Jedoch bei allen vorgenannten Punkten ist zu beachten, dass man sich in jedem Fall voll und ganz alleine um das Geschäft kümmern muss, sonst ist der Verlust des Geldes vorprogrammiert.

Oliver

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Motorbike Story in Luzon

Hallo Leute,

eine Story von und über Motorbikes.

Ein Motorrad auf die Philippinen einzuführen kostet jede Menge Tax. Eigentlich kann niemand sagen wie viel es ist. Ich habe gehört, dass es für Motorräder feste Sätze gibt, je nach Größe des Bikes. Soll aber so bei 30-70 Prozent des Neupreises liegen. Ich hatte in der Zeit in der ich in Manila gelebt habe eine Yamaha Virago 750er, meine Kumpels hatten meist eine Harley. Wir haben viele Touren durch die Gegenden gemacht. Lustig war es immer wenn so 10-12 Big Bikes durch die Gegend gedüst sind. Die Filipinos haben dann den Mund nicht mehr zu gekriegt. Na ja wie gesagt, da waren einige dabei, die Ihre Bikes aus den USA haben rüberbekommen haben und einige Beziehungen haben. Der eine hat alle paar Monate einen 20" Container voll mit zerlegten Bikes (meist Harleys) rübergeschickt. Einer der größten Importeure meist gebrauchte Big Bikes der Marke Yamaha ist Norkis, mit dem Stammsitz in Cebu, jedoch Niederlassungen im ganzen Land. Auch andere Händler wie Honda importieren Big Bikes. Die Kosten liegen zwar höher als wenn man ein Bike in Deutschland kauft jedoch sind sie nicht doppelt so teuer. Beziehungen ist alles. Um Papiere (mit paid Tax) für ein Moped zu bekommen muss man sich an die richtigen Leute wenden. Für einen kleinen Scooter zahlt man etwa 1500 - 3000 Pesos. Für ein Big Bike etwa 30-40.000 Pesos.

Es gibt eine Gegend in Nord Luzon wo man sogenannte "Smuggeld Bikes" kaufen kann. Sehr günstig, einen kleinen Scooter kann man schon für 4-6.000 Pesos bekommen selbstverständlich mit Papieren. Die Gegend wo es die geschmuggelten Bikes zu kaufen gibt liegt an der Nord-West Küste Luzons und zwar in Santa Lucia und Santa Cruz, das liegt zwischen Vigan und San Fernando (La Union). In der Gegend sieht man hunderte kleine Scooter ohne Numberplate oder (For Registration) was auf den Philippinen ausreicht. Leider tut die Polizei verstärkt kontrollieren, das heisst ausserhalb der geschlossenen Ortschaften kassiert sie Mopeds ein, wenn sie keine Papiere haben. In Sta. Lucia bekommt man auch die Papiere für die Motorräder, man muss nur die richtigen Leute fragen. Da ich mich für eine Enduro intressiert habe habe ich mit einem Kumpel einige Freunde von ihm in Sta. Lucia besucht und mir einige Bikes angesehen. He, da gab es 600er Enduros für 25.000 Pesos und eine 125er für 15.000 Pesos. Ach ja ich vergass, die Bikes kommen vorwiegend aus Taiwan und Japan, sind gebraucht aber oft noch sehr gut erhalten.

Mit unseren Big Bikes haben wir Touren gemacht z. B. waren wir einige Male in Legaspi (Bicol) bis zum Ende von Süd-Luzon, Matnog von wo man mit einem Boot nach Samar rüberfahren kann. Ein andermal waren wir im Norden von Luzon von Manila über Santa Fe, Bagabag, Santiago über die legendäre Marlboro Road nach Tuguegarao, Aparri nach Pagudpud wo ein super toller weisser Sandstrand ist, fast so toll wie in Boracay, weiter über Laoag nach Vigan, wo ich mir mit meinem Kumpel tolle alte spanische Herrenhäuser angeschaut habe, runter über Alaminos über Iba, Olongapo zurück nach Manila.

