Philippinen Reise-Geheimtip Camiguin

Camiguin liegt nördlich von Mindanao. Auf dieser relativ kleinen Insel (einmal um die Insel sind 65 km) gibt es zahlreiche Wasserfälle und Quellen sowie sieben Vulkane.

Touristisch gesehen steckt Camiguin noch in den Kinderschuhen. Staatliche gelenkte Ankurbelung ist nicht beabsichtigt, hier scheinen andere Inseln Vorrang zu haben. Ein Nachteil muß das aber nicht sein. Wer ohne viel Luxus auskommt, kann auf Camiguin sicherlich eine schöne Zeit verbringen. Beeindruckend ist die Gastfreundlichkeit der Camiguenos, wahrscheinlich mit ein Grund warum die bisher wenigen Besucher gerne nach Camiguin zurückkehren. (Camiguin wird ähnlich ausgesprochen wie "Come again"), Fremde werden hier mit Hi Friends begrüßt, im Gegensatz zu Hi Joe im übrigen Land.

Anreisen kann man von Cagayan de Oro oder Balingoan. Von Cagayan de Oro nach Camiguin fahren täglich Schiffe um 7.00 Uhr oder 8.00 Uhr, Fahrzeit: 3 Std. Von Balingoan nach Benoni auf Camiguin fahren ab etwa 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr etwa stündlich bis zweistündlich Schiffe, abgefahren wird, wenn die Schiffe voll sind. Fahrpreis etwa 30 P. Von Cagayan de Oro nach Balingoan fahren etwa stündlich ab 5.00 Uhr bis spät abends Busse mit Fahrtziel Butuan. Zurück bekommt man auch immer einen Bus, am besten aber vormittags.

Am besten wohnt man in Agoho, in einer von den meisten Touristen bevorzugten Ortschaft. Diese Ortschaft liegt etwa 5 Kilometer von Mambajo entfernt, der Hauptstadt, der seit 1966 selbständigen Provinz Camiguin. In Agoho gibt es einige Resorts, wo man preisgünstig übernachten kann. Zum Beispiel das Camiguin Seaside Lodge, eine schöne Anlage mit 16 Cottages, Restaurant, Motorradverleih 500P/Tag, Preis pro Cottage mit Bad und Ventilator 300 P oder das Jasmin by the Sea Cottage/Fan/Bad 250-300 P, gepflegte Anlage, mit schweizer Management, Restaurant, etwas ausserhalb von Agoho in Bug-ong.

Von Benoni aus kann man sich mit einem Tricycle oder einem Jeepney nach Agoho bringen lassen, ein Special Ride kostet etwa 150 P. Nach hartem Verhandeln ist es auch für 100 P möglich, wenn noch andere Fahrgäste mitgenommen werden dürfen.

Am meisten kann man von der Insel sehen, wenn man sich ein Motorrad ausleiht. Damit kommt man fasst überall hin, auch wenn der Weg für Autos nicht mehr befahrbar ist. (Sehr zu empfehlen).

 

Katibawasan Falls

Die Katibawasan Falls stürzen aus etwa 50 Metern in die Tiefe. Das Wasser ist sauber und erfrischend kühl. Eine Toilette ist vorhanden, Verpflegung muß jedoch mitgebracht werden. Am besten kommt man vormittags, damit man auch etwas Sonne abbekommt, da der Wasserfall von Felswänden und Bäumen umgeben ist. Anreisen vom Mambajo aus. Eintritt 4 P.

Ardent Hot Springs

Das kristallklare Wasser im schön angelegten Swimmingpool ist 40°C !!! heiß. Man stelle sich vor man liegt in einer knallheissen Badewanne und kann noch herumschwimmen. Man soll sich aber nicht länger als 15 – 30 Minuten im Wasser aufhalten. Das Baden soll gegen Hautkrankheiten, Arthritis und Rheuma helfen. Es gibt drei verschiedene Pools und ganz oben einen kleinen Wasserfall, von dem man sich schön den Rücken massieren lassen kann. Die Anlage ist gepflegt, es gibt Getränke und einfache Speisen. Am Wochenende ist die Anlage ein beliebtes Ausflugsziel.

Tuwasan Falls

Die Tuwasan Falls erreicht man von Catarman aus. Etwa zwei Kilometer nordwestlich von Catarman befindet sich der Abzweig von der Ringstraße zu den etwa 5 Kilometer entfernten Falls. Mit dem Motorrad kann man etwa 3,5 Kilometer weit fahren, den Rest muß man laufen, beginnend mit einem Abstieg zum Dinangasan River. Erreicht man den kleinen Fluß muß man ihn überqueren, und flußaufwärts folgen und nochmals überqueren. Die Pfade sind wenig ausgetreten, so daß man sich oft fragt ob man auf dem richtigen Weg ist. Ausserdem muß man von Felsen zu Felsen springen, - wirklich abenteuerlich! Die Tuwasan Falls liegen in einer natürlichen und unberührten Umgebung. Das Wasser ist sehr erfrischend und so kristallklar und sauber, daß man es ohne Bedenken trinken kann.

Santo Nino Cold Springs

Ebenfalls von Catarman aus erreicht man die Santo Nino Cold Springs. Im erfrischend kühlen etwa 1,5 – 2 m tiefen und großen Pool kann man herrlich schwimmen. Es gibt Picnic-Cottages, Toiletten und einige Kiosks in denen Snacks und Getränke gekauft werden können. Die Cold Springs sind ein beliebtes Ausflugsziel für Filipinos, nicht nur am Wochenende. Für Kinder gibt es Autoreifen zum Schwimmen auszuleihen. Eintritt 10 P.

Hibok-Hibok Volkano

Der bekannteste Vulkan von Camiguin und immer noch aktiv ist der Hibok-Hibok Volkano, 1.320 m hoch. Der letzte Ausbruch kam ohne jede Vorwarnung am 5 Dezember 1951, dabei gab es rund 2.000 Todesopfer zu beklagen.

Die Besteigung des Vulkans ist möglich. Erfahrene Führer können für etwa 300 P von jedem Resort oder dem Tourist Office vermittelt werden. Der Aufstieg erfolgt über die Ortschaft Esperanza und dauert etwa vier Stunden. Beginnend mit leichter Steigung durch hohes Cogongras und Farnhaine geht es später über Geröll und Lavafelsen zum Gipfel. Am besten beginnt man den Aufstieg um 5.00 Uhr früh, damit man am Abend wieder zurück sein kann. Wenn man den etwa 45 minütigen Abstieg zum in einer Mooswiese eingebetteten Kratersee unternehmen will, sollte man besser am Berg übernachten. Man kann auch am See in einem Zelt übernachten. Ein warmer Pullover könnte von Nützen sein.

 

 

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