Mein Kumpel (ein spanisch-französich-filipinischer Mestizio) hat in Manila selber ein spanisches Herrenhaus, an dem er über sieben Jahre gebaut hat. Nur aus alten riesigen Baublöcken und schweren alten Holzbalken mit meterdicken Wänden und urigen Kellerräumen. Eine absolute Sensation in Manila, aber nicht jeder bekommt das Haus zu sehen, was im Übrigen in Alabang Hills steht. Schon das Eingangstor zum Grundstück ist riesig und man benötigt zwei bis drei Leute um es zu öffnen. Er handelt auch mit Antiquitäten, alten Möbeln und alten Baumaterialien, wie Baublöcke und Holz-Balken etc.

Mein Kumpel kennt auf den Philippinen Gott und die Welt auch eine Menge Senatoren und Gouvernors. Wie waren auch bei unseren Touren bei einigen „hohen“ Tieren eingeladen. Den Reichtum und Prunk der Häuser dieser Leute kann man sich wirklich nicht vorstellen. Dagegen sind „recht reiche“ Deutsche nichts 

Mein Kumpel, der trotz philippinschen Passes wie ein Weißer aussieht (im Übrigen seine Kindheit bis zum 20 Lebensjahr auch in Spanien und Frankreich verbracht hat) ist landesweit bekannt, als der Verrückte mit den langen Haaren, der mit Slippers Harley Davidson fährt. Tagalog spricht er allerdings fast gar nicht.

Meist haben wir, z.B. wenn wir nach Norden gefahren sind den North Express Way genommen, obwohl das verboten ist für Motorräder. Man fährt einfach hinter einem LKW oder VAN hinterher, wenn der seine Karte bekommen hat gibt man einfach Gas und fährt durch. Was sollen sie auch machen. Auf jeden Fall voll der Fun. Bei der Ausfahrt genau das Gleiche, einfach Gas und durch. Auch die Highway Patrol, macht nicht viel. Zum einen würden sie dich nie kriegen und zum anderen wissen die wohl auch nicht, ob du nicht vielleicht eine hohe Persönlichkeit mit Sonderrechten bist und deshalb auf dem Highway fährst. Ich habe öfters diese Highway Patrol überholt, auch wenn ich alleine unterwegs war, nie haben sie was gemacht.

Ein ander Mal als wir von Sorsogon nach Matnog in Süd Luzon unterwegs waren ist eine lustige Sache passiert. Einige Arbeiter haben eine neue Straße betoniert. Und auf jeder Seite stand ein Boy mit Flagge. Der Abschnitt der betoniert wurde lag in einer unübersichtlichen Kurve, wir kamen gerade angerast, der Junge sah uns und winkte uns wir können fahren. In dem Augenblick kam uns aber ein großer Laster entgegen, mein Kumpel konnte nichts anderes machen als mit seiner Harley auszuweichen. Er sprang richtiggehend in die gerade frisch betonierte Straße. Der Beton spritzte nach allen Seiten und die Harley sank 30 cm tief in den Beton. Na ja die Arbeiter waren nach der ersten verdutzten Blicken ziemlich sauer. Aber da der Boy mit der Flagge uns signalisiert hatte wir können fahren muss auf der anderen Seite der Boy das gleiche gemacht haben, das haben wir ihnen dann auch gesagt. Na ja als wir die Harley dann irgendwann wieder aus dem Beton heraus hatten, sah sie ziemlich „scheisse“ aus, voll von Zement und dann hatte sich auch noch ein Stein unter die Gummikette geklemmt, der bei jeder Umdrehung plang plang plang machte, bis er irgendwann zerbrach. Das war schon eine lustige Geschichte.

Was anderes, seit August 2001 kann man mit Motorrädern auch auf dem North Express Way und dem South Super Highway und anderen Highways fahren, was vorher wie erwähnt ja verboten war. Dafür haben sich eine ganze Menge Biker eingesetzt. Jedoch nur ab 400 ccm aufwärts, kleine Mopeds sind also nicht erlaubt, obwohl die auch fahren wollten.

Meist bin ich in Manila ohne Helm gefahren, obwohl das in den letzten Jahren verstärkt kontrolliert und geahndet wurde. Regel Nummer 1, wenn dich ein Polizist anhalten will, einfach Gas geben. Er kriegt dich sowieso nicht. Nummer aufschreiben is auch nich. Das habe ich so oft gemacht. Nur einmal hatte ich keine Chance, denn eine Ampel sprang auf rot und zusätzlich gibt es noch Polizisten, die dann nachdem die Ampel auf rot gewechselt hat in die Kreuzung rein laufen um dem Verkehr zu signalisieren, dass er anzuhalten hat. Nun ja dann kam der Polizist auf mich zu und erklärte mir, dass ich keinen Helm hätte und das wäre strafbar. Bevor er noch weiterreden konnte erklärte ich ihm auf halb Tagalog halb Englisch, Pare, Pare gerade war ich bei Mc Donalds und nur kurz war ich auf dem CR und komm zurück, da hat mir doch so ein Arsch mein 40.000 Pesos Helm gestohlen. Hey bitte kannst Du einen Report aufnehmen. In Aussicht auf mehr Arbeit hat er gleich abgewunken und gesagt, er hätte keine Zeit und ich könne fahren. He he he, man muss nur eine gute Ausrede haben. Ein andermal waren wir zu zweit unterwegs und da hat nach einem Verkehrverstoss die Visitenkarte des Senators aus der Gegend, meines Kumpels Wunder gewirkt. Na ja wenn man sagt, dass ein sehr guter Freund Senator ist und man seine Visitenkarte hat, ist so ein kleiner Polizist schon ziemlich beeindruckt. OK ein mal hatte mich so eine blöde Polizistin angehalten aber da haben es 100 Pesos im Führerschein getan.

Irgendwann habe ich mir dann noch eine Honda XLR 200cc gekauft und meinen neuen erst ein Jahr alten Hyundai Elantra Pkw verkauft. Meine Frau hat eine Honda Wave 110 ccm bekommen. Zusammen mit meiner Honda sind wir oft zu viert gefahren, ganze Familie wie halt die Filipinos das machen, seht halt selber.

Ich könnt noch so viel schreiben aber das lang erst mal. Ist eh schon ein langer Reisebericht geworden.

Oliver  

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Mit der Enduro durch Cebu's Berge

oder eines der vielen tollen Erlebnisse auf den Philippinen...

Ein schönes wenn auch recht abenteuerliches Erlebnis ist die Möglichkeit mit einem geliehenen Motorrad die Insel zu erkunden. Als ich einmal auf Cebu war habe ich das dann gemacht. Im Hotel Bridgeside auf Mactan Island habe ich mir eine recht neue 125er Yamaha ausgeliehen und bin nur mit einem kleinen Rucksack bewaffnet Richtung Süden gedüst. Wenn man dann so etwa Talisay hinter sich gelassen hat, dann wird auch der Verkehr erträglicher. Da ich rüber nach Moalboal wollte habe ich mir gedacht es wäre schön nicht die Schnellstraße von Carcar nach Barili zu nehmen sondern eine weniger befahrene Straße. Eigentlich habe ich gedacht die Straße von Sibonga nach Dumanjug zu nehmen aber irgendwie muß ich dann nach viel viel Fragerei irgendwo abgebogen sein ins Landesinnere wahrscheinlich irgendwo zwischen Sibonga und Argaho. Na ja für so ein Motorrad kein Problem, so war es dann auch die Straße war absolut nicht für Autos, noch Jeepneys oder Tricycles befahrbar, lediglich Mountainmotorräder fuhren auf den zum Teil schmalen Pfaden, so langsam machte ich mir Gedanken ob ich denn nicht doch lieber die große Straße genommen hätte. Auf Nachfrage bei einem netten alten Filipino bekam ich dann auch die Antwort, immer geradeaus zur anderen Seite der Insel, mit dem Resultat nach weiteren zwei Kilometern in einer Sackgasse zu stehen. Natürlich mußte ich wieder bei dem Filipino vorbei aber der lächelte nur, ja so sind sie halt die Filipinos, lieber was falsches sagen als keine Antwort geben oder es nicht wissen. Tatsache war, daß ich etliche Kilometer vorher falsch abgebogen war. Trotzdem war die andere Straße auch nicht viel besser und ebenfalls nicht durch Autos, Jeepneys oder Tricycles befahrbar.

Es war aber trotzdem ein tolles Erlebnis. Später habe ich dann in Moalboal einen Malaysier getroffen, der auch mit dem Motorrad unterwegs war. Ein netter Kerl, Elektro-Ingenieur, der nach einem Seminar noch ein paar Tage Urlaub gemacht hat. Zusammen sind wir dann Richtung Süden gedüst und irgendwo zwischen Alegria und Malabuyoc ins Landesinnere abgebogen und über den Mt. Montalongon rüber auf die andere Seite gefahren. Es ist immer viel Fragerei nötig um die richtige Antwort zu bekommen, auch ist es nötig mehr als nur einen zu fragen. Da mein Kumpel aber wie ein Filipino aussah wurde er immer angesprochen, obwohl er kein Wort verstand. In der Gegend um den Mt. Montalonggon war es wirklich kühl und man konnte gut durchatmen.

Ein andermal bin ich mit dem Motorrad von Moalboal die Westküste hinauf um über Balamban nach Mandaue rüberzufahren. Die meisten Leute die ich gefragt habe wollten mich nach Toledo zurückschicken um dort rüber nach Talisay zu fahren. Ich wollte aber unbeding nach Balamban und von dort über den Mt. Manunggal und Adlaon nach Mandaue rüber, auch hier fand ich dann nach sehr viel Fragerei den Weg. Und dann verstand ich auch den Grund warum mich alle nach Toledo schicken wollten. Mit übergroßen Bulldozern mit Rädern größer als 3m Durchmesser wurde die Straße über den Berg gebaut, da es aber tagelang stark geregnet hatte war das keine Straße mehr auch keine Piste nein das war mehr ein Schlammfluß der sich da über die Berge schlingelte. Wirklich ungelogen der Schlamm war zum Teil mehr als einen halben Meter tief. Tricycle, Jeepneys und auch Motorräder habe ich nicht gesehen. Die einzigen Fahrzeuge die den Weg geschafft haben waren große LKW's. Die haben nur laut gelacht als sie mich sahen wie ich da so halb stehend auf dem Motorrad im ersten Gang und fast Vollgas versucht habe durch die Schlammfluten zu fahren. Manchmal wenn ich an den riesen LKW's oder Bulldozern vorbei bin, weil die Straße gerade schmal war hatte ich ganz schönen Schiß, wenn ich da hin gefallen wäre, die hätten mich in dem tiefen Schlamm wahrscheinlich gar nicht wahrgeneommen und wären über mich drüber gefahren. Oben auf dem Mt. Manunggal war es auch kühl und die Luft war angenehm zu atmen. Jedoch hat mich das in diesem Moment nicht interessiert, ich wollte nur rüber und in mein Hotel, für lange Zeit konnte ich an nichts anderes als an eine heisse Dusche denken. Was soll ich sagen, ich habs geschafft. Aber fragt nicht wie ich aussah, ich habe in meinem ganzel Leben noch nie so eingesaut ausgesehen wie nach dieser Fahrt. Zentimeterdick hatte ich den Schlamm auf meinem ganzen Körper. Die Hose habe ich nach der Fahrt direkt weggeschmissen, die konnte man nicht mehr reinigen. Das Motorrad war so eingedreckt da konnte man keine Farbe mehr erkennen. Trotzdem hat mir diese abenteuerliche Fahrt wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich habe lange daran zuückgedacht.

Wie geht es Euch, schreibt auch mal Euer schönstes oder ein tolles Erlebnis und schickt es mir, damit ich es veröffentlichen kann.

Viele Grüße an alle
Oliver

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